Aspekte der Vergänglichkeit
31. August 2026
© D. Breitschwerdt
Vom 6. September bis 4. Oktober zeigt der Künstler Dieter Breitschwerdt in der Städtischen Galerie im Haus der Begegnung die Ausstellung „Aspekte der Vergänglichkeit“. Zu sehen sind Assemblagen aus Fundstücken der Alltagswelt sowie Papierarbeiten. Die Vernissage findet am Samstag, 5. September, um 19.30 Uhr in der Städtischen Galerie statt.
Breitschwerdt wird gerne als Spurensucher, Fundstücksammler und „Archäologe der Gegenwart“ beschrieben. Für seine Assemblagen verwendet er alltägliche Gegenstände und Materialien, die er sammelt, bearbeitet und nach strengen Ordnungsprinzipien zu Materialbildern und Installationen arrangiert. Dabei konzentriert er sich jeweils auf einen Gegenstandstyp – etwa orthopädische Fußabdrücke, Skistockgriffe, Ledergürtel oder angespitzte Buchenäste.
Durch Erweiterungen, Akkumulationen und gezielte Eingriffe erhalten die Fundstücke eine neue ästhetische Bedeutung. Wiederkehrende Strukturen und serielle Anordnungen prägen viele seiner Arbeiten. Versatzstücke des Alltags verschmelzen dabei zu einer neuen, unmittelbar erfahrbaren Wirklichkeit.
Ergänzt werden die Skulpturen und Assemblagen durch Papierarbeiten, darunter Aschebilder, Fingerzeichnungen und Handdruckarbeiten. Auch hier spielen Struktur und Rhythmus eine zentrale Rolle. Es entstehen monochrome, zugleich warme und lebendige Werke.
Breitschwerdts Arbeiten befinden sich unter anderem in den Münchner Sammlungen der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, der Pinakothek der Moderne und der Staatlichen Graphischen Sammlung. Seine Werke wurden zudem in weit über 100 Einzel- und Gruppenausstellungen in ganz Europa präsentiert.
Dieter Breitschwerdt, 1945 in Geislingen geboren, wuchs zunächst in Seebach auf und zog später mit seiner Familie nach Villingen. Nach einer Ausbildung zum Schriftsetzer und seiner Tätigkeit als Typograf besuchte er eine Malschule in der Schweiz. 1970 begann er sein Kunststudium an der Akademie der Bildenden Künste München bei Professor Karl Fred Dahmen. Als Meisterschüler wurde er mit einem Akademiepreis ausgezeichnet. Bekannt wurde Breitschwerdt insbesondere durch seine seriellen Objekte und Assemblagen. Er lebt und arbeitet seit vielen Jahren in München.
Die Ausstellung ist bis 4. Oktober zu sehen. Der Eintritt ist frei. Der Künstler ist am Samstag 3. Oktober und Sonntag, 4. Oktober jeweils von 11 bis 17 Uhr vor Ort. Die Öffnungszeiten der Städtischen Galerie sind montags bis donnerstags von 13.30 bis 17 Uhr, dienstags und freitags von 9 bis 12 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen von 11 bis 17 Uhr.
Weitere Informationen gibt es unter pfaffenhofen.de/staedtische-galerie
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