Aus dem Stadtrat: Neue Feuerwache - Investition in Sicherheit
11. September 2026
Die Stadt Pfaffenhofen plant in den kommenden Jahren den Neubau des Feuerwehrhauses an der Pettenkoferstraße. Der Stadtrat brachte dieses Großprojekt am Donnerstagabend einstimmig auf den Weg. Durch alle Fraktionen waren sich die Mitglieder des Gremiums einig, dass die neue Feuerwache zwar eine erhebliche (finanzielle) Investition darstellt, aber gleichzeitig eine wichtige und gut angelegte Investition in die Sicherheit der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger ist. Das Feuerwehrhaus an der B13 ist nach fast fünf Jahrzehnten zum einen nicht mehr auf die Anforderungen einer modernen Feuerwehr ausgelegt; zum anderen werden bauliche Erweiterungen erforderlich, für die das bisherige Grundstück an der B13 nicht ausreicht.
„Mit dem Neubau schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass unsere Feuerwehr auch in Zukunft schnell, sicher und zuverlässig helfen kann“, betonte zweiter Bürgermeister Peter Heinzlmair, der in Vertretung von Thomas Herker die Sitzung leitete.
Warum eine neue Feuerwache notwendig ist
Die Antwort liegt vor allem in den heutigen Gegebenheiten am bestehenden Standort sowie den weiter steigenden Anforderungen, u. a. auch der Katastrophen- und Bevölkerungsschutz, die einen immer größeren Rahmen einnehmen. Die Feuerwehr muss im Einsatz schnell und sicher ausrücken können. Genau das wird am bisherigen Standort zunehmend schwieriger: Für die anrückenden Einsatzkräfte gibt es zu wenig Parkmöglichkeiten und Verkehrswege kreuzen sich. Bei Starkregen und Hochwasser können zudem Bereiche des Geländes überflutet werden. Im Ernstfall darf aber gerade dann die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr nicht eingeschränkt sein.
Auch das Gebäude selbst ist in die Jahre gekommen. Es gibt unter anderem Probleme mit Dach und Entwässerung, Feuchtigkeit und Schimmel sowie veralteten technischen Anlagen. Gleichzeitig entsprechen wichtige Bereiche nicht mehr den heutigen Anforderungen an Sicherheit und Arbeitsschutz. So fehlen u. a. geeignete getrennte Umkleidebereiche und ausreichend Platz für sichere Wege rund um die Einsatzfahrzeuge.
Die Feuerwehr braucht außerdem mehr und passendere Räumlichkeiten. Die vorhandenen Flächen sind inzwischen vollständig ausgeschöpft. Es fehlt unter anderem ausreichend Raum für die Einsatzzentrale, für Lager-, Werkstatt- und Besprechungsräume sowie Platz für die Jugendfeuerwehr. Moderne Feuerwehrarbeit bedeutet heute zudem mehr Technik, mehr Aufgaben im Katastrophenschutz und höhere Anforderungen an die Zusammenarbeit und Einsatzleitung.
Die Stadt hat im Vorfeld auch geprüft, ob das bestehende Feuerwehrhaus umfassend saniert und umgebaut werden könnte. Eine Sanierung wäre aufwendig, teuer und langwierig. Da auf den laufenden Betrieb Rücksicht genommen werden müsste, würden die Arbeiten Jahre dauern. Eine Sanierung wäre nicht geeignet, um die grundlegenden Probleme des Standorts und die Platzprobleme zu lösen. Die schwierige Verkehrssituation und die Hochwasser- und Starkregengefahr blieben beispielsweise weiterhin bestehen. Ein Neubau ist deshalb langfristig die sinnvollere Lösung.
Neuer Standort bietet bessere Voraussetzungen
Nach einer umfangreichen Suche hat die Stadt ein geeignetes Grundstück an der Pettenkoferstraße erworben. Bei der Standortsuche wurden insbesondere kurze und sichere Wege für die Einsatzkräfte, eine gute Anbindung für die Feuerwehrfahrzeuge sowie der Schutz vor Hochwasser und Starkregen berücksichtigt. Auch der Übungs- und Dienstbetrieb der Feuerwehr soll am neuen Standort dauerhaft gut möglich sein.
Die neue Feuerwache wird über 14 Stellplätze für Einsatzfahrzeuge verfügen. Damit wird der heutige Bedarf abgedeckt und gleichzeitig etwas Platz für die Entwicklung der Feuerwehr in den kommenden Jahren geschaffen. Die Planung berücksichtigt außerdem zeitgemäße Räume für Einsatz, Verwaltung, Ausbildung, Aufenthalt und Werkstattbetrieb.
Die Feuerwehr Pfaffenhofen übernimmt als Stützpunktfeuerwehr nicht nur wichtige Aufgaben für das Stadtgebiet, sondern unterstützt auch bei Einsätzen über die Stadtgrenzen hinaus. Eine moderne und zuverlässige Feuerwache kommt damit nicht nur den Pfaffenhofenerinnen und Pfaffenhofenern zugute. Die Stadt will mit dem Neubau zudem dauerhaft gute Rahmenbedingungen für das ehrenamtliche Engagement schaffen. Denn eine leistungsfähige Feuerwehr braucht nicht nur Fahrzeuge und Technik, sondern auch Menschen, die bereit sind, sich für ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger einzusetzen.
Baukosten
Die neue Feuerwache wird eine große Investition, die den Haushalt und die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt in den nächsten Jahren mit beeinflussen wird: Für den Bau der neuen Feuerwache werden derzeit rund 31,7 Mio. Euro veranschlagt, was das bislang mit Abstand größte Bauprojekt der Kommune darstellt. In dieser Summe sind bereits rund 4 Mio. Euro für erwartete Baukostensteigerungen bis zum Jahr 2031 enthalten. Für den Grunderwerb an der Pettenkoferstraße wurden bereits rund 3 Mio. Euro investiert. Gleichzeitig prüft die Stadt, welche Fördermittel in Anspruch genommen werden könnten.
Ausführliche Beratung im Stadtrat
Unter Anwesenheit zahlreicher aktiver Feuerwehrkameradinnen und -kameraden stellten Hauptamtsleiter Hans-Dieter Kappelmeier und Erster Kommandant Roland Seemüller dem Stadtrat ausführlich die Ergebnisse der Bestandsaufnahme und die Gründe für den notwendigen Neubau vor. Im Gremium bestand uneingeschränkt Einigkeit darüber, dass eine neue Feuerwache erforderlich ist, um die Handlungsfähigkeit der Feuerwehr auch künftig sicherzustellen, gute Rahmenbedingungen für das ehrenamtliche Engagement zu schaffen und die zukünftige Entwicklung der Feuerwehr zu gewährleisten. Nicht zuletzt die Besichtigung des Altbaus habe von der Notwendigkeit eines Neubaus überzeugt. Mit Blick auf die erhebliche Investition wurde zugleich betont, dass die Kostenentwicklung des Projekts im künftigen Planungs- und Bauverlauf durch die Verwaltung natürlich sorgfältig im Blick zu behalten sei. Doch könnten städtische Gelder nicht besser verwendet werden als zur Stärkung der Feuerwehr und zur Unterstützung dieses wesentlichen Ehrenamts, denn damit gewährleiste man die Sicherheit der Stadt und ihrer Einwohnerschaft.
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