Gut vorbereitet auf einen längeren Stromausfall
27. Oktober 2026
© ISF-Projekt Warnung der Bevölkerung
Ein Stromausfall von wenigen Stunden ist meist schnell überstanden. Anders sieht es aus, wenn der Strom über einen längeren Zeitraum, möglicherweise sogar mehrere Tage, ausfällt. Dann funktionieren nicht nur Licht und Heizung nicht mehr, auch Kühlschrank, Herd, Internet, Geldautomaten, Kartenzahlung und teilweise die Kommunikation können betroffen sein. Auch das Mobilfunknetz ist bei einem längeren Stromausfall betroffen und kann nur für begrenzte Zeit aufrechterhalten werden. Die Notstromversorgung der Mobilfunkstationen reicht in der Regel nur für wenige Stunden. Danach stehen Telefonie und mobile Daten nicht mehr zur Verfügung.
Vorsorgen
Deshalb ist es wichtig, für einige Tage vorzusorgen: Wasser hat dabei höchste Priorität. Als Richtwert gelten mindestens zwei Liter Trinkwasser pro Person und Tag, zusätzlich sollte Wasser zum Kochen und für die Hygiene eingeplant werden. Dazu können Mineralwasserflaschen, Kanister mit Trinkwasser, aber auch Wasserfilter besorgt werden. Mit letzteren kann Regenwasser im Notfall aufbereitet und in Trinkwasser verwandelt werden. Auch ein Vorrat an haltbaren Lebensmitteln wie Konserven, Nudeln, Reis, Haferflocken, Knäckebrot, Nüssen oder Trockenfrüchten ist sinnvoll.
Für Licht sorgen Taschen- oder Stirnlampen, LED-Laternen und ausreichend Batterien. Geladene Powerbanks können helfen, Mobiltelefone auch ohne Stromversorgung noch einige Zeit zu nutzen. Für Informationen ist ein batterie- oder kurbelbetriebenes Radio bereitzustellen. Es empfiehlt sich außerdem, wichtige Telefonnummern zusätzlich auf Papier zu notieren.
An die kalte Jahreszeit denken: Decken, Schlafsäcke, warme Kleidung und gegebenenfalls Wärmflaschen können helfen, wenn die Heizung ausfällt. Falls ein Holzofen vorhanden ist, für genügend Brennholz sorgen. Persönlich benötigte Medikamente sollten in ausreichender Menge vorhanden sein. Ebenso gehören grundlegende Hygieneartikel und ein Erste-Hilfe-Set in den Notvorrat.
Wer ohne Strom kochen möchte, kann beispielsweise einen Campingkocher bereithalten. Gas- oder Kohlegrills dürfen jedoch niemals in Innenräumen betrieben werden – hier besteht Lebensgefahr durch Rauchgase und Kohlenmonoxid. Auf der Webseite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (bbk.bund.de) gibt es ein ein Notfallkochbuch „Kochen ohne Strom“.
Nicht zuletzt empfiehlt sich ein kleiner Bargeldvorrat, denn bei einem Stromausfall können Kartenzahlungen und Geldautomaten ausfallen.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt grundsätzlich, sich mit einem Vorrat für etwa zehn Tage auf mögliche Krisensituationen vorzubereiten. Dabei muss nicht alles auf einmal angeschafft werden: Ein vorhandener Vorrat an haltbaren Lebensmitteln und Getränken kann nach und nach ergänzt werden.
Informieren
Wenn der Strom länger ausfällt: Informationen der Behörden sollten über das Radio verfolgt werden. Das Telefonnetz sollte möglichst nur für wichtige Gespräche genutzt werden. Wenn Internet und Mobilfunk nicht verfügbar sind, können örtliche Notfall-Informationspunkte (Katastrophenschutz-Leuchttürme) der Gemeinde wichtige Anlaufstellen sein.
Gut vorbereitet zu sein bedeutet nicht, mit einer Katastrophe zu rechnen – sondern im Ernstfall handlungsfähig zu bleiben.
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