Stimmungsvoll beleuchtetes Rathaus, davor eine Bühne mit Musikern und Sängern Pfaffenhofen

Pfaffenhofener Lesebühne 2022

Von 27. Oktober bis 6. November

Ende Oktober und Anfang November steht Pfaffenhofen wieder ganz im Zeichen der Literatur. In diesem Jahr präsentieren neun Schriftstellerinnen und Schriftsteller ihre Bücher auf der Pfaffenhofener Lesebühne.

Der Literaturexpertin Dorle Kopetzky ist es erneut gelungen, ein abwechslungsreiches und hochklassiges Programm zusammenzustellen .

Vorverkauf

Kultur-und Tourismusbüro im Haus der Begegnung, Hauptplatz 47, Öffnungszeiten: Mo-Fr 13.30 - 17 Uhr

Buchhandlung Osiander, Hauptplatz 19

Online auf www.okticket.de sowie an der Abendkasse.

Ermäßigungen

Ermäßigungen erhalten Kinder ab 3 Jahren, Schülerinnen und Schüler, Studentinnen und Studenten, Azubis, Menschen mit Schwerbehinderung sowie Personen mit Sozialrabatt.

Veranstaltungsorte und Hinweise zum Infektionsschutz

Alle Veranstaltungen der Pfaffenhofener Lesebühne finden im Festsaal des Rathauses, Hauptplatz 1, 2. Stock statt.

Einlass ist jeweils eine halbe Stunde vor Beginn der Veranstaltung.

Bitte informieren Sie sich vor Ihrem Besuch über die bayernweit geltenden Regeln zum Infektionsschutz am Veranstaltungstag.


Dmitrij Kapitelman - Eine Formalie in Kiew

Portraitfoto von Dimitrij Kapitelman vor einem Fenster mit geschlossener Jalousie
© Christian Werner

Donnerstag, 27. Oktober | 20 Uhr (Einlass 19.30 Uhr)

Rathaus Festaal

Eintritt: VVK 12 € (erm. 10 €) | AK 14 € (erm. 12 €)

Eine Formalie in Kiew von Dmitrij Kapitelman

Moderation: Christine Hamel (BR)

Eine Formalie in Kiew ist die ergreifende Geschichte einer Familie, die einst voller Hoffnung in die Fremde zog, um ein neues Leben zu beginnen. Nun steht sie vor einem Haufen Katzen und muss sich einer mysteriösen Krankheit stellen. Die Geschichte erzählt mit bittersüßem Humor den Weg des Sohnes, der stoisch versucht, Deutscher zu werden.

Er kann besser sächseln als die Beamtin, bei der er nach 25 Jahren in Deutschland den deutschen Pass beantragt und die eine Apostille aus Kiew fordert. Also reist er in seine Geburtsstadt, mit der ihn nichts mehr verbindet außer Kindheitserinnerungen. Diese sind schön, besonders jene an liebende, unfehlbare Eltern. Die Realität sieht aber anders aus, denn die Familie ist gegenwärtig zerstritten, bis das Schicksal sie in Kiew wieder zusammenführt.

Dmitrij Kapitelman wurde 1986 in Kiew geboren und kam im Alter von acht Jahren als „Kontingentflüchtling“ mit seiner Familie nach Deutschland. Er studierte in Leipzig und absolvierte die Deutsche Journalistenschule in München. Heute arbeitet er als freier Journalist. 2016 erschien sein erstes, erfolgreiches Buch "Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters", mit dem er den Klaus-Michael Kühne-Preis gewann. Für sein zweites Buch "Eine Formalie in Kiew" (2021) wurde Kapitelman mit dem Buchpreis Familienroman der Stiftung Ravensburger Verlag ausgezeichnet.


Eric Pfeil - Azzurro. Mit 100 Songs durch Italien

Portraitfoto von Eric Pfeil in weißem Sakko mit einem Eis in der Hand
© Alfred Jansen

Freitag, 28. Oktober | 20 Uhr (Einlass ab 19.30 Uhr)

Rathaus Festaal

Eintritt: VVK 12 € (erm. 10 €) | AK 14 € (erm. 12 €)

Azzurro. Mit 100 Songs durch Italien von Eric Pfeil

Eine musikalische Lesung

Seit jeher kommt in Deutschland keine Generation ohne Italiensehnsucht aus. Das Land jenseits der Alpen zieht an, es strahlt und schmeckt – und immer klingt es! „Wir Italiener sind Spatzen und Nachtigallen. Alle singen bei uns“, sagte der große Lucio Dalla, und so gibt es keinen besseren Schlüssel, um das Land zu verstehen, als die Musik. Oder jedenfalls keinen schöneren.

Eric Pfeil macht sich mit uns auf die Reise, im Gepäck 100 Lieder, die uns ein Land, seine Geschichte und seine schönsten Flecken näherbringen, und die dazu einladen, wieder und immer wieder gehört zu werden. Wir fahren mit offenem Verdeck über schmale Küstenstraßen, streifen durch die Gassen Neapels und über die Strandpromenade Riminis – und haben garantiert immer den richtigen Soundtrack im Ohr.


Eric Pfeil wurde 1969 in Bergisch Gladbach geboren und fuhr schon kurz darauf zum ersten Mal über die Alpen. Um die Jahrtausendwende war er Produzent der legendären Musiksendung Fast Forward, seither ist er ein gefragter TV-Autor. Er schreibt u.a. für FAZ und Rolling Stone über Film, Literatur sowie über Popmusik und ihre Folgen. Er lebt in Köln, hat aber Italien nie wieder verlassen.


Gerald Klamer - Der Waldwanderer

Portraitfoto von Gerald Klamer in Regenjacke vor Bäumen
© Nora Börding

Samstag, 29. Oktober | 16 Uhr (Einlass 15.30 Uhr)

Rathaus Festaal

Eintritt: VVK 12 € (erm. 10 €) | AK 14 € (erm. 12 €)

Der Waldwanderer. 6.000 Kilometer durch Deutschland auf den Spuren des Klimawandels von Gerald Klamer

Vortrag mit Bildern, Dauer: 90 Minuten

Nach 25 Jahren als Forstbeamter kündigt Gerald Klamer seine sichere Stelle, löst seine Wohnung auf und unternimmt eine einmalige Wanderung: Knapp 6.000 Kilometer geht er quer durch Deutschland, um herauszufinden, wie es wirklich um unsere Wälder steht. Neun Monate lang lebt er im Wald, begegnet Wildkatzen und Wildschweinen, lauscht dem Röhren der Hirsche und dem Heulen der Wölfe. Dabei entdeckt er sowohl Katastrophengebiete apokalyptischen Ausmaßes als auch urwaldartige Regionen, die Hoffnung auf eine grüne Zukunft machen.

In seinem Buch "Der Waldwanderer" erklärt er anschaulich, was Bodenschutz bedeutet und wie wir angemessen mit Borkenkäfern umgehen, warum Waldtümpel wie kleine Klimaanlagen fungieren und Totholz für das Ökosystem Wald essenziell ist, welche Rolle Bäume für unsere Trinkwasserqualität spielen und warum der Buchenwald unser wichtigstes Naturerbe ist.

Gerald Klamer, geboren 1967, war über 25 Jahre lang Förster in Hessen. Neben dem Wald gilt seine Leidenschaft dem Wandern, am liebsten in Wildnisgebieten überall auf der Welt. Er unternahm zahlreiche mehrmonatige Touren, unter anderem durch den Himalaja, die Anden, die Rocky Mountains, die Alpen und durch Skandinavien. Auf seinen Blogs "Waldbegeisterung" und "Trekking wild" erzählt er außerdem regelmäßig von seinen Naturbeobachtungen und Reisen.


Amelie Fried - Von Traumfrauen und Frauen mit Lebensträumen

Portraitfoto von Amelie Fried
© Raimund Verspohl

Samstag, 29. Oktober | 20 Uhr (Einlass 19.30 Uhr)

Rathaus Festaal

Eintritt: VVK 12 € (erm. 10 €) | AK 14 € (erm. 12 €)

Von Traumfrauen und Frauen mit Lebensträumen – Ein Abend mit Amelie Fried

In einer unterhaltsamen Mischung präsentiert Amelie Fried Passagen aus ihren beiden letzten Romanen "Die Spur des Schweigens" und "Traumfrau mit Ersatzteilen". Bereitwillig beantwortet sie Fragen und erzählt von ihrem Alltag als Autorin, von ihrer Zeit als TV-Moderatorin und von den Höhen und Tiefen ihrer vierzigjährigen Karriere.

"Die Spur des Schweigens" ist ein bewegender, eindrucksvoll recherchierter Roman über Männermacht und sexuelle Übergriffe im Wissenschaftsbetrieb und über die Suche einer jungen Frau nach sich selbst und ihrer Familie. "Traumfrau mit Ersatzteilen" ist eine bittersüße Komödie über die Herausforderungen des Älterwerdens, den Verlust von Illusionen und den Wert von Freundschaft.

Amelie Fried, Jahrgang 1958, wurde als TV-Moderatorin bekannt. Alle ihre Romane waren Bestseller. "Traumfrau mit Nebenwirkungen", "Am Anfang war der Seitensprung", "Der Mann von nebenan", "Liebes Leid und Lust" und "Rosannas Tochter" wurden erfolgreiche Fernsehfilme. Für ihre Kinderbücher erhielt sie verschiedene Auszeichnungen, darunter den »Deutschen Jugendliteraturpreis«. 2019 wurde sie mit dem Oberbayerischen Kulturpreis geehrt. Amelie Fried lebt mit ihrer Familie in München.


Jan Weiler - Der Markisenmann

Portraitfoto von Jan Weiler
© Thomas Leidig

Sonntag, 30. Oktober | 20 Uhr (Einlass 19.30 Uhr)

Rathaus Festaal

Eintritt: VVK 12 € (erm. 10 €) | AK 14 € (erm. 12 €)

Der Markisenmann von Jan Weiler

"Der Markisenmann" ist ein Buch über das Erwachsenwerden und das Altern, über die Geheimnisse in unseren Familien, über Schuld und Verantwortung und vor allem eine rührende Hymne an das Ruhrgebiet. "Es geht bei mir immer um Menschen, die irgendwie nicht dazugehören. Die ihren Platz nicht gefunden haben", sagt Jan Weiler zu seinem Buch.

Jan Weiler wurde 1967 in Düsseldorf geboren und lebt heute in München und Umbrien. Er ist Journalist und Schriftsteller und war viele Jahre Chefredakteur des SZ-Magazins. Sein erstes Buch »Maria, ihm schmeckt's nicht!« gilt als eines der erfolgreichsten Debüts der letzten Jahrzehnte. Es folgten unter anderem "Antonio im Wunderland", "Mein Leben als Mensch", "Das Pubertier", "Die Ältern" und die Kriminalromane um den überforderten Kommissar Martin Kühn. Er verfasst zudem Kolumnen, Drehbücher, Hörspiele und Hörbücher, die er auch selbst spricht.


Anahit Bagradjans - Szenische Lesung

Foto von Anahit Bagradjans bei einer Lesung mit Mikrofon
© Luca Manuel Kieser

Donnerstag, 3. November | 20 Uhr (Einlass 19.30 Uhr)

Rathaus Festaal

Eintritt: VVK 12 € (erm. 10 €) | AK 14 € (erm. 12 €)

Szenische Lesung mit der Lutz Stipendiatin Anahit Bagradjans

Anahit Bagradjans ist die neue Joseph-Maria-Lutz-Stipendiatin der Stadt Pfaffenhofen. Die weitgereiste Autorin hat schon viele Erfahrungen im literarischen Leben gesammelt und ist offen für verschiedenste Aspekte der Literatur-Vermittlung. Sie ist eine interessante Belebung des Pfaffenhofener Kulturlebens und vespricht spannende Begegnungen mit dem Publikum. Ihr Text „Von oben gesehen sind alle Toten haarlos“ überzeugte sie die Mitglieder der Pfaffenhofener Fachjury.

Zur Pfaffenhofener Lesebühne gestaltet sie gemeinsam mit ihrem Partner, dem Filmemacher Leon Wienhold, einen Abend in Form einer szenischen Lesung.

Anahit Bagradjans, 1995 geboren, hat in Wien und Florenz studiert, unter anderem Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst und Critical Studies an der Akademie der bildenden Künste. 2021 ist sie mit dem Hauptpreis der EXIL-Literaturpreise der Stadt Wien ausgezeichnet worden. Bagradjans wird die Herbstmonate im Flaschl-Turm in Pfaffenhofen verbringen. Zum Abschluss ihres Stipendienaufenthalts wird sie dann ihren Text über Pfaffenhofen – ihren „Zwischenfall“ – dem Pfaffenhofener Publikum vorstellen.


Simone Buchholz - Unsterblich sind nur die anderen

Portraitfoto von Simone Buchholz
© Gerald von Foris

Freitag, 4. November | 20 Uhr (Einlass 19.30 Uhr)

Rathaus Festaal

Eintritt: VVK 12 € (erm. 10 €) | AK 14 € (erm. 12 €)

Unsterblich sind nur die anderen von Simone Buchholz

Moderation: Steffen Kopetzky

Drei Männer verschwinden spurlos auf der MS Rjúkandi, einer Nordatlantikfähre. Zwei Frauen machen sich auf den Weg, um nach ihren verschollenen Freunden zu suchen – und sie besteigen das Schiff nach Island in der festen Überzeugung, bald wieder zu Hause zu sein. Aber schon in den ersten Tagen an Bord fallen ihnen merkwürdige Dinge auf, und die seltsame Atmosphäre. In unnachahmlicher Lakonie erzählt Simone Buchholz von Freundschaft und Liebe, von der Endlichkeit des Lebens und der Unendlichkeit des Ozeans und von Iva und Malin, die sich plötzlich in einer Parallelwelt ohne Ausgang wiederfinden, in der alles, was sie im Leben für wichtig hielten, plötzlich nicht mehr zählt.

Simone Buchholz, geboren 1972 in Hanau, zog 1996 wegen des Wetters nach St. Pauli. Sie wurde auf der Henri-Nannen-Schule zur Journalistin ausgebildet und schreibt seit 2008 Kriminalromane. Für ihre Chastity-Riley-Reihe wurde sie mit dem Radio-Bremen-Krimipreis, dem Crime Cologne Award, dem Deutschen Krimipreis und dem Stuttgarter Krimipreis ausgezeichnet.


Mario Giordano - Terra di Sicilia. Die Rückkehr des Patriarchen

Portraitfoto von Mario Giordano
© Viktor Strasse

Samstag, 5. November | 20 Uhr (Einlass 19.30 Uhr)

Rathaus Festaal

Eintritt: VVK 12 € (erm. 10 €) | AK 14 € (erm. 12 €)

Terra di Sicilia. Die Rückkehr des Patriarchen von Mario Giordano

Ende des 19. Jahrhunderts wächst Barnaba Carbonaro in einem archaischen Sizilien auf, den Kopf voller Träume von Reichtum und einer Familiendynastie. Und tatsächlich steigt er mit Gewitztheit und Mut vom bettelarmen Analphabeten zum Dandy auf und schließlich zum geachteten Zitrushändler auf dem Münchner Großmarkt.

Ein Leben wie eine Odyssee, voller Triumphe und bodenlosen Niederlagen, getrieben von einer unstillbaren Sehnsucht. Barnaba zeugt vierundzwanzig Kinder, verdient ein Vermögen und verliert alles. Am Ende seiner langen Reise blickt der Patriarch auf den hungrigen Jungen zurück, der auszog, den Göttern das große Glück abzutrotzen. Und er versteht, dass ihm zwischen Abschieden und Neuanfängen, zwischen süßen Mandarinen und bayerischem Schnee etwas viel Größeres gelungen ist.

Mario Giordano, geboren 1963 in München, ist Schriftsteller und Drehbuchautor. Seine Romane sind in über 15 Sprachen übersetzt worden. Mit seinen »Tante Poldi«-Krimis stand er in Deutschland und den USA regelmäßig auf den Bestsellerlisten. "Terra di Sicilia" basiert auf der Geschichte seiner Familie. Mario Giordano lebt in Berlin.


Volker Kutscher - Transatlantik

Portraitfoto von Volker Kutscher
© Andreas Chudowski

Sonntag, 6. November | 20 Uhr (Einlass 19.30 Uhr)

Rathaus Festaal

Eintritt: VVK 12 € (erm. 10 €) | AK 14 € (erm. 12 €)

Transatlantik von Volker Kutscher

Moderation: Thomas Böhm (Radio Eins)

Transatlantik ist der neunte Gereon-Rath-Roman. Frühjahr 1937 - Die Familie Rath ist zersprengt. Eigentlich wollte Charlotte Rath, geborene Ritter, schon längst im Ausland sein, doch halten die Umstände sie in Berlin fest. Ihr ehemaliger Pflegesohn Fritze ist in die geschlossene Abteilung der Nervenheilanstalt Wittenau gesteckt worden, ihre beste Freundin Greta steht unter Mordverdacht und ist spurlos verschwunden.

Dem untergetauchten und von den Behörden für tot gehaltenen Gereon Rath wird es derweil zu gefährlich in Deutschland, er besteigt den Zeppelin, um in die USA zu entkommen. Während Charly versucht, Fritze aus der Klinik rauszupauken, das Verschwinden von Greta zu klären und den Mordfall zu lösen, geschehen jenseits des Atlantiks Dinge, die sie niemals für möglich gehalten hätte.

Volker Kutscher wurde 1962 in Lindlar im Bergischen Land geboren und wuchs in Wipperfürth auf. Er studierte Germanistik, Philosophie und Geschichte und arbeitete danach zunächst als Tageszeitungsredakteur. Seinen ersten Kriminalroman "Bullenmord" schrieb er 1996 zusammen mit Christian Schnalke. 2007 begann Kutscher mit dem Roman "Der nasse Fisch" seine Serie um den Kriminalkommissar Gereon Rath im Berlin der 20er und frühen 30er Jahre, die als "Babylon Berlin" erfolgreich verfilmt wurde. Heute lebt er in Köln und Berlin.


Programmflyer


Förderhinweis

Die Lesebühne wird gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, der Buchhandlung Osiander sowie im Rahmen der Initiative „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e.V. gefördert.

Logo Förderung neu.png