Zwischenbilanz: Haushaltsentwicklung im Plan
22. Juli 2026
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Die Haushaltslage der Stadt Pfaffenhofen ist zum Halbjahr größtenteils im Plan. Das geht aus dem städtischen Finanzbericht hervor, den die Kämmerei dem Stadtrat in dessen jüngster Sitzung vorgelegt hat.
Insgesamt liegen die Einnahmen im Verwaltungshaushalt etwas unter der Hälfte des Ansatzes, was u. a. auf die ausstehenden Einnahmen aus dem Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer zurückzuführen ist. Die Hochrechnung lässt allerdings eine positive Abweichung beim Einkommensteueranteil erwarten.
Die Gewerbesteuer hat sich im ersten Halbjahr positiv entwickelt. Ihre Entwicklung liegt im Plan, dennoch ist diese Position durchaus volatil und kann sich bis zum Jahresende nochmals verändern, wie es sich in den Vorjahren zeigte (siehe Grafik).
Die Ausgaben in den Deckungskreisen im Verwaltungshaushalt liegen in Summe über dem rechnerischen Sollwert für das erste Halbjahr 2026. Diese sollten sich aber insgesamt bis zum Ende des Jahres ausgleichen, da einige Ausgaben u. a. Abschläge, Versicherungen, Mitgliedsbeiträge sowie Mieten und Pachten bereits für das gesamte Jahr verbucht sind. Geringe Überschreitungen zum Jahresende sind voraussichtlich beim Fahrzeugunterhalt sowie bei den Personal- und Defizitkostenzuschüssen an Kindergärten fremder Tragen möglich. Bei den Personalausgaben wird mit einer Unterschreitung des Ansatzes von rund 2 Prozent gerechnet, wodurch die Reserve von 100.000 € nicht in Anspruch genommen werden muss.
Für außer- und überplanmäßige Ausgabe steht eine allgemeine Deckungsreserve in Höhe von 200.000 € zur Verfügung, die nach der aktuellen Berechnung nicht benötigt wird.
Aufgrund der zu erwartenden geringen Mehreinnahmen sowie Minderausgaben im Verwaltungshaushalt ist derzeit davon auszugehen, dass die geplante Zuführung an den Vermögenshaushalt von rund 2,7 Mio. € überschritten wird.
Im Vermögenshaushalt liegen die Ausgaben zum Halbjahr deutlich unter dem Ansatz. Gründe dafür sind Planungsverzögerungen sowie Verschiebungen der Mittelabflüsse auf das zweite Halbjahr. Geringe Minderausgaben sind im Tiefbaubereich inkl. Straßengrunderwerbe und beim Erwerb von Grundstücken zu erwarten. Aufgrund der Verschiebung der Ausgaben auf das Folgejahr im Tiefbau für u. a. verkehrsberuhigter Bereich Münchener Straße und Ableitung Oberflächenwasser Schmädelstraße samt Straßenbau) wird ein Teil der geplanten Maßnahmen in diesem Haushaltsjahr nicht realisiert werden können und als Ausgaberest übertragen.
Bei den Einnahmen ist derzeit mit Mindereinnahmen bei der weiteren Vermarktung der Bau- und Gewerbegebiete Affalterbach und Sandkrippenfeld zu rechnen. Außerdem sind Verschiebungen vor allem im Bereich der Zuweisungen und Zuschüsse zu verzeichnen.
Der allgemeinen Rücklage konnten bisher Zinseinnahmen in Höhe von gut 49.000 € zugeführt werden. Zum Jahresende ist eine Rücklagenentnahme von 1,2 Mio. € eingeplant, die nach derzeitigem Stand nur geringfügig benötigt wird. Entscheidend für die Höhe der Entnahme wird die weitere Entwicklung der Steuereinnahmen, der laufenden Ausgaben sowie der Einnahmen aus Gewerbe- und Baugebieten sein.
Obwohl der Haushalt 2026 im Plan verläuft und sich die Steuereinnahmen leicht positiv abzeichnen, ist für die nächsten Jahren mit einer angespannten Lage, aufgrund von steigenden Ausgaben bei gleichbleibenden Einnahmen insbesondere aus der Gewerbesteuer und hohen geplanten Investitionen (u. a. für Tiefbaumaßnahmen und den Feuerwehrneubau), zu rechnen.
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