Pfaffenhofener Lesebühne 2025
14. bis 23. November
Im November steht Pfaffenhofen wieder ganz im Zeichen der Literatur. In diesem Jahr präsentieren neun Schriftstellerinnen und Schriftsteller ihre Bücher auf der Pfaffenhofener Lesebühne.
Programm
Die Pfaffenhofener Lesebühne 2025 lädt zu vielfältigen, unterhaltsamen und zum Nachdenken anregenden Veranstaltungen ein:
Ticketverkauf
Der Vorverkauf startet am 15. September.
Bitte Papier sparen, online kaufen!
- okticket.de
- Buchhandlung Osiander
Hauptplatz 12 (Montag – Freitag 9 – 18.30 Uhr, Samstag 9 – 17 Uhr) - Kultur- und Tourismusbüro im Haus der Begegnung
Hauptplatz 47 (Montag – Donnerstag 13.30 – 17 Uhr, Dienstag/Freitag 9 – 12 Uhr) - Abendkasse
Tickets für die Lesenacht im Autohaus:
Ermäßigungen erhalten Schülerinnen und Schüler, Studentinnen und Studenten, Azubis, Menschen mit Schwerbehinderung sowie Personen mit Sozialrabatt.
Pierre Jarawan: Frau im Mond
Freitag, 14. November | 20 Uhr, Einlass 19.15 Uhr
Rathaus Festsaal
Eintritt: VVK 12 € (erm. 10 €) | AK 14 € (erm. 12 €)
Am 4. August 1966 zündet eine Gruppe Studenten – die Lebanese Rocket Society – eine Weltraumrakete, um den Libanon in eine blühende Zukunft zu führen. Auf den Tag genau 54 Jahre später kommt es im Beiruter Hafen zu einer Explosion, die das ganze Land erschüttert. Meisterhaft verknüpft Pierre Jarawan diese beiden historischen Ereignisse zu einer Kontinente verbindenden Familiengeschichte weit über das Schicksal des Nahen Ostens hinaus. Denn im kanadischen Montréal stoßen die Zwillingsschwestern Lilit und Lina auf Spuren ihrer armenischen Großmutter Anoush.
Pierre Jarawan wurde 1985 in Amman, Jordanien, als Sohn eines libanesischen Vaters und einer deutschen Mutter geboren. Er kam im Alter von drei Jahren nach Deutschland und wuchs in der Stadt Kirchheim unter Teck auf. Er studierte an der Münchener Hochschule für Fernsehen und Film.

Peter Grandl: Reset
Samstag, 15. November | 19.30 Uhr, Einlass 19 Uhr
Audi Terminal Pfaffenhofen
Eintritt: VVK 12 € (erm. 10 €) | AK 14 € (erm. 12 €)
Ticketverkauf: stiglmayr-mehrauto.de
Lesenacht im Autohaus
Im Oktober 2024 rufen US-Streitkräfte die höchste Sicherheitsstufe aus, in München soll ein angeblich von Terroristen gekapertes Passagierflugzeug abgeschossen werden und global nimmt die Zahl bedrohlicher Fake News dramatisch zu, denn Anrufe und VideoBotschaften werden so täuschend echt gefälscht, dass niemand mehr weiß, ob er wirklich mit einem vertrauten Menschen spricht. Superintendent Valentine O‘Brien ermittelt in Deutschland, als die digitalen Netze kollabieren und keine Verbindung mehr sicher ist. Während O‘Brien sich auf eine gefährliche Reise quer durch Europa begibt, um seine vermisste Schwester zu suchen, bricht weltweit das Chaos aus – und die Menschheit steht vor ihrer dunkelsten Stunde.
Peter Grandl hat als Regisseur, Drehbuchautor und Creative Director einer Werbeagentur gearbeitet, bevor er 2020 seinen Durchbruch als Schriftsteller hatte. Seine preisgekrönten Thriller beschäftigen sich mit brisanten Themen unserer Zeit, das Debüt „Turmschatten“ ist von Paramount verfilmt worden. Peter Grandl ist leidenschaftlicher Bergwanderer und Musiker, er lebt mit seiner Familie bei München.

Rebekka Frank: Stromlinien
Sonntag, 16. November | 20 Uhr, Einlass 19.15 Uhr
Rathaus Festsaal
Eintritt: VVK 12 € (erm. 10 €) | AK 14 € (erm. 12 €)
Enna und Jale sind in den Elbmarschen zu Hause. Sie leben im Rhythmus von Ebbe und Flut, beobachten Kormorane sowie Austernfischer – und zählen die Tage, bis ihre Mutter Alea aus der Haft entlassen wird. Doch als es endlich so weit ist, verschwindet nicht nur Alea spurlos, sondern auch Jale. Auf der Suche nach ihnen durchkämmt Enna entschlossen nach ihnen das Alte Land, ohne zu ahnen, dass dieser Weg sie für immer verändern wird.
Rebekka Frank wurde 1988 in Kassel geboren und wuchs auf dem Land zwischen weiten Wiesen und Wäldern auf. Obwohl sie für ihr Studium in die Großstadt ging und dort nicht nur Theaterwissenschaft und Germanistik, sondern auch Menschen studierte, ließ die Natur sie niemals los. Bis heute ist sie ihre Inspiration und ihr Rückzugsort, wenn sie mit ihrem Hund durch Küsten-, Marsch- oder Flusslandschaften streift.

Moderation: Dorle Kopetzky, Jahrgang 1967, gelernte Buchhändlerin, Magister in Nordamerikastudien und Germanistik, Buch-Lektorin in verschiedenen Verlagen in Berlin und München. Sie ist seit 2008 selbstständige Presse-Agentin für Autoren und Bücher und kuratiert seit 2017 das Programm der Lesebühne Pfaffenhofen. Seit 2005 lebt sie mit ihrer Familie in Pfaffenhofen.
Ein Abend mit Didi Drobna und Lena Schätte: Töchter und Väter
Mittwoch, 19. November | 20 Uhr, Einlass 19.15 Uhr
Rathaus Festsaal
Eintritt: VVK 12 € (erm. 10 €) | AK 14 € (erm. 12 €)
Sowohl Didi Drobna als auch Lena Schätte beschäftigen sich in ihren beiden Neuveröffentlichungen intensiv mit ihrer Kindheits- und Jugendgeschichte und dem Verhältnis zu ihren Vätern. Neben Lesepassagen aus „Ostblockherz“ und „Das Schwarz an den Händen meines Vaters“ führt Dorle Kopetzky das Gespräch mit den beiden Autorinnen.
Didi Drobna: Ostblockherz
Didi Drobna wurde 1988 in Bratislava geboren und lebt seit 1991 in Wien. Sie studierte Kommunikationswissenschaft und Germanistik an der Universität Wien, außerdem Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst. Ihre literarische Arbeit wurde mit mehreren Stipendien und Literaturpreisen ausgezeichnet.
Lena Schätte: Das Schwarz an den Händen meines Vaters
Lena Schätte, geboren 1993 in Lüdenscheid, debütierte 2014 mit dem Roman „Ruhrpottliebe“. In den Folgejahren arbeitete sie als Psychiatriekrankenschwester im Ruhrgebiet, bis sie 2020 ein Studium des Literarischen Schreibens am Deutschen Literaturinstitut Leipzig aufnahm. Heute betreut sie suchtkranke Menschen in Lüdenscheid – und widmet sich dem Schreiben.

Moderation: Dorle Kopetzky, Jahrgang 1967, gelernte Buchhändlerin, Magister in Nordamerikastudien und Germanistik, Buch-Lektorin in verschiedenen Verlagen in Berlin und München. Sie ist seit 2008 selbstständige Presse-Agentin für Autoren und Bücher und kuratiert seit 2017 das Programm der Lesebühne Pfaffenhofen. Seit 2005 lebt sie mit ihrer Familie in Pfaffenhofen.
Andreas Pflüger: Kälter
Donnerstag, 20. November | 20 Uhr, Einlass 19.15 Uhr
Rathaus Festsaal
Eintritt: VVK 12 € (erm. 10 €) | AK 14 € (erm. 12 €)
Eine gegen Alle
Im Herbst 1989 führt Luzy Morgenroth auf der Insel Amrum das Leben einer Provinzpolizistin. Kaum jemand ahnt, dass sie vor langer Zeit eine Andere war. Als in einer Sturmnacht ein Einheimischer spurlos von der Fähre verschwindet, muss sie sich einem Killerkommando stellen, das auf die Insel kam, und verwandelt sich wieder in die Luzy von früher: eine Waffe.
Andreas Pflüger wurde 1957 in Thüringen geboren. Er wuchs im Saarland auf und lebt seit vielen Jahren in Berlin. Pflüger setzt sich literarisch auf eine hoch spannende Weise mit der Geheimdienstwelt auseinander und schöpft dabei aus einem verblüffenden Insiderwissen. Sein umfangreiches Werk umfasst Dokumentarfilme, Arbeiten für das Theater, Hörspiele, Drehbücher sowie Romane.

Moderation: Steffen Kopetzky, geboren 1971, ist Autor von Romanen, Erzählungen, Hörspielen und Theaterstücken. Er war 2007 Mitgründer des Neuen Pfaffenhofener Kunstvereins, den er bis 2023 als erster Vorsitzender führte, sowie bis 2020 zwölf Jahre lang ehrenamtlicher Kulturreferent der Stadt Pfaffenhofen. Er lebt mit seiner Familie in seiner Heimatstadt Pfaffenhofen an der Ilm.
Paula Halina Van Well: Zwischenfall

Freitag, 21. November | 20 Uhr, Einlass 19.15 Uhr
Rathaus Festsaal
Eintritt frei
Die diesjährige Lutz-Stipendiatin Paula Halina van Well liest neben Auszügen aus dem eigenen literarischen Schaffen ihren Text über Pfaffenhofen im Sinne von Joseph Maria Lutz und seines 1930 erschienenen Romans „Der Zwischenfall“. Während des dreimonatigen Aufenthalts von September bis November in Pfaffenhofen entstanden, beinhaltet er van Wells ganz eigene Version eines Zwischenfalls.
Paula Halina van Well schreibt Prosa und Dramatik. Während des Bachelorstudiums an der Freien Universität Berlin hat Paula Produktionen an Theaterhäusern und in der freien Szene begleitet und befindet sich aktuell im Masterstudium am Institut für Sprachkunst der Universität für angewandte Kunst Wien. Van Well veröffentlichte bereits in Anthologien und Literaturmagazinen und arbeitet aktuell an ihrem ersten eigenen Roman.
Moderation: Steffen Kopetzky, geboren 1971, ist Autor von Romanen, Erzählungen, Hörspielen und Theaterstücken. Er war 2007 Mitgründer des Neuen Pfaffenhofener Kunstvereins, den er bis 2023 als erster Vorsitzender führte, sowie bis 2020 zwölf Jahre lang ehrenamtlicher Kulturreferent der Stadt Pfaffenhofen. Er lebt mit seiner Familie in seiner Heimatstadt Pfaffenhofen an der Ilm.
Julia Engelmann: Himmel ohne Ende
Samstag, 22. November | 20 Uhr, Einlass 19.15 Uhr
Rathaus Festsaal
Eintritt: VVK 12 € (erm. 10 €) | AK 14 € (erm. 12 €)
Charlie ist fünfzehn Jahre alt und vermisst ihren Vater, besonders seit ihre Mutter wieder einen Mann hat. Und als ob das nicht genug wäre, hat ihre beste Freundin gerade den Jungen geküsst, in den Charlie verknallt ist. Seitdem hat es den Anschein, als befinde sich zwischen ihr und der Welt eine Glasscheibe. Und dann kommt Pommes, der eigentlich Kornelius heißt und der aus der Glasscheibe ein Autofenster macht, das man herunterkurbeln und durch das Charlie ihre Hand endlich wieder in den Himmel strecken kann.
Julia Engelmann, geboren 1992 in Elmshorn, ist Sängerin, Schauspielerin und Bestsellerautorin mehrerer Lyrikbände. Bekannt wurde sie durch ihren Poetry-Slam-Text ›Eines Tages, Baby‹, der 2014 viral ging und bisher 14 Millionen Views hat. Julia Engelmann lebt in Berlin.

Moderation: Bernhard Heckler, geboren 1991 in München, hat in Regensburg, Istanbul, Wien und München Politikwissenschaft, Politische Theorie und Journalismus studiert. Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule. Seit 2024 Redakteur im Ressort Kultur&Medien der Süddeutschen Zeitung. Sein erster Roman „Das Liebesleben der Pinguine“ ist 2021 bei Tropen erschienen.
Henning Sußebach: Anna, oder: Was von einem Leben bleibt
Sonntag, 23. November | 20 Uhr, Einlass 19.15 Uhr
Rathaus Festsaal
Eintritt: VVK 12 € (erm. 10 €) | AK 14 € (erm. 12 €)
1887, tief im Sauerland. Anna Kalthoff kommt den Weg hinauf ins Dorf Cobbenrode, wo die junge Frau die neue Lehrerin werden soll. Doch sie wird es nicht bleiben. Denn Anna widersetzt sich bald den Erwartungen des Ortes und den Regeln ihrer Zeit. Sie entscheidet selbst, was sie zu tun und zu lassen hat, wie sie leben und wen sie lieben will. Zwei Jahrhunderte später rekonstruiert Annas Urenkel ihr inspirierendes Leben und rettet so die Geschichte einer selbstbewussten Frau vor dem Vergessen.
Henning Sußebach, Jahrgang 1972, ist Redakteur der Wochenzeitung „Die Zeit“. Für seine Reportagen wurde er mit einigen der wichtigsten deutschen Journalistenpreise ausgezeichnet, darunter: der Deutsche Reporterpreis, der Theodor-Wolff-Preis, der Henri-Nannen-Preis und der Egon Erwin Kisch-Preis.

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