Die wichtigsten Stadtthemen zum Jahreswechsel
02. Januar 2026
© Stadtverwaltung Pfaffenhofen
Wie in jedem Jahr wirft die PAFundDU-Redaktion in der Januar/Februar-Ausgabe des Bürgermagazins einen Blick zurück und richtet zugleich den Fokus auf die kommenden Monate. 2025 stand Pfaffenhofen im Zeichen wichtiger Zukunftsinvestitionen: Der Ausbau von bezahlbarem Wohnraum, neue Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation, mehrere Tiefbauprojekte sowie Fortschritte im Klimaschutzkonzept 2.0 prägten das Jahr. Auch kulturell war wieder einiges geboten: Das 75. Volksfest sowie der Kultursommer mit rund 40 Veranstaltungen sorgten für Unterhaltung, Begegnung und Inspiration.
Finanzen – leicht entspannter Haushalt
Die aktuelle Haushaltslage der Stadt hat sich leicht entspannt. Ausschlaggebend dafür sind die etwas besser als erwartet verlaufende Entwicklung der Gewerbesteuer sowie eine Schlüsselzuweisung in Höhe von 6,6 Millionen Euro. Weiterhin führten Mindereinnahmen und zeitliche Verschiebungen bei mehreren Baugebieten sowie im Gewerbegebiet Sandkrippenfeld dazu, dass lediglich eine Rücklagenzuführung von rund 0,3 Millionen Euro möglich ist.
Bezahlbaren Wohnraum schaffen
Pfaffenhofen steht – wie viele Städte in Bayern und ganz Deutschland – vor einer großen
Herausforderung: Der Wohnraum ist knapp, die Nachfrage steigt. Um dieser Entwicklung wirksam zu begegnen, setzt die Stadt seit Jahren gezielt auf den Ausbau des sozialen Wohnungsbaus und die Förderung bezahlbaren Eigentums sowie Mietwohnungen. In den vergangenen sechs Jahren konnten 314 Wohnungen und Baugrundstücke zum Beispiel über das Einheimischenmodell oder über die Wohnraumbeschaffungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft (WBG) vergeben werden; weitere 140 befinden sich in Planung.
Im Einheimischenmodell wurden zuletzt Baugrundstücke in den Gebieten Pfaffelleiten, Heißmanning Ost und im Baugebiet Habereckfeld in Tegernbach vergeben – dort sind sogar noch freie Parzellen verfügbar. Auch in den Burgfriedenhöfen wurde rund die Hälfte der neu entstandenen Wohnflächen für Einheimische reserviert; 2024 konnten bereits 15 Wohnungen über dieses Modell verkauft werden. 2025 kamen 19 weitere Mietwohnungen hinzu, die zu deutlich reduzierten Mietpreisen vergeben wurden.
Im Beamtenviertel entsteht aktuell ein größeres Wohnprojekt der Oberbayerischen Heimstätte mit insgesamt 86 Wohneinheiten, 18 davon sollen im Rahmen des Einheimischenmodells mietreduziert vergeben werden. Die Ausschreibung startet voraussichtlich im Frühjahr 2026. Über die WBG wurden 2025 zudem in der Ziegelstraße 15 Wohnungen bezogen, weitere 13 kamen in der Sanddornstraße hinzu. In Tegernbach, in den „Heimgärten“ an der Ziegelstraße sowie im Bereich Kohnlestraße/Schrenkstraße sind weitere Baugebiete vorgesehen.
Verkehrssituation verbessern
Angesichts von rund 220 Kilometern Straßen und einem stetig steigenden Verkehrsaufkommen besteht kontinuierlicher Sanierungsbedarf. In den vergangenen zwei Jahren hat sich der Tiefbau auf die Sanierung großer Teile des Straßennetzes in Niederscheyern konzentriert. Für das Jahr 2026 stehen Maßnahmen in Göbelsbach und Uttenhofen auf der Agenda.
Zur Entlastung stark frequentierter Bereiche sind zudem konkrete Verbesserungen geplant: Eine neue Rechtsabbiegespur an der Bahnhofskreuzung der Schrobenhausener Straße soll den Verkehrsfluss optimieren, während ein geplanter Kreisverkehr in der Hohenwarter Straße die Auffahrt auf die Umgehungsstraße erleichtern soll.
Klimaziel – bis 2025 CO2-neutral
Die Stadt hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2035 klimaneutral zu sein, das heißt keinen CO2-Ausstoß für Strom, Wärme und Verkehr. In 2025 legte die Stadtverwaltung besonderen Fokus auf die Bereiche Verkehr und Wärme. Mit dem Nahmobilitätskonzept setzt die Stadt konkrete Maßnahmen zur Förderung klimafreundlicher Verkehrsformen um. Die steigende Nutzung des Stadtbusses sowie verschiedener Sharing-Angebote zeigt zusätzlich, dass ein Bewusstseinswandel im Gange ist.
Eine besondere Herausforderung bleibt der Bereich Wärme: Obwohl das Ziel klar lautet, ausschließlich lokal verfügbare Energien einzusetzen, werden derzeit noch rund zwei Drittel der Haushalte mit Öl oder Gas beheizt. Um den Umstieg zu erleichtern, hat die Stadt die Wärmezentrale als zentrale Beratungsstelle eingerichtet. Sie bietet umfassende Informationen zur Wärmewende, zu Förderprogrammen und zu alternativen Heiztechnologien.
Rundum vorbereitet für den Ernstfall
Im Bereich Katastrophenschutz bleibt die Stadt aktiv: Nach dem Hochwasserereignis 2024 wurden die Pumpen- und Notstromkapazitäten deutlich ausgebaut, die Sandsackvorräte inklusive Transportzubehör erweitert und zusätzliche Lagerflächen geschaffen. Außerdem wurde die Einsatzplanung überarbeitet und beschädigte Ausrüstungsgegenstände der Feuerwehren ersetzt. Für das kommende Jahr sind weitere Maßnahmen vorgesehen: Unter anderem plant die Stadt ein zusätzliche Sandsackfüllmaschine anzuschaffen, den Feldbettenbestand für mögliche Notunterkünfte zu erweitern sowie das Sirenenwarnnetz weiter auszubauen.
Auch bei den vier städtischen Feuerwehren in Pfaffenhofen, Uttenhofen, Tegernbach und Ehrenberg stehen Investitionen in den nächsten Jahren an. In Uttenhofen wird das Feuerwehrhaus umgebaut, während in Tegernbach die Feuerwehrausstattung überplant wird. Für die Pfaffenhofener Feuerwehr steht die Stadtverwaltung kurz vor der finalen Entscheidung über einen neuen Standort. Die neue Feuerwache wird in den kommenden Jahren mit einem Investitionsvolumen von rund 30 Millionen Euro das größte Bauprojekt der Stadt darstellen.
Gut versorgt: Kinderbetreuung in Pfaffenhofen
In Pfaffenhofen wächst das Betreuungsangebot für Kinder weiter: Der Neubau der Kindertagesstätte St. Elisabeth liegt im Zeit- und Finanzplan; der Einzug ist für April 2026 vorgesehen. Der rund 10 Millionen Euro teure, nach DGNB-Standards zertifizierte Neubau wird drei Krippengruppen mit jeweils 13 Kindern sowie fünf Kindergartengruppen mit jeweils 26 Kindern aufnehmen und damit künftig die größte Kindertagesstätte in Pfaffenhofen sein und wird ab dem Einzug Kita Am Voixfest heißen. (je nach Stadtratsbeschluss)
Derzeit werden 1.478 Kinder in den städtischen Einrichtungen betreut. Dank der kontinuierlichen Investitionen in neue Kindergärten, die Erweiterung bestehender Einrichtungen konnte die Stadt bisher den Bedarf gut decken. Ab 2026 besteht ein Rechtsanspruch für die Betreuung schulpflichtiger Grundschulkinder. Die Stadt konnte durch den Bau des Hauses für Kinder Maria Rast der Betreuungspflicht bereits 2023 nachkommen. Der Bedarf für Hortplätze ist da, momentan kann die Stadt diesen aber gut bedienen.
Stadtwerke: Stadtbus, Bäder und Fernwärme
In den letzten 10 Jahren sind zahlreiche neue Aufgabenfelder beim Stadtwerk hinzugekommen. Dazu zählen unter anderem Strom- und Gasversorgung, der Stadtbus, die städtischen Sharing-Angebote sowie der Betrieb der städtischen Bäder. Als besonders positiv sind die steigenden Fahrgastzahlen des Stadtbusses sowie die wachsende Nutzung der Sharing-Angebote zu verzeichnen. Für März 2026 steht in Sulzbach zudem eine Entscheidung an: Dort wird momentan geprüft, ob ein Fernwärmenetz gebaut werden kann. Voraussetzung dafür ist, dass sich mindestens 60 Prozent der Haushalte anschließen.
Sanfter Anstieg: So entwickelt sich Pfaffenhofens Bevölkerung
In Pfaffenhofen leben derzeit 28.135 Menschen (Stichtag 31. Oktober). Das sind knapp 150 mehr als zu Beginn des Jahres. Insgesamt rechnet die Stadtverwaltung bis zum Ende des Jahrs mit einem Wachstum von ca. 0,7%, womit das Ziel unter 1% zu bleiben erneut erreicht wurde.
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