Drei weitere Schulen beim Weltklimaspiel dabei
12. August 2026
© Stadtverwaltung, Raimund Gürtner
Nach dem erfolgreichen Auftakt im Frühjahr an der Georg-Hipp-Realschule mit knapp 200 Schülerinnen und Schülern wurde das Weltklimaspiel von weiteren Schulen angefragt und durchgeführt.
In den vergangenen Juliwochen fanden drei Spielrunden statt, mit einer 10. Klasse der Mittelschule Pfaffenhofen, freiwilligen Schülerinnen und Schülern der 10. Klassen an der FOS Scheyern sowie Jugendlichen der Jahrgangsstufen 10 und 11 des Schyren-Gymnasiums Pfaffenhofen. Insgesamt nahmen rund 100 Schülerinnen und Schüler teil. Damit wurde das Bildungsangebot inzwischen an allen weiterführenden Schulen in Pfaffenhofen beziehungsweise mit Pfaffenhofener Schülerinnen und Schülern umgesetzt.
Planspiel macht globale Zusammenhänge erlebbar
Das wissenschaftlich entwickelte Planspiel macht globale Zusammenhänge erlebbar. Über drei Tage hinweg schlüpften die Jugendlichen in die Rollen von Regierungen, Unternehmen, Wissenschaft, Medien und Zivilgesellschaft. Auf einem gut zwei Quadratmeter großen Spielbrett mit über 1.000 Spielfiguren und einer digitalen App-Anbindung gestalteten sie die Entwicklung der Welt über mehrere Jahrzehnte. Jede Entscheidung beeinflusste Wirtschaft, Gesellschaft, Klima und Lebensqualität und veränderte den weiteren Spielverlauf.
Gemeinsame Entscheidungen prägen die Zukunft
Im Verlauf des Spiels wurde deutlich, wie eng Klimawandel, Frieden, Wirtschaft, Ressourcen und soziale Gerechtigkeit miteinander verknüpft sind. Die Teilnehmenden mussten auf militärische Konflikte, Fluchtbewegungen, zunehmenden Wassermangel und Extremwetterereignisse reagieren, gleichzeitig eine wachsende Weltbevölkerung versorgen und internationale Zusammenarbeit organisieren. Entscheidungen, die zunächst sinnvoll erschienen, hatten häufig unerwartete Folgen an anderer Stelle. So erfuhren die Jugendlichen unmittelbar, wie komplex globale Herausforderungen sind und dass nachhaltige Lösungen oft nur durch Zusammenarbeit und Kompromisse gelingen können.
Lernen durch eigenes Erleben
Die Rückmeldungen der Teilnehmenden fielen durchweg positiv aus. Besonders gelobt wurden die Realitätsnähe, die Vielschichtigkeit des Spiels und die Möglichkeit, globale Zusammenhänge selbst zu erleben, anstatt sie nur theoretisch zu behandeln. Aus dem Planspiel wurde so eine konkrete Zukunftserfahrung, die neben der Komplexität der Herausforderungen auch eines deutlich machte: Gemeinsames Handeln kann Entwicklungen zum Positiven verändern. „Zu erleben, mit welchem Engagement die Schülerinnen und Schüler diese komplexen Herausforderungen annehmen, gemeinsam Lösungen entwickeln und auch schwierige Entscheidungen treffen, macht Mut“, freut sich Raimund Gürtner, Mitarbeiter des Sachgebiets Klimaschutz und Nachhaltigkeit der Stadtverwaltung. „Genau dieses Verständnis für Zusammenhänge und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit brauchen wir, um die Zukunft nachhaltig gestalten zu können.“
Mit dem Weltklimaspiel setzt die Stadtverwaltung ihre Bildungsarbeit im Bereich Klimaschutz und Nachhaltigkeit konsequent fort. Ziel ist es, junge Menschen für die globalen Herausforderungen zu sensibilisieren und ihnen zu vermitteln, dass verantwortungsvolles Handeln, internationale Zusammenarbeit und langfristiges Denken entscheidend für eine lebenswerte Zukunft sind.
Weitere Informationen zum Weltklimaspiel gibt es unter pfaffenhofen.de/weltklimaspiel
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