Kinder von Regens Wagner sprechen Durchsagen in den Stadtbussen
27. Februar 2026
In Pfaffenhofens Bussen haben künftig Kinder das Sagen. Ab März werden die Haltestellendurchsagen in den kostenlosen Stadtbussen von acht Buben und Mädchen der Regens-Wagner-Schule Hohenwart gesprochen.
"Nächste Haltestelle: Hauptplatz". Was bisher von einer mechanischen Stimme in den Stadtbussen übernommen wurde, kommt ab März von Robert. Der Jugendliche ist einer der acht Kinder und Jugendlichen, die ihre Stimme für die Busdurchsagen leihen durften. Alle Haltestellen im Stadtbus-Netz bekommen künftig diese persönliche Note. Um eine gewisse Abwechslung zu haben, wurde jede Haltestelle mehrfach eingesprochen. Nach einer gewissen Zeit soll die Stimme ausgetauscht werden.
Auf Linie 1 sind Sidra, Silvio, Lea und Hue zu hören, auf Linie 2 Lea, Fabian und Sidra und der Linie 3 leihen Silvio, Nathalia, Hue und Linus ihre Stimmen.
Die Idee dazu kam vom Pfaffenhofener Stadtrat. Bei einem Casting in der Regens-Wagner-Schule Hohenwart wurden Kinder zwischen der zweiten Klasse und der Abschlussklasse eingeladen. Am Ende schafften es acht Finalistinnen und Finalisten, für die es dann ins Tonstudio nach München ging. Insgesamt 59 Haltestellen wurden von den Buben und Mädchen in der Sprecher-Akademie eingesprochen.
Das gemeinnützige Projekt wurde von der Medienpädagogin Vera Zöllner vom Bürgernetzverein Pfaffenhofen e.V. fachlich und organisatorisch begleitet. Josef Postel, Geschäftsführer der Sprecher-Akademie, unterstützte die Aktion gerne: „Es war schon schön, wie die Kinder sich nicht nur sprachlich während der Aufnahmen neu entdeckt haben“. Für die 15-jährige Lea war das eine ganz neue Herausforderung: „Am Anfang war ich sehr aufgeregt, weil ich so etwas noch nie gesehen habe. Aber dann hat es sehr viel Spaß gemacht“.
Lob vom BürgermeisterBei der symbolischen Übergabe der Audiodateien an den Ersten Bürgermeister Thomas Herker sowie Stadträtin Verena Kiss-Lohwasser und Stadtbus-Prokurist Matthias Stocker gab es großes Lob für die Nachwuchstalente. „Es ist schön zu sehen, wie stolz die Kinder auf ihr Werk sind. Für sie und ihre Familien ist es etwas ganz Besonderes und für das Stadtbus-Team ebenfalls“, betont Thomas Herker. Er lud die Schülerinnen und Schüler auch gleich auf eine gemeinsame Testfahrt ein, sobald die Stimmen im System eingespielt sind.
Auch Matthias Stocker zeigt sich begeistert von der Idee: „So schaffen wir eine Verbindung zu unseren jüngsten Fahrgästen. Und es macht auch gleich viel mehr Spaß, in unseren Bussen mitzufahren.“ Er setzt darauf, dass der Stadtbus durch diese besondere Art der sprachlichen Wegführung noch sympathischer wird.
Nach der Übergabe der Audiodateien wartete noch eine besondere Überraschung: Der Bürgermeister spendierte Eisbecher für alle Kinder.
Aktuell werden die Aufnahmen in das Stadtbussystem integriert. Ab März erklingen die neuen Stimmen dann in den Bussen.
Bitte klicken Sie hier, um den vollständigen Beitrag bei PAFundDU zu öffnen.