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Was unser Lebensstil mit drei Erden zu tun hat

Was unser Lebensstil mit drei Erden zu tun hat © germanwatch.org

Jedes Jahr macht der sogenannte Erdüberlastungstag – international auch Earth Overshoot Day genannt – deutlich, wie stark wir die natürlichen Ressourcen unseres Planeten beanspruchen. Der Tag markiert symbolisch den Zeitpunkt im Jahr, an dem die Menschheit rechnerisch alle natürlichen Ressourcen verbraucht hat, die die Erde innerhalb eines Jahres wieder erneuern kann. Ab diesem Tag leben wir ökologisch betrachtet „auf Pump“ und greifen auf die Reserven der Erde zurück.

Der Erdüberlastungstag wird jedes Jahr vom Global Footprint Network berechnet. Grundlage ist der sogenannte ökologische Fußabdruck: Dabei wird der Ressourcenverbrauch der Menschen, etwa für Energie, Nahrung, Flächen oder Holz, mit der Fähigkeit der Erde verglichen, diese Ressourcen zu regenerieren und Emissionen aufzunehmen.

Neben dem weltweiten Termin gibt es auch einen nationalen Erdüberlastungstag für einzelne Länder. Für Deutschland liegt dieser bereits sehr früh in diesem Jahr - am 10. Mai 2026. Würden alle Menschen auf der Welt so leben und wirtschaften wie wir in Deutschland, dann bräuchte die Menschheit sogar etwa drei Erden, um den Ressourcenbedarf dauerhaft zu decken.

Der Erdüberlastungstag ist ein wichtiges Symbol

Er zeigt, dass wir die natürlichen Grenzen unseres Planeten überschreiten und alle Ressourcen verbraucht haben sollen, die uns die Erde in einem Jahr bereitstellen kann. Der menschliche Konsum findet schon lange nicht mehr auf einem nicht nachhaltigen Niveau statt. Mit ihrem jetzigen Lifestyle verbraucht die Menschheit 1,75 Erden pro Jahr. Wir nutzen also 75 % mehr Ressourcen, als die Erde nachbilden kann.

Warum informiert die Stadt Pfaffenhofen über dieses Thema?

Eine lebenswerte Stadt braucht eine intakte Umwelt mit sauberer Luft, gesunden Böden, ausreichend Wasser und stabilen Ökosystemen. Globale Entwicklungen wie Klimawandel, Ressourcenknappheit oder Artenverlust wirken sich auch auf unsere Region aus. Deshalb setzt sich die Stadtverwaltung beispielsweise dafür ein, nachhaltige Mobilität zu fördern, fossilfrei zu werden, Energie effizient zu nutzen und Natur- und Grünflächen zu schützen.

Gleichzeitig können auch wir alle im Alltag einen Beitrag leisten.

Viele kleine Entscheidungen helfen dabei, Ressourcen zu schonen und den Erdüberlastungstag langfristig wieder nach hinten zu verschieben. Dazu gehören zum Beispiel:

häufiger zu Fuß gehen, Rad fahren oder öffentliche Verkehrsmittel nutzenerneuerbare Energien nutzen, etwa beim Heizen oder Stromverbrauchregionale und saisonale Lebensmittel bevorzugenLebensmittelverschwendung vermeidenProdukte länger nutzen, reparieren oder teilenWasser sparsam zu nutzenDer Erdüberlastungstag erinnert uns daran, dass nachhaltiges Handeln nicht nur eine globale Aufgabe ist. Auch vor Ort in unseren Haushalten, in unserer Stadt und in unserem täglichen Leben können wir gemeinsam Verantwortung übernehmen.

Weitere Informationen gibt es HIER.

Jeder Beitrag zählt, damit unsere Umwelt auch für kommende Generationen lebenswert bleibt.

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