Bauturbo: Verträgliche Nachverdichtung hat Priorität
27. März 2026
Der Stadtrat hat in seiner Februarsitzung die Anwendung des Bauturbos beschlossen. Ziel ist es, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen und die städtebauliche Entwicklung aktiv zu gestalten. Dennoch wird es auch bei der Nutzung des Bauturbos Fälle geben, in denen Bauanträge abgelehnt werden. Das gilt insbesondere dann, wenn eine verträgliche Nachverdichtung nicht gewährleistet ist. Ein aktuelles Beispiel hierfür ist die Ziegelstraße: Dort plante ein Bauträger den Bau eines viergeschossigen Mehrfamilienhauses. Trotz einer grundsätzlich positiven Haltung zur Nachverdichtung hat der Bauausschuss diesen Antrag in seiner jüngsten Sitzung abgelehnt.
Der Antragsteller plante die Errichtung eines viergeschossigen Mehrfamilienhauses mit Tiefgarage auf zwei Grundstücken mit einer Gesamtfläche von rund 1.530 Quadratmetern. Vorgesehen war ein Gebäudekomplex aus zwei Baukörpern mit Zwischenbau und einer Grundfläche von insgesamt rund 591 Quadratmetern.
Insbesondere die geplante viergeschossige Höhenentwicklung entspricht nicht der umgebenden Bebauung und wird für die Lage in einer Nebenstraße als nicht angemessen bewertet.
Zudem ist die Ziegelstraße in dem betroffenen Abschnitt vergleichsweise schmal, bereits heute stark durch parkende Fahrzeuge belastet und weist eine hohe Verkehrsbeanspruchung auf. Eine weitere Verdichtung in der vorgesehenen Form würde die bestehende Situation zusätzlich verschärfen.
Die Stadtverwaltung betont, dass sie Maßnahmen zur Schaffung von Wohnraum, auch im Sinne beschleunigter Verfahren („Bauturbo“), grundsätzlich unterstützt. Voraussetzung bleibt jedoch, dass sich neue Bauvorhaben städtebaulich verträglich in das bestehende Umfeld einfügen und die örtlichen Gegebenheiten berücksichtigen.
Für zukünftige Bauvorhaben bittet die Stadtverwaltung Bauherrn, sich frühzeitig vor Bauantrageinreichung, mit dem Bauamt abzustimmen.
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