Pfaffenhofen wird fußgänger- & fahrradfreundlicher
31. März 2025

Wir sind gerne mobil – mit dem Auto, Bus, Fahrrad oder zu Fuß. Dabei soll es bequem und sicher sein. Die Stadt nimmt sich dieses Themas an und hat mit den Bürgerinnen und Bürgern ein Nahmobilitätskonzept erarbeitet, das der Stadtrat in seiner Januar-Sitzung mehrheitlich beschlossen hat. Im April startet nun die Umsetzung der ersten Maßnahmen – Tempo 30 auf fast allen Hauptstraßen sowie die Ausweisung von Fahrradstraßen.
In den ersten April-Wochen werden die Geschwindigkeitsbegrenzungen von 30 km/h auf den Zufahrtsstraßen und dem Altstadtring umgesetzt. Anschließend werden ebenfalls ab April die Fahrradstraßen nach und nach ausgewiesen und beschildert. Im Juni folgt dann der Umbau der Niederscheyerer Straße und der teilweise zu schmale Gehweg wird dann verbreitert.
All das macht die Stadt fußgänger- und fahrradfreundlicher, ohne den motorisierten Verkehr unverhältnismäßig einzuschränken. Auto- und Radfahrer sollen die Straße gemeinsam nutzen, denn in Pfaffenhofen ist nicht genügend Platz vorhanden, um zusätzlich neue Radwege und Schutzstreifen anzulegen. Somit wurde vor allem mit der Geschwindigkeitsreduzierung gearbeitet, um allen Verkehrsteilnehmenden gerecht zu werden.
PAFundDU-Infostand auf dem Wochenmarkt
Zu den Maßnahmen und zum Konzept informieren an den kommenden Marktsamstagen, nämlich am 5. und 12. April Bürgermeister Thomas Herker und Mitarbeiter der Stadtverwaltung am PAFundDU-Infostand auf dem Wochenmarkt. Interessierte erhalten dort nähere Informationen, können Fragen stellen und Feedback und Anregungen weitergeben.
Tempo 30 und sichere Schulwege durch Fahrradstraßen
Die Fahrgeschwindigkeit wird im Stadtgebiet auf max. 30 km/h gesenkt – außer auf Bundes-, Staats- und Kreisstraßen. Das steigert die Verkehrssicherheit und trägt zu einem besseren Miteinander im Straßenverkehr bei. Deshalb wird Tempo 30 auf der Scheyerer Straße, der Hohenwarter Straße, der Weiherer Straße, der Ingolstädter Straße sowie auf dem Altstadtring ausgeweitet. Damit wird auf fast allen Hauptstraßen und in der Innenstadt einheitlich Tempo 30 erreicht.
Außerdem soll vor allem die Mobilität von Kindern und Jugendlichen, die auf das Fahrrad für ihre individuelle Mobilität angewiesen sind, sicherer gestaltet werden. Deshalb werden insbesondere an zentralen Schulwegen Verbesserungen vorgenommen. So werden die Niederscheyerer Straße sowie der Kapellenweg, Draht und Münchener Vormarkt als Fahrradstraßen ausgewiesen. Dies bedeutet, dass Autofahrer die Straßen zwar weiter nutzen können, sich aber dem Radverkehr unterordnen müssen.
Bürgerbeteiligung wurde großgeschrieben
Dem Nahmobilitätskonzept ging ein umfangreicher Planungs- und Beteiligungsprozess voraus. Darunter waren unter anderem PAFundDU-Infostände, Befragungen von Schülerinnen und Schülern, Arbeitskreise und eine PAFundDU-Bürgerwerkstatt mit breiter Bürgerbeteiligung. Sie alle haben zum Konzept beigetragen.
Was ist bisher geschehen?
Der Martin-Binder-Ring wurde umgestaltet und fußgängerfreundlicher umgebaut. Neben baulichen Veränderungen sind auch verkehrsrechtliche Anpassungen vorgenommen worden, um die Unfallgefahr zu senken.
Weiterhin wurden im Sommer 2023 vier Fahrradreparaturstationen aufgebaut. Die robusten Stahlblech-Säulen stehen am Gerolsbach neben dem Gymnasium, am Beachvolleyballfeld im Sport- und Freizeitpark, in der Sharing-Garage auf dem Sparkassenplatz und auf dem Bahnhofsvorplatz kostenlos zur Verfügung.
Seit zehn Jahren nimmt Pfaffenhofen an der Aktion Stadtradeln teil. Auch dieses Jahr ist die Stadt Pfaffenhofen wieder mit dabei. Wer Lust hat mit zu radeln, kann sich auf stadtradeln.de anmelden.
Das war noch nicht alles
Nach und nach sollen weitere Bereiche fußgänger- und fahrradfreundlicher überplant werden. Dazu zählen Verbesserungen an Kreuzungen wie z. B. im Bereich der Weiherer Straße, der Moosburger Straße zur B13 oder zwischen Münchener Vormarkt/Am Schwarzbach und der Georg-Hipp-Straße. Weitere Maßnahmen beinhalten die Zu- und Abfahrt zur Umgehungsstraße von der Hohenwarter Straße, die Prüfung eines durchgängigen Gehwegs an der Burgfriedenstraße, eine Verkehrsberuhigung in der Frauenstraße hinter dem Rathaus sowie eine verbesserte Radanbindung in der Schrobenhausener Straße. Zukünftig sind außerdem abschließbare Radabstellanlagen am Bahnhof vorgesehen.
Nähere Informationen gibt es zudem unter pfaffenhofen.de/30. Ideen und Anregungen können außerdem im PAFundDU-Bürgermelder im Projekt „Mia san 30“ unter buergermelder.pafunddu.de/miasan30 eingereicht werden.
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