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Kooperationsforum setzt Impulse für die Region

Kooperationsforum setzt Impulse für die Region

Wie gelingt eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge? Und welche Rolle spielen dabei Kommunikation, Vertrauen und rechtzeitige Planung? Mit diesen Fragen beschäftigte sich das Kooperationsforum „Nachfolge: Echt jetzt!?“, zu dem das Kommunalunternehmen Strukturentwicklung Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm (KUS) gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern (IHK) bei der Firma HECHT Technologie in Pörnbach eingeladen hatte. Mehr als 50 Unternehmerinnen und Unternehmer, potenzielle Nachfolger sowie Gründungsinteressierte aus unterschiedlichsten Branchen nutzten die Gelegenheit zum Austausch.

Bereits zur Begrüßung betonten KUS-Vorstand Johannes Hofner und Catherine Schrenk von der IHK die wachsende Bedeutung des Themas. Angesichts des anstehenden Generationswechsels in zahlreichen mittelständischen Unternehmen seien frühzeitige Information, Vernetzung und der Austausch mit erfahrenen Unternehmerinnen und Unternehmern entscheidende Erfolgsfaktoren für gelingende Übergaben.

Gastgeber Jan Hecht eröffnete das fachliche Programm mit einem persönlichen Impulsvortrag über seinen eigenen Nachfolgeprozess. Offen schilderte er die Herausforderungen einer Unternehmensübergabe und erläuterte, welche Rolle die sogenannten „BIG 5“ – die fünf wichtigsten Lebensziele – für seine Entscheidungen gespielt haben. Er riet allen, die sich mit einer Unternehmensnachfolge beschäftigen, sich ausreichend Zeit und Raum zu nehmen, um ehrlich zu reflektieren, ob die Unternehmensnachfolge tatsächlich ihrem persönlichen Herzensweg entspricht.

Im anschließenden Real-Talk diskutierte Johannes Hofner mit den Unternehmensvertretern Florian Prem, Anita Scheller und Dieter Manthey über deren ganz persönlichen Erfahrungen aus der Praxis. Einig waren sich die Gesprächspartner darin, dass eine erfolgreiche Unternehmensübergabe weit über rechtliche und wirtschaftliche Aspekte hinausgeht. Offene Kommunikation, gegenseitiges Vertrauen und eine frühzeitige Auseinandersetzung mit dem Thema seien entscheidend, damit die Übergabe sowohl im geplanten als auch im unerwarteten Fall gelingen könne.

Im zweiten Teil der Veranstaltung standen die praktischen Schritte einer Unternehmensnachfolge im Mittelpunkt. Lena Weiß von der IHK informierte über die wichtigsten rechtlichen und organisatorischen Aspekte des Übergabeprozesses. Anschließend zeigte Moritz Diehl von Menter Digital auf, wie Künstliche Intelligenz dazu beitragen kann, über viele Jahre aufgebautes Unternehmenswissen zu sichern und für Nachfolger verfügbar zu machen.

Die große Resonanz auf das Kooperationsforum machte deutlich, wie hoch der Bedarf an Austausch und Orientierung rund um das Thema Unternehmensnachfolge ist. Hofner betonte, dass es sich mit der Veranstaltung in Pörnbach nicht um einen einmaligen Termin handeln sollte. Vielmehr möchte man das Format weiterentwickeln und gemeinsam mit Jan Hecht ab Herbst 2026 das „NachfolgeWerk“ als regelmäßige Netzwerk- und Austauschplattform etablieren. Die Auftaktveranstaltung ist für den 21. Oktober geplant.

Beim anschließenden Get-together nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen und Gespräche zwischen Unternehmern, potenziellen Nachfolgern sowie Gründungsinteressierten zu vertiefen. Das Kooperationsforum zeigte damit eindrucksvoll, dass erfolgreiche Unternehmensnachfolge nicht allein am Schreibtisch entsteht – sondern vor allem im persönlichen Dialog.

Sie haben Fragen rund um das Thema Nachfolge? Schreiben Sie gern eine E-Mail an info@kus-pfaffenhofen.de

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