Bild zeigt eine nach oben geöffnete Hand vor grünem Hintergrund Pfaffenhofen

Klimabewusste Verwaltung

Wir arbeiten klimabewusst

Die Stadtverwaltung Pfaffenhofen a. d. Ilm arbeitet klimabewusst. Das bedeutet: Wir senken die Treibhausgasemissionen, wo es möglich ist, und gleichen unvermeidbare Emissionen verantwortungsvoll aus. Mit dem neuen Label auf unseren Briefbögen machen wir dieses Selbstverständnis sichtbar und transparent.


Label 'Klimabewusst' Briefpapier

Klimaschutz ist eine zentrale Aufgabe unserer Zeit, auch für Kommunen. Mit der Verwendung des Labels zeigen wir: Die Stadtverwaltung übernimmt Verantwortung für die Emissionen, die durch ihr eigenes Handeln entstehen.

Das klimabewusste Arbeiten der Verwaltung ist eine priorisierte Maßnahme aus dem Pfaffenhofener Klimaschutzkonzept 2.0. Darin verzeichnet ist ein Katalog von 39 umfassenden Maßnahmen, die maßgeblich dazu beitragen, dass die Stadt Pfaffenhofen bis 2035 ihren Ausstoß an Treibhausgasen auf null verringert.

Die Stadtverwaltung geht damit als Vorbild für andere Kommunen voran und trägt zum Erreichen der städtischen Klimaschutzziele bei.


Der Weg dorthin

Unser Vorgehen folgt einem klaren und überprüfbaren Prinzip:

  • Messen, um Emissionen sichtbar zu machen
  • Vermeiden und verringern, wo es möglich ist
  • Ausgleichen, wo Emissionen derzeit nicht vermeidbar sind

Eine Grafik erklärt in fünf Schritten den kontinuierlichen Prozess zur klimaneutralen Stadtverwaltung

Die Grundlage für den Prozess bildet eine Treibhausgasbilanz (THG) nach dem international anerkannten Greenhouse-Gas-(GHG)-Standard. Der Bericht wurde von dem Leipziger Institut für Energie auf seine Richtigkeit überprüft. Die Bilanz wird alle zwei Jahre fortgeschrieben. Der nächste Bericht erscheint 2026.


Was sagt die Treibhausgasbilanz 2022?

Im Jahr 2022 verursachte die Stadtverwaltung Pfaffenhofen insgesamt rund 1.009 Tonnen CO₂-Äquivalente. In die Bilanz flossen sowohl direkte Emissionen (z. B. Strom- und Wärmeverbrauch) als auch indirekte Emissionen (z. B. Arbeitsweg der Mitarbeitenden oder Verpflegung) ein. Betrachtet wurden die Kernverwaltung, städtische Liegenschaften sowie ausgewählte Beteiligungen.

Tortengrafik zeigt die Treibhausgasemmissionen nach Kategorien im Jahr 2022 für die Stadtverwaltung an

Wie wir Emissionen vermeiden und reduzieren

Um die Emissionen in den kommenden Jahren zu senken, setzt die Stadtverwaltung auf Maßnahmen in den Bereichen mit besonders hohem Ausstoß, zum Beispiel auf energetische Gebäudesanierung oder Angebote zur Reduktion von Emissionen beim Pendeln der Mitarbeitenden.

Die Stadtverwaltung fängt aber nicht bei Null an. Sie setzt bereits seit Jahren konkrete Klimaschutzmaßnahmen um. Durch den Bezug von 100 % Ökostrom, den Ausbau von Photovoltaikanlagen und eine weitgehend fossilarme Wärmeversorgung werden schon heute jährlich 1.275 Tonnen CO₂-Äquivalente bei der Stromversorgung und 631 Tonnen CO₂-Äquivalente beim Wärmeverbrauch eingespart. Ohne diese Maßnahmen würde die Stadtverwaltung so rund das Dreifache an Emissionen verursachen.


Balkendiagramm vergleicht den Strom- und Wärmeverbrauch

Wie wir unvermeidbare Emissionen ausgleichen

Emissionen, die sich aktuell nicht vermeiden lassen, gleicht die Stadtverwaltung bewusst nicht über anonyme internationale CO₂-Zertifikate, sondern über eigene, zusätzliche Projekte aus, die mehr Transparenz und eine bessere Nachverfolgbarkeit garantieren. Der Ausgleich findet finanziell statt. Es werden 80 Euro pro Tonne CO₂ angesetzt, einer Empfehlung der "High-Level Commission on Carbon Pricing" folgend. Der Ausgleich erfolgt jährlich. Im Jahr 2022 waren es somit rund 80.000 Euro.

  • Zwei Drittel kommen direkt landwirtschaftlichen Betriebe der Pfaffenhofener Bodenallianz über die Regionalwert-Leistungsberechnung zu Gute. Die Berechnung macht Leistungen für Umwelt und Gemeinwohl sichtbar. Maßnahmen der Landwirte für Klimaschutz und Klimaanpassung können dadurch erstmals gemessen und finanziell anerkannt werden. Denn die Maßnahmen machen nicht nur die Betriebe selbst widerstandsfähiger. Sie helfen ganz Pfaffenhofen, Emissionen regional zu senken und sich besser an den Klimawandel anzupassen.

  • Ein Drittel fließt in die Umsetzung der Pfaffenhofener Bodenallianz in der Partnerkommune Turrialba im Rahmen der Nachhaltigkeitspartnerschaft. Kakaobauern vor Ort können auf eine nachhaltige Produktionsweise umstellen, was allen Seiten zu Gute kommt.

So bleiben Ausgleichsmaßnahmen nachvollziehbar, zusätzlich und möglichst nah an den Menschen.


Mehr Informationen

Detaillierte Hintergründe, Kennzahlen und weitere Grafiken finden Sie im Bericht zur Treibhausgasbilanz 2022 der Stadtverwaltung Pfaffenhofen sowie auf PAFundDU: Wir arbeiten klimabewusst.