Fuchsgruppe auf Bunkergelände angekommen
16. Oktober 2026
Seit September 2026 verbringen neun Kinder der Kita St. Andreas ihren Kita-Alltag in der Naturgruppe auf dem Bunkergelände. Statt in klassischen Gruppenräumen halten sie sich den ganzen Tag im Freien auf und erkunden Wiesen, Bäume und Pflanzen. Bei schlechtem Wetter bietet ein Bauwagen Schutz. Die „Fuchsgruppe“ kann insgesamt bis zu 20 Kinder aufnehmen. Das Besondere an diesem Konzept: Die Kinder erleben die Natur hautnah, können ihre Umgebung mit allen Sinnen entdecken und jeden Tag neue Erfahrungen sammeln.
Ob ein Käfer am Wegesrand, ein Vogel im Gebüsch oder die bunten Blätter im Herbst: Die Natur bietet immer wieder Anlass zum Staunen und Forschen. „Die Kinder sind unglaublich neugierig. Jeden Tag gibt es etwas, das sie beschäftigt und worüber sie sprechen möchten“, erzählt Mihaela Slavova, Einrichtungsleitung Kita St. Andreas. „Oft sind es die kleinen Dinge, die für die Kinder zu etwas ganz Besonderem werden.“ Dabei lernen die Kinder nicht nur Pflanzen und Tiere kennen, sondern entwickeln auch Selbstständigkeit, Rücksichtnahme und Verantwortungsbewusstsein. Die Natur gibt dabei den Rhythmus des Tages ein Stück weit mit vor. Die Kinder erleben die unterschiedlichen Jahreszeiten unmittelbar und können beobachten, wie sich ihre Umgebung verändert. Was heute noch grün ist, wird morgen bunt; aus einer kleinen Knospe wird eine Blüte und aus einer Blüte vielleicht später eine Frucht. So wird Natur nicht nur erklärt, sondern unmittelbar erlebt und verstanden.
Neuer Nachbar: Der Verein „Interkulturelles Gartenparadies“
Die Naturgruppe hat auf dem Bunkergelände zudem einen neuen Nachbarn: den Verein „Interkulturelles Gartenparadies“. Die räumliche Nähe bietet Möglichkeiten für gemeinsame Aktivitäten und Begegnungen. Geplant sind unter anderem kleine Gartenprojekte, bei denen die Kinder selbst säen, gießen und das Wachstum der Pflanzen beobachten können. Auch beim späteren Ernten gibt es viel zu entdecken. So erfahren sie ganz praktisch, woher Lebensmittel kommen und wie viel Pflege und Geduld es braucht, bis Gemüse und Kräuter wachsen.
Darüber hinaus bietet das Gartenparadies Gelegenheit, Menschen unterschiedlicher Generationen und kultureller Hintergründe kennenzulernen. Beim gemeinsamen Gärtnern können Erfahrungen und Wissen rund um Pflanzen, Anbau und Ernährung ausgetauscht werden. Vielleicht erfahren die Kinder dabei auch, welche Kräuter und Gemüsesorten in anderen Ländern besonders beliebt sind oder welche Traditionen sich mit ihnen verbinden.
„Wir freuen uns sehr über die Naturgruppe und sehen darin viele schöne Möglichkeiten für die Zukunft. Die Zusammenarbeit mit den Kindern in und mit der Natur ist uns ein besonderes Anliegen, denn sie sind die zukünftigen Hüter unserer Natur“, heißt es aus dem Umfeld des Vereins. Die Zusammenarbeit soll sich Schritt für Schritt entwickeln. Denkbar sind neben gemeinsamen Pflanzaktionen auch Erntetage, Natur-beobachtungen und Projekte passend zu den Jahreszeiten.
Mit der Naturgruppe der Kita St. Andreas und dem „Interkulturellen Gartenparadies“ kommen auf dem Bunkergelände zwei Einrichtungen zusammen, die Natur, Lernen und Gemeinschaft auf unterschiedliche Weise verbinden. Aus der guten Nachbarschaft können so gemeinsame Projekte entstehen, die den Kindern neue Erfahrungen ermöglichen und das Miteinander auf dem Gelände bereichern.
Informationen zu den städtischen Kindertagesstätten gibt es unter pfaffenhofen.de/kindertagesstaetten
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