Rückblick auf ein forderndes und zukunftsweisendes Jahr der Feuerwehr Pfaffenhofen
25. Januar 2026
Die diesjährige Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Pfaffenhofen stand ganz im Zeichen eines arbeitsreichen Jahres, steigender Herausforderungen und klarer Zukunftsaufgaben. Vorstand Karl-Heinz Denk eröffnete die Versammlung mit einem umfassenden Überblick über die vielfältigen Vereinsaktivitäten und sprach allen Aktiven, Unterstützern und Wegbegleitern der Feuerwehr seinen herzlichen Dank aus. Ohne dieses starke Miteinander wäre die geleistete Arbeit nicht möglich.
Im anschließenden Bericht des ersten Kommandanten Roland Seemüller wurde deutlich, dass der Einsatzalltag weiter an Intensität gewinnt. Die Tendenz des Tagesgeschäfts ist klar steigend. Aus dem Einsatzalltag hervorzuheben sind vier durch Brandmeldeanlagen (BMA) frühzeitig erkannte Brände, bei denen größerer Schaden verhindert werden konnte. Gleichzeitig stellen die stark zunehmenden Wohnungsöffnungen sowie die E-Call-Alarmierungen – mit einer Steigerung von über 200 % – eine wachsende Herausforderung dar. Zudem musste im vergangenen Jahr zweimal die Kreis-Einsatzzentrale (KEZ) besetzt werden.
Insgesamt konnten 46 Personen durch die Feuerwehr Pfaffenhofen aus akuten Zwangs- und Notlagen gerettet werden.
Seemüller ging auch auf gesetzliche Neuerungen im Bayerischen Feuerwehrgesetz ein, darunter die Einführung einer Aufwandsentschädigung für Ausbilder sowie die Anhebung der Altersgrenze auf 67 ein. Als eine der größten Herausforderungen für die Zukunft nannte er die Personalgewinnung: Aktuell stehen 94 Aktive im Einsatzdienst, dennoch wurden allein im Januar bereits 23 Alarme verzeichnet. Um die steigende Belastung künftig besser auf mehrere Schultern zu verteilen, sind gezielte Anreize und verstärkte Werbung für das Ehrenamt unerlässlich. Mit Blick auf die Zukunft wurde zudem der Bedarf eines neuen Feuerwehrstandorts sowie einer zusätzlichen Katastrophenschutzhalle betont, um Personal, Fahrzeuge und neue Aufgaben angemessen unterbringen zu können.
Zweiter Kommandant Manfred Schweigard berichtete aus Sicht des Übungsbetriebs von einem auf den ersten Blick „gewöhnlichen“ Jahr – mit beeindruckenden Zahlen im Detail: 94 Übungen mehr als im Vorjahr und rund 2.170 zusätzliche Übungsstunden.
Der dritte Kommandant Adrian Schratt blickte auf ein Jahr ohne außergewöhnliche Großschadenslagen zurück, das dennoch besondere Einsätze mit hohen Anforderungen mit sich brachte. Er wies auf das steigende Gefahrenpotenzial durch große Gewerbebetriebe hin und schilderte eindrücklich einen besonderen Einsatz: den Brand eines Kabelkanals mit rund 180 Metern Länge, schwieriger Zugänglichkeit, fehlendem Funk und hoher Wärmeentwicklung – eine enorme Herausforderung für die eingesetzten Kräfte.
Erfreuliches berichtete der Jugendwart: Die Mitgliederzahl der Jugendfeuerwehr ist erneut gestiegen. Zudem wurde die Anzahl der Übungen zur Vorbereitung auf den aktiven Dienst verdoppelt. Vereinsaktivitäten stärkten zusätzlich den Zusammenhalt und machten deutlich, dass die Nachwuchsarbeit ein solides Fundament für die Zukunft der Feuerwehr bildet.
Der Kassier Florian Fassler gab einen Überblick über Ausgaben und Einnahmen und betonte, dass für den laufenden Betrieb des Vereins weiterhin finanzielle Mittel notwendig sind. Im Anschluss wurde die Vorstandschaft durch den ersten Bürgermeister Thomas Herker entlastet.
In seinem Grußwort lobte Bürgermeister Herker das große Vertrauen der Bevölkerung in die örtliche Feuerwehr und betonte die starke Unterstützung durch die Stadtverwaltung. Besonders zukunftsweisend war seine Ankündigung, Wohnraum in der Nähe der neuen Feuerwache sowie Homeoffice-Möglichkeiten im Gerätehaus für Feuerwehrdienstleistende zu schaffen, um den aktiven Dienst besser mit Beruf und Familie vereinbaren zu können.
Auch Landrat Albert Gürtner richtete ein Grußwort an die Versammlung. KBI Stuber und Polizeioberrätin Sandra Landes unterstrichen in ihren kurzen Ansprachen die sehr gute organisationsübergreifende Zusammenarbeit und bedankten sich für das hohe Engagement der Feuerwehr.
Abschließend wurden noch altgediente Mitglieder für ihre langjährige Vereinstreue geehrt: Richard Arzmiller für 60 Jahre, Josef Schrag sogar für beeindruckende 75 Jahre.
Die Generalversammlung machte eindrucksvoll deutlich, wie leistungsfähig, engagiert und gleichzeitig gefordert die Freiwillige Feuerwehr Pfaffenhofen ist – und dass die kommenden Jahre weiterhin vollen Einsatz, Zusammenhalt und Weitblick erfordern werden.
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