Drittes Rathauskonzert: Ruysdael Quartett
19. Februar 2026
© Simon van Boxtel
Am Sonntag, 1. März können sich alle Klassik-Fans auf das dritte Rathauskonzert der Saison 2025/2026 freuen. Das Konzert beginnt um 19 Uhr im Festsaal des Rathauses, Einlass ist um 18.15 Uhr.
Das Ruysdael Quartett gehört seit über 25 Jahren zur Spitze der niederländischen Streichquartett-Szene. Gegründet 1996 am Königlichen Konservatorium in Den Haag, legte das Ensemble bereits früh den Grundstein für seine Karriere durch bedeutende Wettbewerbserfolge. Seither sind Joris van Rijn und Emi Ohi Resnick (Violine), Gijs Kramers (Viola) und Michael Müller (Cello) regelmäßig auf allen wichtigen Bühnen der Niederlande zu hören – beginnend bei Hörfunkformaten bis hin zu klassischen Konzertreihen.
Das Repertoire des Ruysdael Quartetts reicht von den klassischen Meistern wie Haydn, Mozart und Schubert bis hin zu neuesten zeitgenössischen Werken. Zahlreiche Komponistinnen und Komponisten haben eigens für das Quartett geschrieben, darunter Jörg Widmann, dessen neuntes Streichquartett vom Ensemble 2023 uraufgeführt wurde.
Nach seinem jüngsten Auftritt in der Elbphilharmonie ist das niederländische Streichquartett nun in Pfaffenhofen zu Gast. Das Programm spannt einen Bogen von Antonín Dvořáks klangschönen „Cypřiše (Zypressen)“ über Leoš Janáčeks zweites Streichquartett „Listy důvěrné (Intime Briefe)“ bis hin zu Franz Schuberts eindringlichem Quartettsatz c-Moll von 1820. Nach der Pause erklingt mit Jean Sibelius’ d-Moll-Quartett „Voces intimae“ op. 56 ein Höhepunkt der Quartettliteratur des frühen 20. Jahrhunderts. Ein Abend, der die Vielfalt und Ausdruckskraft des Streichquartetts in vier sehr unterschiedlichen Handschriften erlebbar macht.
Der Name „Ruysdael“ ist eine Hommage an die berühmte niederländische Malerfamilie van Ruysdael aus dem Goldenen Zeitalter, bekannt für ihre oft stimmungsvollen Landschaftsbilder. In diesem bildnerischen Erbe sehen die Musizierenden ein Sinnbild für ihre künstlerische Vision: fein ausbalancierte Klangfarben, atmosphärische Intensität und poetische Tiefe.
Den internationalen Durchbruch erzielte das Ruysdael Quartett Ende der 1990er-Jahre im Rahmen der Internationalen Sommerakademie PragWienBudapest, wo sie 1999 den Béla‑Bartók‑Preis, 2000 den Alban‑Berg‑Preis und 2001 den Thomastik‑Infeld-Preis erhielten, was in Studioaufnahmen für den Österreichischen Rundfunk gipfelte. Es folgten Konzertreisen nach Japan, Großbritannien (Brighton Festival), in die Schweiz (Zunftkonzerte Zürich), darüber hinaus in die Türkei und USA (zuletzt 2024 zum North West Chambermusic Festival, Oregon) sowie nach Australien. Besonderer Höhepunkt: 2016 durfte das Quartett das niederländische Königspaar bei dessen Staatsbesuch nach Frankreich begleiten.
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Es sind noch Einzelkarten erhältlich. Diese gibt es für 25 Euro (ermäßigt 16 Euro) im Kultur- und Tourismusbüro im Haus der Begegnung, Hauptplatz 47, 85276 Pfaffenhofen (Mo, Mi, Do: 13.30–17 Uhr, Di: 9–12 Uhr und 13.30–17 Uhr, Fr: 9–12 Uhr) a. d. Ilm und an der Abendkasse.
Weitere Informationen und das ausführliche Programm gibt es unter pfaffenhofen.de/rathauskonzerte.
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