Pfaffenhofener Lesebühne 2025
Mit insgesamt acht Veranstaltungen hat die zwölfte Pfaffenhofener Lesebühne in diesem Jahr Literatur in ganz unterschiedlichen Facetten präsentiert. Von Romanen und Thrillern über persönliche Familiengeschichten bis hin zu Poetry und einem eigens für Pfaffenhofen entstandenen Text reichte das Programm der von Dorle Kopetzky kuratierten Reihe.
Zum Auftakt präsentierte Pierre Jarawan seinen neuen Roman „Frau im Mond“ und verband die Lesung mit eindrucksvollen Bildern und Einblicken in seine Recherchen zur Geschichte des Libanon. Im Autohaus Stiglmayr stellte Peter Grandl vor ausverkauftem Haus seinen Thriller „Reset“ vor und sprach über Künstliche Intelligenz, Fake News und die damit verbundenen gesellschaftlichen Fragen. Rebekka Frank nahm das Publikum mit ihrem Familienroman „Stromlinien“ in eine Geschichte über Familie, Verlust und mehrere miteinander verwobene Lebenswege.
Auch die zweite Hälfte der Lesebühne bot abwechslungsreiche literarische Abende. Didi Drobna und Lena Schätte setzten sich in ihren Büchern mit schwierigen Vater-Tochter-Beziehungen, Herkunft und Zugehörigkeit auseinander. Andreas Pflüger gab Einblicke in die Welt seines Thrillers „Kälter“, während Julia Engelmann mit ihrem Roman „Himmel ohne Ende“ eine Geschichte über Jugend, Einsamkeit und Verlust präsentierte.

Eine besondere Verbindung zur Stadt stellte der Abend mit der Lutz-Stipendiatin Paula van Well her. Neben eigenen literarischen Arbeiten präsentierte sie ihren während des Aufenthalts in Pfaffenhofen entstandenen „Zwischenfall“-Text. Zum Abschluss der Lesebühne begab sich ZEIT-Redakteur Henning Sußebach in „Anna oder: Was von einem Leben bleibt“ auf die Spuren seiner Urgroßmutter und begeisterte das Publikum mit der Geschichte einer selbstbewussten Frau, deren Leben lange in Vergessenheit zu geraten drohte.
Die zwölfte Pfaffenhofener Lesebühne zeigte damit einmal mehr die große Bandbreite zeitgenössischer Literatur und bot Raum für persönliche Geschichten, gesellschaftliche Themen und spannende Gespräche mit den Autorinnen und Autoren. Die Stadt bedankt sich bei allen Beteiligten sowie bei Festivalleiterin Dorle Kopetzky für die erfolgreiche zwölfte Ausgabe der Lesebühne. Unterstützt wurde die Veranstaltungsreihe von der Buchhandlung Osiander und dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst.
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