ZUKUNFT BRAUCHT HERKUNFT
09. April 2026
© Foto Bettina Kiebler
ZUKUNFT BRAUCHT HERKUNFT Duo-Ausstellung mit Bettina Kiebler und Karolin Schumann
14.Juni -15. September 2026
Vernissage
Sonntag, 14. Juni, 16 Uhr
Künstlerinnengespräch
Samstag, 4. Juli, 11 Uhr
Die Künstlerinnen sind zu beiden Terminen anwesend.
In einer Gegenwart, die von künstlicher Intelligenz, technologischer Beschleunigung und gesellschaftlichen Transformationsprozessen geprägt ist, stellt sich die Frage, wie Zukunft entsteht und auf welchen Voraussetzungen sie beruht.
Die Duo-Ausstellung Zukunft braucht Herkunft nähert sich dieser Frage aus zwei unterschiedlichen, bewusst aufeinander bezogenen künstlerischen Perspektiven. Im Zentrum steht der Mensch – seine emotionalen Zustände, seine Wahrnehmung, seine Erinnerung und seine Projektionen.
Zwei Positionen im Dialog
Die Ausstellung vereint:
– eine digitale, KI-gestützte Porträtarbeit, die mit historischen Bildtraditionen, kulturellen Referenzen und gespeicherten Bildgedächtnissen arbeitet,
– und eine analoge, abstrakte Malerei, die über Materialität, Farbe, Rhythmus und körperliche Geste emotionale Zustände erfahrbar macht.
Die beiden Positionen sind nicht als Gegenüberstellung konzipiert, sondern als dialogische Beziehung.
Das Prinzip des Werks im Verbund
Zentrales kuratorisches Element ist das„Werk im Verbund“.Jede thematische Einheit besteht aus zwei Arbeiten, die gemeinsam entwickelt, präsentiert und vertrieben werden. Ausgangspunkt ist ein gemeinsamer Begriff – etwa Sehnsucht, Verlust, Aufbruch oder Hoffnung.
Das digitale Porträt formuliert diesen Begriff als Bild des Menschen, als Projektion, Erinnerungsfragment oder kulturelle Referenz.
Die abstrakte Malerei übersetzt denselben Begriff in Farbe, Struktur und Bewegung.
Die Arbeiten sind nur gemeinsam lesbar und werden ausschließlich als Einheit angeboten.
Gesellschaftlicher Kontext
Die Ausstellung versteht sich nicht als Gegenüberstellung von „analog“ und „digital“, sondern als Untersuchung ihrer wechselseitigen Bedingtheit. Zukunft erscheint hier nicht als Bruch, sondern als Weiterführung und Transformation vorhandener kultureller, ästhetischer und materieller Grundlagen.
Die digitale Arbeit verweist auf Herkunft im Sinne von Bildgeschichte, kollektiver Erinnerung und visueller Tradition.
Die analoge Malerei verweist auf Körperlichkeit, Material, Handwerk und unmittelbare menschliche Präsenz.
Im Zusammenspiel entsteht ein Resonanzraum, in dem deutlich wird, dass technologische Werkzeuge das Menschliche nicht ersetzen, sondern in einen erweiterten Kontext stellen.
Ziel der Ausstellung
Zukunft braucht Herkunft versteht sich als offenes Angebot zur Reflexion. Die Ausstellung verbindet digitale Konstruktion und analoge Präsenz, ohne sie zu bewerten oder hierarchisieren. Sie zeigt Kunst als einen Ort, an dem technologische Entwicklungen und kulturelle Kontinuitäten gemeinsam gedacht werden können.
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