Simon Steininger und Lukas Stiglmayr holen die Titel
12. Januar 2026
Mit einer Rekordbeteiligung von insgesamt 44 Teilnehmerinnen und Teilnehmern startete die Tischtennis-Abteilung des MTV Pfaffenhofen am 06.01.2026 mit der Vereinsmeisterschaft ins neue Jahr.
34 Aktive gingen bei den Erwachsenen ins Rennen, deren zehn bei den Jugendlichen. Mit Jonathan Strohhofer, Lennox Leitner, Noah Hanft und Alexander Scheider entschieden sich darüber hinaus vier Spieler aus der Jugend, sich schon mit den Erwachsenen zu messen.
In zwei Gruppen zu 16 bzw. 18 Spieler/innen ging der Wettbewerb der Erwachsenen im Schweizer System los. Jeweils die ersten Acht qualifizierten sich für das Achtelfinale, während die restlichen Spieler/innen in der Trostrunde Rang 17 ausspielten. Große Überraschungen blieben in dieser ersten Phase des Turniers aus, wenngleich die wieder aktive Lisa Preißler mit drei Siegen aus sechs Spielen auffiel. Mit etwas mehr Glück im Spielverhältnis hätte sie den Cut in die Top 16 schaffen können.
In der Finalrunde galt freilich Titelverteidiger Simon Steininger als Topfavorit. Wie sich herausstellen sollte, wurde er dieser Rolle letztlich auch vollauf gerecht. Daran konnte auch Tobias Rottmaier nichts ändern. Der ehemalige MTVler ist immernoch eingetragenes Mitglied und daher spielberechtigt, auch wenn er in der Liga nun den Schläger für Karlsfeld schwingt.
Im Halbfinale kam es zum mit Spannung erwarteten Aufeinandertreffen der beiden Protagonisten. Schon in der Gruppenphase hatten sie es miteinander zu tun gehabt, wobei sich Simon hier glasklar mit 3:0 behauptete. Im Semifinale wurde es nun etwas knapper, denn Tobi gelang der 1:1-Satzausgleich. Dann wiederum zeigte sich Steininger voll auf der Höhe und entschied die Sätze drei und vier für sich.
Auf der anderen Seite des Tableaus spielte sich Thorge Boerma in den Vordergrund. Im Viertelfinale gelang ihm ein etwas überraschender 3:2-Erfolg über Andreas Hendrich und auch im Halbfinale behielt er gegen Bastian Prexl aus der Dritten die Oberhand. Letztgenannter spielte eine tolle Finalrunde mit Siegen gegen Mario Schmidt (3:0) und Thomas Freitag (3:2). Erst gegen Boerma war in der Vorschlussrunde mit 1:3 Endstation.
Das Finale eröffnete Thorge mit dem Gewinn des ersten Satzes. Insgesamt rund dreißig (!) Zuschauer schauten dem Geschehen zu und erhofften sich freilich ein knappes Endspiel. Trotz teils toller Ballwechsel war es dann aber letztlich Simon Steininger, der seine Stärken besser einsetzen konnte und sich mit 4:1 durchsetzte.
Parallel wurde das Spiel um Platz drei gespielt, welches von den Ballwechseln her sogar noch einen Tick spektakulärer war. Tobi und Basti lieferten sich Duelle auf höchstem Niveau und gingen in den fünften Durchgang. In diesem zeigte sich Rottmaier ein wenig routinierter und holte sich vor allem die „kleinen“ Punkte. Somit ging „der verlorene Sohn“ als Dritter aus dieser Vereinsmeisterschaft hervor.
Die Trostrunde konnte derweil von Marc Rieger durch einen Sieg über Achmed Saiti gewonnen werden.
Insgesamt 14 Paare mit 28 Teilnehmern hatten für das zwischenzeitlich gespielte Doppel gemeldet, wobei die Duos aufgrund der Gruppenergebnisse zusammengestellt wurden. Das brachte traditionell spannende Konstellationen und letztlich auch sehr enge Matches, weil viele Paare in etwa gleichstark waren.
Bereits in der ersten Runde schieden Simon Steininger und Gabor Katona aus, die mit 0:3 gegen Marco Seifert und Axel Lang unterlegen waren. Als besonders ausgeglichen und gut aufeinander abgestimmt fielen Winter-Neuzugang Aziz Islamov und Lisa Preißler auf, die sich nicht nur gegen Bastian Prexl/Achmed Saiti, sondern auch gegen Joseph Scheibe/Andreas Hendrich und Thorge Boerma/Lennox Leitner durchsetzen konnten. Somit standen sie im Finale und trafen dort auf Patrick Endres und Noah Hanft, die ihrerseits Christian Bolzer/Markus Berndt, Tobias Rottmaier/Jonathan Strohhofer sowie Mario Schmidt/Heinz Wohlers aus dem Weg räumten.
Das Endspiel sah zunächst nach einer klaren Angelegenheit für Aziz und Lisa aus, die die ersten zwei Sätze gewinnen konnten. Auch im Dritten waren sie zunächst voraus, wurden dann aber noch abgefangen. Im vierten Satz dominierten Patrick und Noah und erwischten auch im letzten Durchgang den besseren Start. Nach einem Comeback von Aziz und Lisa fiel die Entscheidung bei 9:9 durch zwei „tödliche“ Aufschläge von Patrick. Somit wurde das Duo Endres/Hanft nach 0:2-Rückstand doch noch Vereinsmeister. Platz drei ging an Heinz und Mario, die sich im kleinen Finale gegen Thorge und Lennox ebenfalls mit 3:2 behaupten konnten.
Bei der Jugend spielten die zehn Teilnehmer zunächst in der Vorrunde in einem Schweizer System, wobei diese Phase des Turniers durch Julian Aschauer dominiert wurde. Dieser setzte sich auch in der Finalrunde der Top 8 bis ins Finale durch, ehe sich hier Lukas Stiglmayr als Stolperstein erwies. Dieser setzte sich in drei Sätzen durch und gewann somit seinen ersten Vereinsmeistertitel.
Im Doppel spielten die fünf Paarungen, die ebenfalls aufgrund der Gruppenergebnisse gesetzt wurden, im Modus Jeder gegen Jeden den neuen Titelträger aus. Ungeschlagen mit vier Siegen blieben letztlich Paul Walter und Fabian Schiffner, die sich vor Julian Aschauer und Fin Pfeiffer die Goldmedaille holten. Dritte wurden Lukas Stiglmayr und Samuel Sperl.
Das komplette Turnier stand unter der Leitung von Jochen Maurer, der das Event gewohnt sicher von 09:30 Uhr bis 18:00 Uhr über die Bühne brachte. In der wohlverdienten Mittagspause nach der Gruppenphase standen zweierlei selbstgemachte Suppen sowie zahlreiche selbstgemachte Kuchen sowie Getränke zur Verfügung. Vielen Dank an alle Spenderinnen und Spender sowie alle ehrenamtlichen Helfer und nicht zuletzt an alle Teilnehmenden für gut neun Stunden hochklassigen und fairen Tischtennis-Sport. Das war eine Vereinsmeisterschaft, die den Namen wirklich verdient hatte.
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