Pfaffenhofen

Pfaffenhofener Lesebühne

Die Veranstaltung mit Karla Paul am 25. Oktober ist abgesagt

Karla Paul hat die Veranstaltung am 25. Oktober um 16 Uhr abgesagt. Angesichts der aktuellen Entwicklungen der Coronapandemie will sie Verantwortung gegenüber ihrem sozialen Umfeld übernehmen und verzichtet deshalb auf Reisen. Die Stadt Pfaffenhofen respektiert diese Entscheidung.

Gekaufte Tickets können an den Vorverkaufsstellen, bei denen sie erworben wurden zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird erstattet.

Vielfältig und hochkarätig – Pfaffenhofener Lesebühne 2020

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Das Programm der Pfaffenhofener Lesebühne präsentiert sich auch in diesem Jahr spannend und abwechslungsreich mit sechs Literaturveranstaltungen im Festsaal des Rathauses.

Der Zugang zu den Veranstaltungen ist über den Karten-Vorverkauf auf 50 Besucherinnen/Besucher begrenzt. Die Plätze sind nummeriert und personalisiert. Der Spielort kann nur mit Nasen-Mund-Bedeckung betreten werden. Bitte achten Sie zudem auf die Einhaltung der Hygienevorschriften vor Ort.

Karten für alle Veranstaltungen gibt es online auf okticket.de oder über die üblichen Vorverkaufsstellen wie Pfaffenhofener Kurier und Elektro Steib sowie bei der Buchhandlung Osiander.

Um die Tickets erwerben zu können muss jeder Käuferin/Käufer seine Anschrift und Telefonnummer hinterlassen.

Die Tickets werden dabei vor allem paarweise ausgegeben.
Es gibt keine Abendkasse. Alle Preise zzgl. Vorverkaufsgebühr.
Die Karten können bis drei Stunden vor der Veranstaltung im Vorverkauf erworben werden!

Einlass zu den Veranstaltungen ist jeweils eine halbe Stunde vor Beginn.

Wir wünschen viel Vergnügen mit dem Programm der Pfaffenhofener Lesebühne 2020!

Wolf Harlander: „42 Grad“

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© Wolf Harlander

Freitag, 23. Oktober um 20 Uhr im Festsaal des Rathauses

Wolf Harlander, geboren 1958 in Nürnberg, studierte Journalistik, Politik und Volkswirtschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Nach einem Volontariat bei einer Tageszeitung und der Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule arbeitete er für Tageszeitungen, Radio, Fernsehen und als Redakteur der Wirtschaftsmagazine Capital und Wirtschaftswoche. Er lebt heute als Autor in München.

Deutschland freut sich über den neuen Jahrtausendsommer. Dauersonnenschein sorgt für volle Freibäder. Einzig Hydrologe Julius Denner und IT-Spezialistin Elsa Forsberg warnen davor, dass die Hitze sich kurzfristig verschärfen wird. Niemand nimmt sie ernst, bis die ersten Flüsse austrocknen, Waldbrände außer Kontrolle geraten und Atomkraftwerke vom Netz gehen müssen. In Berlin und Brüssel folgt Krisengipfel auf Krisengipfel. Überall in Europa machen sich Wasserflüchtlinge auf die Suche nach der wichtigsten Ressource der Welt. Während um sie herum die Zivilisation zusammenzubrechen droht, versuchen Julius und Elsa verzweifelt, die Katastrophe aufzuhalten – und geraten damit ins Fadenkreuz von Mächten, die ihre ganz eigenen Interessen verfolgen.

Anne Siegel: „Wo die wilden Frauen wohnen“

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© Jacobia Dahm

Samstag, 24. Oktober um 16 Uhr im Festsaal des Rathauses

Anne Siegel, in Norddeutschland geboren und aufgewachsen, lebt in Köln und arbeitet als Buchautorin, Radio- und TV-Journalistin sowie als Hörspielautorin. 2015 veröffentlichte sie ihr Romandebüt „Nordbräute“. Außerdem erschienen von ihr mehrere Sachbücher, unter anderem „Frauen, Fische, Fjorde“ bei MALIK National Geographic und „Señora Gerta“ im Piper Verlag.

Island ist ein Land von rauer Schönheit, dominiert von faszinierenden, aber auch extremen Naturgewalten. Die isländische Gesellschaft wurde von diesen besonderen Lebensbedingungen geprägt, und schon immer kam den Frauen darin eine bedeutende Rolle zu: In kaum einem anderen Land genießen Frauen mehr Rechte. Anne Siegel porträtiert zehn Isländerinnen mit spannenden Biographien und einer tiefen Verbundenheit mit ihrer Umwelt. Ob leidenschaftliche Fischerin, engagierte Rangerin und Umweltaktivistin, Geothermalspezialistin, pfiffige Bierbrauerin oder Ausnahmetalent Björk – Anne Siegel stellt unterschiedliche Lebensentwürfe vor, erklärt, wie diese mit der Umgebung verwoben sind und wie die Isländerinnen ihre Kraft aus der Natur schöpfen.

Christopher Kloeble: „Das Museum der Welt“

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© Christine Fenzl

Samstag, 24. Oktober um 20 Uhr im Festsaal des Rathauses

Christopher Kloeble wuchs in Oberbayern auf und studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Er erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, unter anderem den Literaturpreis der Jürgen Ponto- Stiftung für das beste Romandebüt 2008, „Unter Einzelgängern“, und für das Drehbuch zu „Inklusion“ den ABU-Prize für das beste TV-Drama. Er war Gastprofessor in Cambridge sowie an diversen Universitäten in den USA, zuletzt am Dartmouth College. 2012 veröffentlichte er viel beachtet den Roman „Meistens alles sehr schnell“, der u. a. auch in Israel und den USA erschien. Derzeit arbeitet er an der Verfilmung. Kloeble lebt in Berlin und Delhi.

Bartholomäus ist ein Waisenjunge aus Bombay, er ist mindestens zwölf Jahre alt und spricht fast ebenso viele Sprachen. Als Übersetzer für die deutschen Brüder Schlagintweit, die 1854 mit Unterstützung Alexander von Humboldts zur größten Forschungsexpedition ihrer Zeit aufbrechen, durchquert er Indien und den Himalaya. Bartholomäus verfolgt jedoch einen ganz eigenen Plan: Er selbst möchte das erste Museum seines großen und widersprüchlichen Landes gründen. Dafür riskiert er alles, was ihm etwas bedeutet, sogar sein Leben.

Markus Ostermair: „Der Sandler“

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© Fabian Frinzel

Sonntag, 25. Oktober um 11 Uhr im Festsaal des Rathauses

Markus Ostermair, geboren 1981, arbeitet seit seinem Studium der Literaturwissenschaft als Übersetzer, Texter und Lehrer für Englisch sowie Deutsch als Fremdsprache. Seine Auseinandersetzung mit dem Thema Obdachlosigkeit begann in der Bahnhofsmission München als Zivildienstleistender. Er erhielt für Der Sandler diverse Stipendien und Förderpreise. Der Sandler ist sein literarisches Debüt. Für sein literarisches Schaffen erhielt Ostermair 2019 den Kulturförderpreis der Stadt Pfaffenhofen.

Der Roman erzählt eine Geschichte, die eigentlich gar nicht erzählt werden darf. Denn sie handelt von der Scham des sozialen Abstiegs – und diese Scham macht die Betroffenen schweigen. Der Sandler stellt Obdachlose ins Zentrum und vermittelt ein vielschichtiges Bild ihres Alltags auf den Münchner Straßen.
Einer von ihnen ist Karl Maurer. Er mäandert durch die Stadt, besucht Suppenküchen und Kleiderkammern und manchmal wird er von den Bildern seines früheren Lebens eingeholt – von seiner Frau und seiner kleinen Tochter, der Zeit als Mathematiklehrer und dem Kind, das ihm vors Auto lief. Gleichzeitig durchstreift auch sein Freund Lenz die Stadt, ein Zettelschreiber und Utopist, der merkt, dass es mit ihm zu Ende geht.
Lenz will Karl seine unfertigen Notizen vermachen und, was noch viel wichtiger ist, den Schlüssel zu seiner Wohnung, die er geerbt hatte, in der er sich aber geweigert hatte zu leben. Lenz’ Tod ist ein Wendepunkt. Die Wohnung könnte Karls Chance sein, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen.
Der Sprachlosigkeit der Obdachlosen setzt Markus Ostermair eine Sprache entgegen, die nahe an ihr Leben heranführt, ohne dabei zu werten, zu romantisieren oder voyeuristisch zu sein.
Begleitet wird die Lesung durch die Musik von Hart und Heffner. Für ihre bayrischen Lieder kommen Cello (Benedikt Feiten), Gitarre und Stimme (Johannes Hafner) sowie Geige, Mandoline und Gesang (Andreas Hirth) zum Einsatz.

ABGESAGT!!!! Karla Paul: „Die besten Bücher des Jahres“

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© Simone Hawlisch

Karla Paul hat die Veranstaltung am 25. Oktober um 16 Uhr abgesagt. Angesichts der aktuellen Entwicklungen der Coronapandemie will sie Verantwortung gegenüber ihrem sozialen Umfeld übernehmen und verzichtet deshalb auf Reisen. Die Stadt Pfaffenhofen respektiert diese Entscheidung.

Sonntag, 25. Oktober um 16 Uhr im Festsaal des Rathauses

Literaturempfehlungen von der „bekanntesten Buchinfluencerin Deutschlands“ (Zeit Magazin).. Die vielseitige Journalistin und Literaturexpertin stellt bei dieser Veranstaltung ihre persönliche Auswahl der besten Bücher des Jahres vor. Ein etwas anderes Literaturformat – unterhaltsam, witzig, kompetent.
Die Literaturexpertin Karla Paul ist mit über 100.000 Leser*Innen in den sozialen Netzwerken eine der wichtigsten Literatur-Bloggerinnen. Die Autorin, Moderatorin und Kulturjournalistin präsentiert on- wie offline durchgehend Lesenswertes, hat mit „Die Seitenspringer“ ihre eigene Literaturshow und mit „Long Story Short“ einen der erfolgreichsten Buchpodcasts. Zudem stellt sie ihre Empfehlungen regelmäßig in der ARD sowie in weiteren Medien vor.
Geboren wurde sie 1983 am Welttag des Buches, seit 2006 schreibt und spricht sie über Literatur und begeistert so viele Menschen fürs Lesen.

Christine Eichel: „Der empfindsame Titan“

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© Thomas Kierok

Sonntag, 25. Oktober um 20 Uhr im Festsaal des Rathauses

Christine Eichel, 1959 geboren, hat Philosophie, Literatur- und Musikwissenschaft studiert und promovierte mit einer Arbeit über die Musiktheorie von Theodor W. Adorno. Sie war Fernsehregisseurin, Moderatorin, Gastprofessorin der Universität der Künste Berlin und Lehrbeauftragte der Universität Hamburg. Ihre Sachbücher »Das deutsche Pfarrhaus. Hort des Geistes und der Macht« (2012), »Deutschland, deine Lehrer« (2014) und "Deutschland. Lutherland" (2015) erregten großes Aufsehen. Christine Eichel lebt als Autorin und Publizistin in Berlin.

Sie erzählt die fesselnde Geschichte eines Nonkonformisten: Ludwig van Beethoven. Wer war der Mann, der sich mit seinem wichtigsten Mäzen prügelte und seine Köchin schon mal mit faulen Eiern bewarf? Welcher Zusammenhang besteht zwischen seiner leidvollen Kindheit und seiner neuartig emotionalen Musik? Welchen Einfluss hatte seine fortschrittliche politische Haltung auf sein Werk?
Anhand sechs ikonischer Werke zeichnet Eichel das Portrait eines Mannes, der kein musikalischer Dienstleister mehr sein will und sich eine Existenz als unabhängiger Künstler ertrotzt. Ebenso kenntnisreich wie mitreißend schildert Eichel Beethovens geistigen Kosmos, berichtet von delikaten Liebeskomplikationen und bizarren Launen, schreibt über notorische Geldnöte und den eruptiven Humor des Komponisten. Jenseits gängiger Mythen wird Beethoven als Mensch auf neue, spannende Weise erfahrbar.
Die Lesung von Christine Eichel wird musikalisch begleitet von Nicolai Gerassimez. Er hat sich als Solist und Kammermusiker als einer der führenden Pianisten seiner Generation etabliert. Große Aufmerksamkeit erhielt er, als er sowohl 2010 als auch 2012 den 1. Preis beim Deutschen Musikwettbewerb gewann.
Er ist ebenso Solist anerkannter Orchester, so z. B. dem Rundfunk Sinfonieorchester Berlin, den Essener Philharmonikern, den Berliner Symphonikern und den Bochumer Symphonikern und arbeitet mit Dirigenten wie Kristjan Järvi und Stefan Soltesz zusammen.

Die Pfaffenhofener Lesebühne 2020 mit freundlicher Unterstützung von:

www.osiander.de

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