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Feuerwehr Uttenhofen feiert Hebauf

Den Richtspruch sprach Zimmerer Hofbauer.

Mit dem traditionellen Hebauf feierte die Freiwillige Feuerwehr Uttenhofen am Freitag, 10. Juli gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Stadtrats, der Stadtverwaltung und den beteiligten Gewerken einen wichtigen Meilenstein bei der Generalsanierung ihrer Feuerwache. Der Stadtrat hatte die Baumaßnahme im Dezember 2025 beschlossen. Bürgermeister Thomas Herker begrüßte die Gäste, anschließend richtete der Erste Kommandant der Feuerwehr Uttenhofen, Christoph Kaindl, das Wort an die Anwesenden. „Jeder Cent, der hier verbaut ist, ist eine Investition in den Schutz der Bürgerinnen und Bürger“, so Kaindl. Er dankte Bürgermeister Herker, dem Stadtrat, den Architekten und Planern für ihre Offenheit gegenüber den Anregungen aus der Praxis sowie den Handwerkern für die Umsetzung des Projekts.

Für Begeisterung sorgte der traditionelle Süßigkeitenregen vom Dach des Neubaus, über den sich die Kinder der Kita „Am Apfebaam“ aus Affalterbach freuten.

Die Baumaßnahme bei der Feuerwehr Uttenhofen geht weit über eine reine Erweiterung hinaus. Das Bestandsgebäude aus den 1980er-Jahren wird umfassend kernsaniert und energetisch ertüchtigt. Dabei werden unter anderem die gesamte Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärtechnik sowie die elektrische und informationstechnische Infrastruktur vollständig erneuert. Neue Fenster mit Dreifachverglasung und eine Wärmedämmung verbessern die Energieeffizienz des Gebäudes nachhaltig. Ergänzt wird die Sanierung durch den Anbau einer neuen Fahrzeughalle der Kategorie 1, die den Anforderungen moderner Feuerwehrfahrzeuge entspricht.

Mit dem Umbau wird das Feuerwehrhaus zudem funktional an die heutigen Anforderungen angepasst. Die ehemaligen Räume des BC Uttenhofen im Untergeschoss werden künftig von der Feuerwehr genutzt und zu Büro-, Sanitär- und Duschräumen umgebaut. Eine neue innenliegende Treppe verbindet künftig alle drei Geschosse. Die bisherige Fahrzeughalle wird zur Umkleide umgestaltet und bietet ausreichend Platz für die Spinde der rund 60 aktiven Mitglieder. Dadurch kann die gesetzlich geforderte Trennung von Einsatz- und Alltagskleidung („Schwarz-Weiß-Trennung“) umgesetzt werden.

Außerdem wird der Schulungs- und Aufenthaltsraum erweitert, um den Anforderungen des Katastrophenschutzes besser gerecht zu werden. Im Katastrophenfall dient das Feuerwehrhaus als zentrale Anlaufstelle (Katastrophenschutzleuchtturm) für die Bevölkerung, an der Informationen und grundlegende Hilfs- und Versorgungsangebote bereitgestellt werden können.

Eine besondere Herausforderung während der gesamten Bauzeit besteht darin, die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr uneingeschränkt aufrechtzuerhalten. Die zwischenzeitlich gestiegenen Baukosten sind zudem auf zusätzliche bauliche Maßnahmen zurückzuführen, deren Notwendigkeit sich erst nach der Entkernung des Gebäudes gezeigt hat. So wurden unter anderem fehlende Dämmungen unter beheizten Estrichflächen festgestellt, größere als ursprünglich absehbare Eingriffe in die bestehende Bausubstanz erforderlich und ein erhöhter Aufwand beim Innenputz notwendig. Diese Arbeiten waren für eine fachgerechte und dauerhaft nachhaltige Sanierung unvermeidbar. Die Bauarbeiten begannen im April, die Fertigstellung ist bis Ende des Jahres geplant.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,6 Millionen Euro. Gleichzeitig profitiert die Stadt von der neuen Feuerwehr-Zuwendungsrichtlinie: Statt der ursprünglich erwarteten Förderung von 60.000 Euro, wurden der Stadt Zuschüsse in Höhe von etwa 235.000 Euro anstelle zugesagt.

Die Freiwillige Feuerwehr Uttenhofen, Affalterbach, Gundamsried und Walkersbach e. V. ist eine von vier Feuerwehren im Stadtgebiet Pfaffenhofen. Ihr Einsatzgebiet umfasst das nordöstliche Stadtgebiet mit den namensgebenden Ortsteilen sowie Abschnitte der Bundesstraße 13 und der Bahnstrecke München–Ingolstadt.

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