Pfaffenhofen

Caritas-Zentrum Pfaffenhofen

Caritas-Zentrum Pfaffenhofen

Die Jugend- und Elternberatungsstelle hat regen Zulauf - Familien leiden unter Corona

Anders als beim ersten Lock-Down bei der eine gewisse Zu-rückhaltung bei der Inan-spruchnahme der Hilfe der Er-ziehungsberatungsstelle zu verzeichnen war wird jetzt die Hilfe vermehrt in An-spruch genommen. Die Fach-kräfte der Beratungsstelle erleben täglich mit welchen vielfältigen Belastungen Fa-milien in der Pandemie kon-frontiert sind.

Auch wenn eine Notbetreuung für Kinder in Schulen in Kin-dergärten und Krippen angebo-ten wird und seit dem 22.02.2021 die Grundschüler im Wechselunterricht betreut werden sind viele Eltern den-noch am Rand ihrer Belas-tungsgrenze, gilt es doch den Haushalt zu erledigen, die Kinder zu bespaßen und den Anforderungen im Home-Office gerecht zu werden. Viele Kin-der und Jugendlichen sind mit dem Homeschooling überfordert – vor allem die die schon in normalen Zeiten sich schlecht auf das Lernen konzentrieren konnten, sind häufig mit dem selbstständigen Arbeiten überfordert und brauchen Un-terstützung durch die Eltern.

Doch nicht nur das: Konflikt-hafte Beziehungsmuster zwi-schen Eltern und Kindern aber auch zwischen den Ehepartnern verstärken sich häufig durch die verordnete räumliche Nä-he. Es fehlt die Möglichkeit sich bei Streit aus dem Wege zu gehen und Ehen und Part-nerschaften stehen damit auf dem Prüfstand.

Den jungen Menschen fehlt vor allem der Austausch mit den Gleichaltrigen, der sogenann-ten „Peer-Group“, der ent-wicklungspsychologisch für die Ablösung vom Elternhaus notwendig ist. Zwar sind Ju-gendliche in der Regel durch die neuen Medien miteinander gut vernetzt, jedoch geht ihnen zunehmend der verbin-dende gemeinsame Erlebnishin-tergrund verloren. Schule und Freizeitaktivitäten wie Sport, Kino, Disco sind weg-gefallen und der Kontakt ist nur zu einem weiteren jungen Menschen möglich. Auch der noch so intensive Austausch über Plattformen wie Insta-gram, WhatsApp und Co. kann – so ist der Diplom-Psychologe Markus Kotulla überzeugt - nicht den persönlichen Kon-takt ersetzen. Besonders Ju-gendliche, die nicht einen festen Freundeskreis haben, drohen zu vereinsamen und zeigen teilweise Symptome ei-ner depressiven Reaktion.

Aber nicht nur das. Die An-meldegründe der Beratungs-stelle lassen vermehrt durch die reale Infektionsgefahr und die notwendigen hygieni-schen Maßnahmen hervorgerufe-ne Angststörungen erkennen. Nicht selten zeigen sich Symptome einer Zwangsstörung, bei der die Infektionsgefahr durch übertriebenes Händewa-schen und Desinfizieren zu einer erheblichen Einbuße an Lebensqualität beim jungen Menschen aber auch der ganzen Familie führt.

Die Jugend- und Elternbera-tungsstelle bietet für alle Betroffenen Ihre Hilfe im face-to-face-Kontakt oder te-lefonisch an. Eltern und Ju-gendliche können sich unter 08441 80 83 700 an die Erzie-hungsberatungsstelle wenden.

Please click here to open the full post at PAFundDU.