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Rufbus - Linie Nacht

Benni und Fabi engagieren sich ehrenamtlich beim Rufbus. © Stadtverwaltung, Anja Lederer

Was mit einer spontanen Idee unter Freunden begann, ist heute ein Ehrenamt, das Benni und Fabian nicht mehr missen möchten. Die beiden sind privat eng befreundet und auch im Rufbus der Linie Nacht ein eingespieltes Team. Bei ihren gemeinsamen Fahrten erleben sie jede Menge lustige Geschichten, lernen ständig neue Menschen kennen und haben dabei selbst genauso viel Spaß wie die Jugendlichen, die sie sicher ans Ziel bringen.

Wo und seit wann engagiert ihr euch sich ehrenamtlich?

Benni: Seit Oktober 2024 engagiere ich mich als Fahrer beim Rufbus der Linie Nacht.

Fabian: Und ich bin als Beifahrer mit dabei. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass Jugendliche zwischen 14 und 26 Jahren 19 Uhr abends bis 3 Uhr morgens sicher unterwegs sind. Wir bringen sie zu ihren Ausflugszielen und wieder nach Hause. Etwa einmal im Monat übernehmen wir gemeinsam eine Schicht.

Worin bestand für euch die Motivation, ein Ehrenamt zu beginnen?

Benni: Ich wollte der Stadt Pfaffenhofen einfach etwas zurückgeben und Verantwortung für die Gemeinschaft übernehmen.

Fabian: Bei mir war der Gedanke schon länger da. Im Freundeskreis haben wir immer wieder darüber gesprochen, dass man sich eigentlich ehrenamtlich engagieren sollte. Ich habe mich aber nie so richtig getraut. Benni ist da einfach der Macher. Irgendwann hatte er einfach schon den Personenbeförderungsschein beantragt und alles organisiert. Dann kam nur noch die Nachricht: „Bist du dabei? Ich brauch noch einen Beifahrer.“ Da war die Entscheidung eigentlich schon gefallen.

Was bedeutet das Ehrenamt für euch?

Benni: Es macht einfach Spaß zu sehen, wie gut das Angebot angenommen wird. Die Jugendlichen sind unglaublich freundlich und vor allem sehr dankbar, dass wir das machen. Man kommt mit vielen Menschen ins Gespräch und lernt immer wieder neue Leute kennen. Und natürlich gehört auch ein bisschen Spaß dazu. „Das Beste am Rufbus ist das Spezi, das schon bereitsteht, wenn man einsteigt.“

Fabian: Für mich ist es die Kombination aus allem. Ich kann gemeinsam mit einem guten Freund etwas Sinnvolles für die Stadt machen, man kommt mit den unterschiedlichsten Menschen ins Gespräch und ich verbringe dabei selbst eine richtig gute Zeit. Genau dieses Gesamtpaket macht das Ehrenamt für mich so besonders.

Erinnert ihr euch an ein besonders schönes Erlebnis?

Fabian: Die eine klassische Situation gibt es eigentlich gar nicht. Es ist vielmehr das Gesamtpaket, das so viel Spaß macht.

Benni: Das sehe ich genauso. Die Jugendlichen erzählen einem oft die unterschiedlichsten Geschichten. Manche sind richtig witzig und manche bleiben einem im noch länger im Gedächtnis. Genau diese Begegnungen motivieren mich jedes Mal aufs Neue, weiterzumachen. Außerdem bringt das Ehrenamt auch ganz praktische Vorteile mit sich. „Man kennt seine Stadt dadurch plötzlich besser als jeder Taxifahrer.“

Fabian: Lacht und stimmt zu: „Am Anfang googelt man noch, wo welche Straße ist. Irgendwann weiß man das alles auswendig.“

Habt ihr Tipps für Menschen, die selbst ein Ehrenamt beginnen möchten?

Benni: Einfach machen. Man wird überall mit offenen Armen empfangen und für jeden gibt es ein Ehrenamt, das zu einem passt. „Ich habe zum Beispiel zwei linke Hände. Aber Autofahren ist genau mein Ding.“ Deshalb habe ich das zu meinem Ehrenamt gemacht.

Fabian: Ich kann eigentlich nur sagen: Traut euch und denkt nicht zu lange darüber nach. Einfach ins kalte Wasser springen. Oft merkt man erst, wie viel Freude ein Ehrenamt macht, wenn man es einfach ausprobiert. Uns wurde der Einstieg durch das tolle Team und die super Organisation rund um Felix und die Stadtjugendpflege wirklich leicht gemacht.

Ich engagiere mich aktiv für meine Stadt, weil …

Benni: … Pfaffenhofen eine großartige Stadt ist und ich gerne etwas zurückgeben möchte.

Fabian: … das Ehrenamt eine schöne Möglichkeit ist, die Menschen hier vor Ort zu unterstützen.

Dass die beiden noch lange Teil des Rufbus-Teams bleiben möchten, daran besteht für Benni kein Zweifel: „Mein Ziel ist es, das so lange zu machen, bis mein Sohn in ca. 13 Jahren das erste Mal mit dem Rufbus mitfahren kann. Dann können wir ihm so richtig schön peinlich sein“, sagt er lachend.

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