Wie sich unsere Stadt auf die Zukunft vorbereitet
21. Mai 2026
Die Sommer werden heißer, Trockenperioden länger und Wetterextreme häufiger – auch in Pfaffenhofen sind die Folgen des Klimawandels längst spürbar. Gerade Stadtbäume stehen dabei unter besonderem Druck und sind dabei unverzichtbar: Sie spenden Schatten, kühlen ihre Umgebung, verbessern die Luftqualität und erhöhen die Lebensqualität in unserer Stadt.
Um diese wichtigen Funktionen auch in Zukunft zu sichern, setzt die Stadt Pfaffenhofen mit den Profis des Stadtgrüns der Stadtwerke zunehmend auf sogenannte Klimabäume – und das nicht erst seit heute:
Pfaffenhofen fördert bereits seit vielen Jahren gezielt die Pflanzung klimaangepasster Baumarten und entwickelt seine Stadtbegrünung konsequent weiter.
Das zeigt Wirkung: Wenn die nächsten heißen Tage kommen, ist Pfaffenhofen in vielen Bereichen bereits besser vorbereitet als noch vor einigen Jahren.
Die Stadtwerke erklären: Was sind Klimabäume?Klimabäume sind Baumarten, die besonders gut mit den veränderten Bedingungen bei uns zurechtkommen. Sie vertragen Hitze, kommen mit längeren Trockenphasen besser zurecht und sind weniger anfällig für Krankheiten.
Während klassische Stadtbäume wie Spitzahorn, Hainbuche oder teilweise auch Winterlinde zunehmend unter Stress geraten, pflanzen die Stadtwerke heute gezielt robustere Arten wie zum Beispiel Feldahorn oder die Hopfenbuche.
Diese Bäume sind besser auf die Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte vorbereitet und können sich auch im urbanen Umfeld langfristig zu großen, schattenspendenden Stadtbäumen entwickeln.
Warum Pfaffenhofen neu denkt und pflanztViele unserer älteren Stadtbäume stammen aus einer Zeit, in der die klimatischen Bedingungen deutlich ausgeglichener waren. Heute wirken – nicht nur in Pfaffenhofen – mehrere Belastungen gleichzeitig:
hohe Temperaturen durch aufgeheizte Flächenwenig Wasser im Bodenbegrenzter Wurzelraumzusätzliche Belastungen durch Verkehr und VersiegelungDas führt auch in unserer Stadt dazu, dass einige Baumarten schneller altern, anfälliger für Schädlinge werden oder sogar vorzeitig ersetzt werden müssen.
Die gezielte Auswahl klimaresilienter Baumarten ist deshalb ein wichtiger Schritt, um die grüne Infrastruktur der Stadt langfristig zu sichern.
Doch welche Bäume sind zukunftsfähig – und wie müssen ihre Standorte gestaltet sein, damit sie dauerhaft gut wachsen können?
Forschung direkt vor Ort: Projekt am SchillerringGenau diesen Fragen gehen die Stadtwerke auch wissenschaftlich nach. Am Schillerring untersuchen Stadtgrün-Leiter Mario Dietrich und sein Team, welche Baumarten sich unter den Bedingungen in Pfaffenhofen langfristig bewähren.
Dabei geht es nicht nur um die Auswahl der richtigen Bäume, sondern auch um den richtigen Standort:
Können Bäume so gepflanzt werden, dass sie gleichzeitig bei Starkregen Wasser aufnehmen und so zur Entlastung der Kanalisation beitragen?
Auf einer Versuchsfläche wird deshalb erforscht, wie sogenannte Versickerungsmulden und Baumrigolen optimal gestaltet sein müssen. Ziel ist es, zwei Herausforderungen gleichzeitig zu lösen:
Bei Starkregen soll Wasser aufgenommen und schadlos abgeleitet werden, ohne das Grundwasser zu belasten.In Trockenperioden soll der Boden als Wasserspeicher dienen und den Baum versorgen.Das Projekt ist Teil eines Forschungsverbunds unter Beteiligung des Landesamts für Umwelt, der TU München, der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, des Bodeninstituts Prügl sowie der Stadtwerke Pfaffenhofen. Es wurde 2022 gestartet und liefert wichtige Erkenntnisse für die zukünftige Stadtentwicklung.
Ein Beitrag für die ganze StadtJeder neu gepflanzte Baum ist eine Investition in die Zukunft Pfaffenhofens. Klimabäume tragen dazu bei, unsere Stadt auch in heißen Sommern lebenswert zu halten und das Stadtklima nachhaltig zu verbessern.
Pfaffenhofen ist auf einem guten Weg – mit der Kombination aus langjährigem Engagement, praktischer Erfahrung und wissenschaftlicher Begleitung gehen die Stadtwerke diesen Weg konsequent weiter.
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