Kabarett trifft auf Südstaaten-Sound in der KulturAula
24. März 2026
© © Lena Schwärzli, Stadtverwaltung Pfaffenhofen a. d. Ilm
Ein unterhaltsamer Abend voller Witz, Musik und pointierter Geschichten erwartete das Publikum in der KulturAula am vergangenen Samstag: Kabarettist Günter Grünwald und die Bluesband Rad Gumbo sorgten gemeinsam für eine gelungene Mischung aus humorvollen Anekdoten und deftigem Südstaaten-Sound.
Bereits zu Beginn setzten Robert Hirmer, Gerhard Spreng und Erwin Schmidl mit dem Opener „Road Dog“ ein musikalisches Ausrufezeichen, bevor Grünwald die Bühne übernahm – nicht ohne augenzwinkernd zu betonen, dass er dort eigentlich gar nicht mehr stehen dürfe, schließlich sei er ja bereits im Ruhestand.
Doch von Zurücklehnen konnte keine Rede sein: Immer wieder griff Grünwald selbst zur Gitarre, unterstützte die Band und steuerte auch solistische Einlagen bei. Zwischen den Songs spannte er einen Bogen aus humorvollen Anekdoten – von wilden Rockstar-Zeiten mit demolierten Hotelzimmern bis hin zu gemeinsamen Tour-Erlebnissen mit der Band. Nach allerlei, teils skurrilen „Ruhestands-Hobbys“ sei er letztlich zu seinen musikalischen Wurzeln zurückgekehrt, wie er schmunzelnd erklärte.
Immer wieder durchzogen kraftvolle musikalische Einlagen von Rad Gumbo den Abend und verliehen ihm einen unverwechselbaren, rauchig-erdigen Bluescharakter. Im Zentrum des Geschehens: Robert Hirmer, von allen nur liebevoll „Dackel“ genannt. Mit seinem Akkordeon thronte er mitten auf der Bühne und zog das Publikum mit einer Stimme in den Bann, die klang, als wäre sie direkt aus den Straßen von New Orleans herübergeweht.
Zu den Höhepunkten zählte Grünwalds Erzählung über das Fliegen, in der er die Durchsagen eines Piloten mit denen eines Taxifahrers verglich – und schließlich bei einer turbulenten Fahrt durch München mit einem irakischen Taxifahrer landete. Zwischen Vollgas und abruptem Bremsen entwickelte sich eine ebenso absurde wie amüsante Geschichte, deren unerwartete Pointe im Publikum für viele Lacher sorgte.
Musikalisch ging es unter anderem weiter mit „Spanish Inquisition“ und „The Green God“, bevor Grünwald als selbsternannter Architekturfan von einer kuriosen Housewarming-Party in einer ultramodernen Beton- und Glasvilla in Ingolstadt berichtete – inklusive Molekularküche und fragwürdiger Gemütlichkeit.
Auch persönliche Vorlieben und Abneigungen kamen nicht zu kurz: Während er vom Skiurlaub in angeblichen „Almhütten“ erzählte, die sich als riesige Hotelkomplexe entpuppten, stellte er klar, dass er mit Zirkus und Clowns wenig anfangen kann.
Auch gesellschaftliche Themen wurden humorvoll aufgegriffen: Grünwald sinnierte darüber, was man heute noch sagen dürfe, und zog dabei bewusst überspitzte Vergleiche zwischen verschiedenen Kulturen – stets mit einem Augenzwinkern.
Mit Songs wie „Swamp Ride“ und „Call Me the Breeze“ steuerte der Abend auf sein Finale zu, bevor das Publikum lautstark eine Zugabe einforderte. Den Abschluss bildete schließlich ein Bluesstück aus den 1970er-Jahren: „Sailor’s Blues“ – ein passender, stimmungsvoller Ausklang eines rundum gelungenen Abends.
Die Kombination aus musikalischer Qualität und humorvoller Bühnenpräsenz machte den Auftritt von Günter Grünwald gemeinsam mit Rad Gumbo zu einem echten Highlight in der KulturAula Pfaffenhofen.
Die Winterbühne geht weiter
Am Samstag, 11. April präsentieren Dreiviertelblut ihr neues Live-Programm „Prost Ewigkeit“ in der KulturAula und Samstag darauf, 18. April, stehen Groove Galaxy auf der Bühne im Rathaus-Festsaal. Tickets gibt es online unter okticket.de „Winterbühne“ sowie an allen regulären okticket-Vorverkaufsstellen, im Kultur- und Tourismusbüro im Haus der Begegnung und an der Abendkasse.
Nähere Informationen und das gesamte Programm der Winterbühne gibt es unter pfaffenhofen.de/winterbuehne.
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