Ausstellung „Heiliges Puppen-Theater“
22. Oktober 2026
© Lukas Sammetinger
Bei den Restaurierungsarbeiten an der Krippe in der Spitalkirche ist ein wichtiger Meilenstein erreicht. Aus diesem Anlass zeigt die Stadt Pfaffenhofen und die Hl. Geist- und Gritsch’sche Fundationsstiftung die restaurierten Figuren und beleuchten deren historischen Hintergrund in einer Ausstellung.
Vom 31. Oktober bis 15. November 2026 lädt die Ausstellung „Heiliges Puppen-Theater“ im Anbau der Spitalkirche dazu ein, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und dieses besondere Stück Pfaffenhofener Kulturgeschichte neu kennenzulernen. Sie zeigt, mit welcher Kreativität die Heilige Familie und ihre Begleitfiguren immer wieder neu in Szene gesetzt wurden. Darüber hinaus zeichnet sie die Geschichte der Sammlung nach und präsentiert eine der zwölf Krippenszenen.
Die Vernissage findet am Freitag, 30. Oktober, um 19.30 Uhr im Hofbergsaal statt. Eröffnet wird die Ausstellung von drittem Bürgermeister Roland Dörfler. Ursula Beyer, Vorsitzende des Heimat- und Kulturkreises, übernimmt die Begrüßung. Frieder Leipold, der die Ausstellung kuratiert hat, führt in die Ausstellung ein.
Der Heimat- und Kulturkreis Pfaffenhofen kümmert sich seit rund zehn Jahren um die Pflege und den Erhalt der Krippe. Am letzten Ausstellungstag spricht Hans Rath vom Heimat- und Kulturkreis über ihre Geschichte und Restaurierung.
Begleitend zur Ausstellung erscheint ein neuer Band der Reihe „Stadtgeschichten“. Die Neuerscheinung ist ab dem 30. Oktober im Rathaus, in der Stadtverwaltung und im Kultur- und Tourismusbüro im Haus der Begegnung erhältlich.
Die Krippe der Spitalkirche ist ein besonderes Stück Pfaffenhofener Geschichte. Wie genau sie entstanden ist, lässt sich bis heute nur teilweise nachvollziehen. Fest steht jedoch, dass sie über Generationen von unterschiedlichsten Bürgerinnen und Bürger gepflegt, auf- und abgebaut, repariert und immer wieder erweitert wurde und dass die Figuren immer wieder neu in Szene gesetzt wurden. So ist die Krippe auch Ausdruck eines besonderen Gemeinschaftsgefühls – ein Stück Stadtgeschichte, das die Menschen gemeinsam geprägt haben. Somit erzählt sie mit ihren 143 Menschen- und Engelsfiguren, den Tieren und zahlreichen Ausstattungsstücken weit mehr als die Weihnachtsgeschichte: Sie ist ein lebendiges Stück Kulturerbe unserer Stadt. Selbst der ehemalige Teppichboden aus dem Büro des Bürgermeisters fand irgendwann Verwendung in der Tempelkulisse.
Jedes Jahr wird die Krippe in der Spitalkirche zwölfmal umgebaut und zeigt dabei verschiedene biblische Szenen. Für den Auf- und Umbau sind die Schreiner der Stadtwerke verantwortlich.
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