Gesichter des Ehrenamts
11. September 2026
© Stadtverwaltung Pfaffenhofen
Sport begleitet Ludwig Friedl schon sein ganzes Leben. Viele Jahre lief er täglich rund zehn Kilometer und nahm nahezu jedes Wochenende an Wettkämpfen teil. Insgesamt absolvierte er 37-mal selbst das Deutsche Sportabzeichen. Vor drei Jahren musste er das aktive Laufen aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Seiner Begeisterung für den Sport und seinem ehrenamtlichen Engagement hat das jedoch keinen Abbruch getan. Bis heute gibt er seine Erfahrung und seine Leidenschaft an andere weiter. Für ihn ist Bewegung weit mehr als nur Sport: „Wenn's mal Probleme gab, dann sind die beim Laufen einfach weggepustet worden.“
Wo und seit wann engagieren Sie sich ehrenamtlich?
Mein ehrenamtliches Engagement begann eigentlich schon mit neun Jahren als Ministrant. Dort war ich acht Jahre lang aktiv. Zum MTV kam ich 1972, weil ich selbst leidenschaftlich Sport gemacht habe. 1984 habe ich dann meinen Übungsleiterschein erworben und drei Jahre lang Kinder im Bereich Leichtathletik betreut. Zwei Jahre später gründete ich einen Lauftreff, weil ich meine Begeisterung fürs Laufen an andere weitergeben wollte. Über 20 Jahre lang habe ich den Lauftreff einmal pro Woche geleitet, Wettkämpfe organisiert und die Fahrten dorthin geplant. Außerdem nehme ich seit mehr als 40 Jahren das Deutsche Sportabzeichen ab.
Was hat Sie motiviert, ein Ehrenamt zu übernehmen?
Die Begeisterung für den Sport war schon immer da. Ich bin mein Leben lang gelaufen. Das war ein wichtiger Teil meines Lebens. Wenn man selbst von etwas überzeugt ist, kann man diese Begeisterung auch glaubhaft weitergeben. Genau das war mein Antrieb.
Was bedeutet das Ehrenamt für Sie?
Mir ist wichtig, den Menschen etwas Sinnvolles mitzugeben. Das Schönste ist, wenn sie Freude an Bewegung und Sport entwickeln und dadurch ein besseres Lebensgefühl bekommen. Gleichzeitig macht es mich selbst glücklich, wenn ich sehe, dass ich anderen eine Freude bereiten kann. Besonders schön finde ich, dass beim Sportabzeichen Menschen aller Altersgruppen zusammenkommen. Da begegnet man Kindern genauso wie Seniorinnen und Senioren und lernt immer wieder neue Menschen kennen.
Erinnern Sie sich an ein besonders schönes Erlebnis?
Es gibt nicht den einen besonderen Moment, sondern viele schöne Erlebnisse. Am meisten freut es mich, wenn Menschen durch meine Begeisterung selbst die Leidenschaft fürs Laufen entdecken und über viele Jahre dabeibleiben. Bis heute begegnen mir Menschen, die sagen: „Durch dich bin ich überhaupt erst zum Laufen gekommen. Ich hätte nie weitergemacht, wenn du nicht so geduldig mit mir gewesen wärst.“ Solches Feedback bedeutet mir sehr viel.
Welchen Rat würden Sie Menschen geben, die selbst ein Ehrenamt beginnen möchten?
Man sollte sich etwas suchen, das einen wirklich begeistert und mit dem man sich identifizieren kann. Ehrenamt funktioniert am besten, wenn man selbst Freude daran hat. Dann profitieren am Ende beide Seiten davon.
Bitte vervollständigen Sie diesen Satz: Ich engagiere mich aktiv für meine Stadt, weil …
… ich in meinem Leben viel Glück gehabt habe und gerne etwas zurückgeben möchte. Gleichzeitig ziehe ich selbst viel Kraft und Freude aus meiner ehrenamtlichen Arbeit.
Bitte klicken Sie hier, um den vollständigen Beitrag bei PAFundDU zu öffnen.