Stadt zieht positive Volksfest-Bilanz
16. September 2026
© Stadtverwaltung Pfaffenhofen a. d. Ilm
Mit dem Brillant-Feuerwerk ist am Dienstagabend das 76. Pfaffenhofener Volksfest zu Ende gegangen. Aus Sicht der Stadt fällt die Bilanz positiv aus. „Der Wettergott war heuer auf unserer Seite. Abgesehen von zwei Regentagen hatten wir über weite Strecken bestes Volksfestwetter. Das hat natürlich dazu beigetragen, dass die Menschen gerne und zahlreich auf den Festplatz gekommen sind“, sagt Bürgermeister Thomas Herker.
Tausende Gäste beim Auszug
Bereits der Auftakt machte Lust auf die sogenannte fünfte Jahreszeit. Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen verfolgten rund 3.500 Zuschauerinnen und Zuschauer den Festzug vom Hauptplatz zum Volksfestplatz. Rund 90 Vereine, Organisationen und Musikkapellen waren mit insgesamt etwa 2.300 Teilnehmenden dabei.
Im großen Festzelt angekommen, eröffnete Bürgermeister Thomas Herker das Volksfest mit dem traditionellen Fassanstich. Auch wenn das Anzapfen nicht ganz nach Plan verlief, tat es der Stimmung am ersten Tag keinen Abbruch. Beim Standkonzert am Sonntag vor dem Rathaus am Sonntagnachmittag sorgten fünf Musikkapellen aus der Region und die Stadtkapelle für musikalische Unterhaltung. Mit dabei waren auch wieder die Goaßlschnoizer. Gemeinsam zogen die Musikerinnen und Musiker anschließend mit den Bürgermeistern und Mitgliedern des Stadtrats zum Festplatz.
Das erste Wochenende war geprägt von vielen Gästen, gut gefüllten Bierzelten und ausgelassener Stimmung bei bayersicher Partymusik. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher fanden den Weg auf den Volksfestplatz.
Dart-Stars, Vereinsabend und Steinheben als Publikumsmagnete
Zu den Höhepunkten im Veranstaltungsprogramm gehörte erneut der Große Dart-Abend, der in diesem Jahr von der Sparkasse Pfaffenhofen präsentiert wurde. Die Profis Ross Smith aus England und Max Hopp aus Deutschland sowie Lokalmatador Dominik Grüllich sorgten im großen Festzelt für spannende Duelle. Auch Landrat Albert Gürtner und Bürgermeister Thomas Herker griffen gemeinsam mit den Dart-Stars zu den Pfeilen. Im Finale setzte sich Ross Smith gegen Dominik Grüllich durch.
Beim Landkreis-Vereinsabend standen Wissen, Geschicklichkeit und Muskelkraft im Mittelpunkt. Rund 2.700 Gäste verfolgten die verschiedenen Wettbewerbe – vom Maßkrugstemmen über Schätzfragen bis zur abschließenden Maßkrugsuche. Den Sieg holte sich in diesem Jahr der FSV Pfaffenhofen.
Beim traditionellen Steinheben am vorletzten Volksfesttag waren wiederum Kraft und Ausdauer gefragt. Michael Reichelt gewann das Männer-Schwergewicht, im Männer-Normalgewicht setzte sich Josef Döllerer durch, bei den Frauen gewann Uli Ertl.
Buntes Programm für jeden Geschmack
Auch dieses Jahr war ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt geboten. Beim Kinder- und Familiennachmittag sorgten zwar zeitweise Regenwolken für eine kleine Abkühlung, viele Familien nutzten die trockenen Phasen dennoch für einen Besuch auf dem Festplatz und nutzen die vergünstigten Preise, um die Fahrgeschäfte zu besuchen oder sich Leckereien an den Essensständen schmecken zu lassen. Gut besucht war auch der Seniorennachmittag, zu dem die Stadt eingeladen hatte. Zahlreiche Seniorinnen und Senioren verbrachten einige gesellige Stunden in den Festzelten.
Ergänzend zum städtischen Programm hatten die Festwirte über die zwölf Festtage ein abwechslungsreiches Angebot für ihre Gäste zusammengestellt: Das große Festzelt überzeugte durch faire Preise sowie neue Partybands. Zum vierten Pfaffenhofener Dirndl Voixfest trafen sich Frauen aus Pfaffenhofen und Umgebung im Zelt „Zum Spitz“. Im Festzelt „Tradition“ standen zünftige Blasmusik und eine klassische Volksfestatmosphäre im Mittelpunkt.
Sicherheitskonzept bewährt sich erneut
Auch aus Sicht der Polizei verlief das Volksfest insgesamt friedlich und ohne außergewöhnliche Sicherheitsstörungen. Das gilt sowohl für die großen Ereignisse Volksfestauszug, Standkonzert und Feuerwerk, als auch für den Alltag rund ums Pfaffenhofener Volksfest. Das erste Wochenende verlief für die Beamten sehr ruhig, erwähnenswert ist hier nur eine Alkoholfahrt eines E-Scooter-Fahrers. Am ersten Montag wollte ein 46-Jähriger nicht einsehen, dass er in dem Zelt, in dem an diesem Abend das Pfaffenhofener Dirndl Voixfest für Frauen stattfand, keinen Zutritt bekommen sollte.
Am zweiten Wochenende waren doch diverse Einsätze zu bewältigen. Die Bandbreite reichte hier von verbalen Streitigkeiten über Beleidigungen bis hin zu mehreren Körperverletzungen. Wobei viele der körperlichen Auseinandersetzungen nicht auf dem Volksfestgelände selbst, sondern überwiegend im Zusammenhang mit sogenannten After-Volksfestpartys in der Stadt stattfanden.
Der Sicherheitsdienst verzeichnete neben den für ein Volksfest üblichen Schlichtungen von Streitigkeiten keine besonderen Vorkommnisse. Die Stadt bewertet das bestehende Sicherheitskonzept mit der sichtbaren Präsenz von Polizei und Sicherheitsdienst daher erneut als wirksam.
Der Sanitätsdienst des BRK war an allen zwölf Volksfesttagen im Einsatz. Insgesamt wurden 117 Personen auf dem Volksfestplatz versorgt. In 64 Fällen handelte es sich um Wundversorgungen. Sieben Menschen mussten zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Am letzten Volksfesttag wurde zudem eine Person im großen Festzelt notfallmedizinisch versorgt und anschließend mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht.
Sonniges Finale
Bei strahlend blauem Himmel nutzten am Dienstag noch einmal viele Familien die Mittagszeit für einen Besuch auf dem Volksfest und feierten gemeinsam den ersten Schultag. Am Abend verabschiedete sich das 76. Pfaffenhofener Volksfest mit dem Brillant-Feuerwerk. Wegen eines medizinischen Notfalls musste der Start des Feuerwerks um rund 45 Minuten verschoben werden. Gegen 22.15 Uhr war es dann so weit: Die bunten Lichter am Himmel bildeten den Abschluss von zwölf Festtagen auf dem Volksfestplatz.
In den kommenden Monaten beginnen bereits die Vorbereitungen für das nächste Volksfest, damit es dann im September 2027 wieder heißt: O’zapft is!
Das Volksfest in Zahlen
- Nach einem Schlag verabschiedete sich leider der Dichtungsring beim Anzapfen. Immerhin einige Gäste durften sich trotzdem über eine Maß Freibier freuen.
- Insgesamt zählte der Festzug etwa 2.300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer und 3.500 Besucher.Im Vergnügungspark gab es rund 40 Los- und Schießbuden, Brotzeitstände und Fahrgeschäfte.
- 3.237 von circa 4.300 angeschriebenen Seniorinnen und Senioren folgten der Einladung der Stadt zu Bier und Hendl in die Festzelte.
- 188 Vereine kamen am Großen Landkreisvereinsabend zusammen. Davon wurden acht Vereine ausgelost, die sich in drei Wettkämpfen messen konnten. Als Preis erwartete sie 50 Liter Freibier bzw. Geldpreise. Insgesamt wurden 1.000 Hendlzeichen vom Festwirt Widmann und 2.000 Biergutscheine von der Brauerei Müllerbräu ausgegeben.
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