Pfaffenhofen

Kultursommer 2020

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ACHTUNG: Marazula wegen schlechten Wetters verschoben auf Montag den 6.Juli! (Ursprünglich Sonntag, 28.6.)

Die Karten behalten Gültigkeit!

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Unter dem Motto „Alles außer gewöhnlich“ bietet das Kulturamt der Stadt Pfaffenhofen den Besuchern von 19. Juni bis 2. August insgesamt 27 Veranstaltungen auf der Bühne im Innenhof des Landratsamts. Aufgrund der Vorsorgenmaßnahmen zum Schutz vor der Ausbreitung des Coronavirus gibt es die Tickets nur im Vorverkauf, entweder online auf okticket.de oder über die üblichen Vorverkaufsstellen wie Pfaffenhofener Kurier und Elektro Steib. Außer am Platz gilt Maskenpflicht und Abstandspflicht.

Unser freundlicher Gastroservice versorgt Besucher direkt am Platz mit gekühlten Getränken.

Statt den Open Airs am Hauptplatz und im Bürgerpark und den vielen weiteren kleinen Veranstaltungen, wird es hauptsächlich eine einzige Bühne geben. Das Spektrum reicht von Konzerten, Theater über Kabarett bis hin zu Lesungen. Die derzeitige Situation erlaubt keine regulären Sommerveranstaltungen, die Kultursommer-Bühne im Innenhof des Landratsamts ist aber eine attraktive Alternative.

Nach den Entwicklungen der letzten Wochen und Monaten ist das nicht selbstverständlich, desto mehr freut sich die Stadt Pfaffenhofen nun doch ein sommerliches Kulturprogramm zu bieten.

Hier geht es direkt zu den nächsten Veranstaltungen

Eröffnung des Pfaffenhofener Kultursommers 2020

Pfaffenhofen - wie geht's zum Auftakt des Kultursommers

Verändertes Konzept

Statt den Open Airs am Hauptplatz und im Bürgerpark und den vielen weiteren kleinen Veranstaltungen, wird es hauptsächlich eine einzige Bühne geben – die allerdings mit 7 Wochen Programm! Dass die derzeitige Situation keine regulären Sommerveranstaltungen ermöglichen ist bedauerlich, mit der Kultursommer-Bühne im Innenhof des Landratsamts ist aber eine attraktive Alternative entstanden.

Von 19.06. bis zum 02.08.: 7 Wochen und 27 Veranstaltungen – Konzerte, Theater, Kabarett und Lesungen. Das ist das Konzept der Bühne. Dabei wird es klassische Kultursommer-Veranstaltungsformate geben, etwa die Veranstaltungen der regionalen Kulturschaffenden, die in jedem Jahr einen Teil des Sommerprogramms bestritten. Mit dabei sind beispielsweise die Stachelbären, die die Veranstaltungsreihe auch eröffnen. Oder auch die Weltmusik-Formation Marazula, die lockere Autorengruppe der Silbenschmiede und zwei Konzertprojekte der Cellistin Marie-Therese Daubner. Die beliebte Kurzfilmnacht wird ebenso in diesem Rahmen durchgeführt wie die Lesung des diesjährigen Lutz-Stipendiaten Erik Wunderlich. Zu guter Letzt steuert auch Regisseur Falco Blome ein Solostück zum Programm bei: Adelheid Bräu spielt einen Valentin-Abend.

Hinzu kommt eine Reihe von Gastspielen. Zum Teil sind das Konzerte, die in diesem Sommer geplant gewesen wären, zum Teil Musikerinnen und Musiker, als auch Künstlerinnen und Künstler, die in vergangenen Saisons in Pfaffenhofen zu Gast waren.

Das Spektrum ist dabei relativ weit und reicht von Liedermacherabenden von Maxi Pongratz und Philip Bradatsch über verschiedenste Konzerte wie etwa von Coconami, Ami, Hundling oder Tom & Flo bis hin zu Musikkabarett-Veranstaltungen wie beispielsweise der Couplet AG, Martin Hofmeir oder Matthias Kellner.

Schutzkonzept

Teil des Veranstaltungskonzeptes ist selbstverständlich ein Schutzkonzept mit den üblichen Zutaten. Zentrales Element ist dabei die Zugangskontrolle über den Ticketverkauf: Tickets können nur im Vorverkauf bezogen werden, entweder online auf okticket.de oder über die üblichen Vorverkaufsstellen wie Pfaffenhofener Kurier und Elektro Steib. Um die Tickets erwerben zu können muss jeder Käufer seine Anschrift und Telefonnummer hinterlassen. Die Tickets werden dabei vor allem paarweise für benachbarte Plätze ausgegeben. Wenn Sie die Veranstaltung alleine besuchen möchten, nützen Sie hierfür bitte die Einzelplätze.

Alle Einnahmen aus den Ticketverkäufen kommen im Übrigen den beteiligten Künstlern zu Gute.

Da es sich um eine Open-Air-Veranstaltung handelt, kann es zu witterungsbedingten Ausfällen kommen. Die Tickets behalten dabei allerdings ihre Gültigkeit. Entsprechende Ausweichtermine werden jeweils vor den Veranstaltungen zeitaktuell mitgeteilt.

Ausstellungen

Doch nicht nur auf dieser Bühne ist der Kultursommer zu finden: Mit der alljährlichen Ausstellung „Hallertauer Künstler“ öffnet die Städtische Galerie nach zwei Monaten wieder, die Fotogehgrafie findet wieder statt – offen ist noch wie die Siegerehrung aussehen wird, aber auch die Ausstellung zum beliebten Fotowettbewerb wird in der Städtischen Galerie gezeigt. Und im Anschluss überbrückt eine weitere Ausstellung in der Galerie die Sommerpause: Die Stadt zeigt die Kunst-Ankäufe der letzten beiden Jahre.

Um Kunst geht es auch im Kreativquartier: Die dort mit ihren Ateliers eingemieteten Künstler zeigen dort bei der Hausausstellung aktuelle Arbeiten.

Die Veranstaltungen

Beginn jeweils um 20 Uhr!

NEU: Montag, 22.6.2020 (Nachholtermin für 19.06.)

Eröffnungsveranstaltung: Kabarett Stachelbär „Mir, Ihr und Bier“

Stachelbaeren Kultursommer 2020

Fünf Vorstellungen des Starkbier-Kabarett mussten Mitte März wegen Corona kurzfristig abgesagt werden. Nun bieten die Stachelbären all denen, die das diesjährige Programm nicht mehr sehen konnten, die Gelegenheit, dies doch noch nachzuholen. Im Rahmen des Pfaffenhofener Kultursommers heißt es an zwei Abenden: „Mir, Ihr und Bier“ im Innenhof des Landratsamts. Dabei gibt es eine aktualisierte Fassung des Starkbier-Programms mit den Stachelbären Roland Andre, Brigitte Moser, Michael Eberle, Claus Drexler und Volker Bergmeister. Wer künftig in und um Pfaffenhofen wie und mit wem regiert und wie Stadt und Bürger die Pandemie meistern – das sind Themen, die man aktuell ins Programm aufgenommen hat.

Weiterer Termin am 18. Juli

Eintritt: 20 EUR zzgl. Vorverkaufsgebühren

NEU: Dienstag, 23.6.2020 (Nachholtermin für 20.06.)

Philip Bradatsch: Jesus von Haidhausen

Bradatsch Kultursommer 2020
© Sebastian Weidenbach

Philip Bradatsch ist wohl das Ungeheuerlichste, was die deutsche Indie-Szene in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Einer mit Attitüde, einer, der Haltung einnimmt. Zwar sind ihm aktuelle Hörgewohnheiten oder Playlists mitnichten egal, nur bedienen will er sie eben nicht. Stattdessen führt er sie mit kryptischen, dylanesken Versatzstücken vor, erschafft einen Sog aus Bildern, Räumen und Stimmen. Und überquert auch mal unverfroren die Wohlfühlgrenze. Dann haut er sie raus, die verwerflichen Gefühle, die so wahrhaftig sind, dass niemand sie zugeben mag. Nicht mal vor der Arroganz hat er Angst, und schon gar nicht vor der deutschen Sprache, wie er nun auf seinem neuen Album „Jesus von Haidhausen“ (Trikont, 13. März 2020) erstmalig eindrucksvoll unter Beweis stellt. Nach dem ersten Zusammenzucken denkt man, der traut sich was, aber sympathisches Understatement ist nicht Philip Bradatschs Sache. Hinterher ist man froh, mit manch unliebsamem Gefühl nicht alleine dazustehen. Und man ist beseelt von der musikalischen Fülle. Denn Philip Bradatsch wartet mit Überraschungen auf, seine Songs ziehen langsam herauf, beklemmen, bäumen sich wütend auf und lösen sich im nächsten Moment in wundervolle Harmonien auf. Zwischen düster-bedrohlichen Klangwelten plötzlich ein lakonischer Schmunzler, im dumpfen Weltschmerz auf einmal eine Zärtlichkeit, die einem warm ums Herz werden lässt. Und hinter ihm rumpeln, ächzen und rocken die fabelhaften Cola Rum Boys, dass es eine wahre Freude ist. Solo oder im Band-Kollektiv, am Ende ist Philip Bradatsch wohl das, was sich so lange niemand zu vermissen getraut hat: Rock’n’Roll.

Eintritt: 10 EUR zzgl. Vorverkaufsgebühren

Sonntag, 21.06.2020

Operettenkonzert mit dem Ensemble „Phoenix“

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Das erst vor kurzem gegründete Pfaffenhofener Ensemble „Phoenix“ entführt in die Welt der Operette und des Wiener Walzers. Julia Rempe (langjährige Solistin an der Bayerischen Staatsoper) und Daniel Sauer (Student am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg) singen Ausschnitte aus der „Fledermaus“ von Johann Strauß, aus Franz Lehárs „Die lustige Witwe“ sowie aus diversen Musicals. Begleitet werden sie von Thomas Hofer (Geiger bei den Münchener Philharmonikern) und Dieter Sauer (ehemals Lehrbeauftragter für Violine an der Münchener Musikhochschule). Auf der Bratsche begleitet Christiane Sauer, am Violoncello Marie-Therese Daubner und am Klavier Stefan Daubner, alle drei Lehrer am Schyren-Gymnasium.

Eintritt: 20 EUR zzgl. Vorverkaufsgebühren

Donnerstag, 25.06.2020

Maxi Pongratz

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Maxi Pongratz, der Akkordeonspieler, Texter, Liedschreiber und ein Kofelgschroa der ersten Stunde, ist ein Pendler zwischen Groß- und Kleinstadt, zwischen München-Obergiesing und Oberammergau, zwischen dem großen Ganzen und dem oft übersehenen, wunderlichen Kleinen. Und nun solo unterwegs.

Nach den drei erfolgreichen Alben mit seiner 4-köpfige Kapelle und ihrer ganz eigenen Version traditioneller Blasmusik, geht Maxi Pongratz nun eine Zeitlang eigener Wege: Mit seinem ureigenen Akkordeonspiel und Liedern, die uns laut auflachen lassen, solange, bis uns das Lachen auch mal gehörig im Halse stecken bleibt, die mehr als nur zwei Ebenen haben, in der die heile Welt Risse kriegt und die, das ist entscheidend, dem Schmunzeln und Augenzwinkern, der leisen und auch der lauten Ironie ihren Raum geben. Kaum ein anderes Bundesland hat eine so starke Tradition der anarchistisch gegen den Strich gebürsteten Volksmusik hervorgebracht wie Bayern; wo sonst wird so kritisch, politisch, witzig und laut geschrammelt, gestampft und gesungen? Ganz in dieser Traditionslinie der Zick-Zack-Gänger und Querschläger stehend, hatte es nicht umsonst bereits über die Texte von „Kofelgschroa" geheißen, sie seien dadaistisch-valentinesk. Das setzt Maxi Pongratz auf seiner ersten Soloplatte nun noch eins drauf. Mit seinem Akkordeon oder dem Klavier lässt er diese Texte in schnellen Schritten springen, plötzlich stocken oder schleppt und schuppst sie hinter und vor sich her. Das ist authentisch und rau, laut und lustig und nicht zuletzt auch ziemlich schlau.

Eintritt: 10 EUR zzgl. Vorverkaufsgebühren

Freitag, 26.06.2020

Coconami

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Nami singt und spielt Ukulele, Blockflöte und Kalimba. Sie komponiert und textet zauberhafte, federleichte japanische Lieder. Miyaji arrangiert Altbekanntes neu und sein Ukulelespiel lässt scheinbar bekannte Songs überraschend neu glänzen. Und so fischen die beiden aus dem großen Teich der Popmusik Klassiker in Englisch, Bayerisch, Deutsch und Italienisch, um sie dann wundersam in das feine Coconami-Gewand zu weben.

Saikai – ist der Titel des vierten Coconami-Albums und bedeutet soviel wie: Wiedersehen – Wiederbeginn – Neustart.

Dieses Wiedersehen mit Coconami nach fast 4 Jahren bringt auch manch neue Gewichtung mit sich. Die Ukulele ist nicht mehr in jedem Song dabei, dafür gerne die 4-saitige-Zigarrenkistenbox, ein neues Lieblingsinstrument von Miyaji. Textlich bewegen sich Coconami auf Saikai gerne auf absurdem Terrain und Ken Hatada und Richard Oehmann singen dazwischen und darüber, je nachdem wie es grade passt.

Immer noch singt Nami mit Ihrer zauberhaften, manchmal elfengleichen und manchmal tief- tönenden Stimme, singt vom Haifischbaby, von Roten Schuhen oder von Aalen mit Herpes. Natürlich gibt’s auch wieder ein paar Klassiker. Adriano Celentano schaut vorbei, unsere alten Freunde die Ramones, aber auch der bayerische Märchenkönig Ludwig. Die große Klammer, die diese musikalischen Mixed Pickles zusammenhält ist auch diesmal diese erstaunlich berührende, immer wieder vollkommen überraschende Musik der Beiden, irgendwer nannte das mal eine „coconamisierte Musik“, besser kann man es eigentlich nicht beschreiben.

Eintritt: 15 EUR zzgl. Vorverkaufsgebühren

Samstag, 27.06.2020

Warten auf Karl

Ein Karl Valentin-Solo (Corona Version)

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Ein Valentin-Abend als Solo? Wo gibts denn sowas? Bei uns natürlich. Adelheid Bräu stemmt urkomische Dialoge allein und meistert bravourös ganze Szenen solo. Die neu arangierte Vorstellung glänzt mit bekannten Texten wie dem "Aquarium" oder dem "Ententraum", zeigt aber auch unbekannteres des großen Münchners.

Mit Adelheid Bräu. Regie: Falco Blome. Ausstattung: Christina Huener.

Weitere Termine: 05./09./12. Juli

Länge: 70 Minuten ohne Pause

Eintritt: 15 EUR zzgl. Vorverkaufsgebühren

NEU: Montag, 06. Juli 2020 (Nachholtermin für 28.06.)

Marazula
VERSCHOBEN WEGEN REGEN

Marazula

Die Formation Marazula bringt auch diesmal handgemachte und ehrliche Musik aus allen Regionen und Winkeln der Welt auf die Bühne. Die Meister der stillen Töne mischen in ihrem vielschichtigen Repertoire irische Jigs und Reels, jiddische Tänze, russische Zigeunermusik, französische Musette-Walzer, argentinische Tangos und bayerische Polkas. Das ist Fernweh für die Ohren und Nährstoff für die Phantasie, mal melancholisch, mal spritzig-feurig und auf alle Fälle farbenfroh. Mit dabei immer auch eine Reihe melodische Eigenkompositionen - wunderbar eingefügt in diese großartige Musiksammlung.

In der Besetzung von Akkordeon, Geige, Flöten, Irish Bouzouki, Gitarre und Kontrabass legt die fünfköpfige Gruppe Wert auf ein authentisches und natürliches Klangbild, das sie mit differenzierten und abwechslungsreichen Arrangements unterstreicht.

Sie will sich auch nicht auf eine Stilrichtung festlegen lassen und so macht die multikulturelle Vielfalt, verbunden mit Experimentierfreude - alles zum Spaß an der eigenen Freud, ohne den Anspruch einer bestimmten folkloristischen Richtung zu folgen - Marazula zum reizvollen Musikereignis.

Marazula existiert seit 1996 und besteht aktuell aus fünf Musikerinnen und Musikern aus dem Raum Pfaffenhofen: Eva Bonk (Geige), Regina Chalupper (Flöten, Kontrabass), Helga Widmann (Akkordeon), Oliver Grenz (Gitarre) Burkhart Wagner (Kontrabass, Gitarre, Irish Bouzouki)

Eintritt: 10 EUR zzgl. Vorverkaufsgebühren

NEU: Dienstag, 07.07.2020 (Ersatztermin für 2. Juli)

Black Patti

VERSCHOBEN WEGEN REGENS

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Seit 2011 bilden der bereits mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnete Gitarrist und Mundharmonikaspieler Peter Crow C. und sein Partner Ferdinand ‚Jelly Roll’ Kraemer, der neben Gesang und Gitarre auch an der Mandoline glänzt, das nach einem obskuren Plattenlabel benannte Duo Black Patti. Akustischer Pre-War-Blues, zu weiten Teilen auf beeindruckenden Eigenkompositionen fußend, brachte die Musiker bereits auf Festivals wie Heimatsound Oberammergau, Jazzfrühling Kempten, das Snow Jazz Festival (Frankreich) oder das Birmingham Jazzfestival (GB) und Auftritte im Rahmen von Kunst und Literatur (Harry Rowohlt, Fritz Rau u.a.) gehören neben unzähligen Club- und Barshows zu ihren Aktivitäten.

Mit „Red Tape“ liegt nun der zweite Tonträger der versierten, meist mit wunderbar zweistimmigem Gesang antretenden Instrumentalisten vor. Selbstverständlich auf traditionellen Instrumenten eingespielt und vintage und vollanalog aufgenommen. Mit ihrem äußerst abwechslungsreichen Repertoire präsentieren die Süddeutschen filigrankunstvolle und unglaublich berührende Roots-Musik zwischen tiefschwarzem Delta Blues, federndem Ragtime und beseelten Spirituals. Begleitet wird das Duo vom legendären Kontrabassisten und Sänger Ryan Donohue aus New Orleans.

Eintritt: 15 EUR zzgl. Vorverkaufsgebühren

Freitag, 03.07.2020

Kurzfilmnacht

Kurzfilmnacht Kultursommer 2020

Auch in diesem Jahr wieder, nur anders: Die Jugendtalentstation UTOPIA veranstaltet wieder eine kurze Nacht der noch kürzeren Filme. Zum einen als abgespeckte Open Air-Version für maximal 100 Leute im Innenhof des Landratsamtes und zusätzlich als Online-Livestream für Terrasse, Balkon oder Wohnzimmer. Los geht es bei in jedem Fall freiem Eintritt kurz ab 21 Uhr bzw. nach Sonnenuntergang. Im Livestream können Filmfans die Kurzfilme unter www.pfaffenhofen.de/kurzfilmnacht verfolgen. Hier sind auch alle News zur Veranstaltung zu finden.

Ob nun in der hoffentlich lauen Sommerabendluft zu Hause oder im Innenhof des Landratsamts – in jedem Fall stellt die Stadtjugendpflege Kurzfilme aller Art, von Produktionen für die Sozialen Medien über Dokumentationen bis zu Science-Fiction aus Pfaffenhofen und aus ganz Deutschland zusammen. „Am meisten freuen wir uns natürlich, wenn wir Arbeiten aus Pfaffenhofen oder gar von jungen Leuten aus dem Utopia zeigen können“, meint Matthias Stadler, Leiter der Stadtjugendpflege. „Zusammen mit allen übrigen Einsendungen versuchen wir daraus wie jedes Jahr ein kurzweiliges Programm bis ca. 23:30 Uhr zusammen zu stellen.“ Falls es dieses Jahr aufgrund der begrenzten Besucherzahl nicht möglich sein sollte die Kurzfilme live und Open Air zu genießen, empfiehlt der für das Jugendkultur- und Medienzentrum Utopia Zuständige, es sich ab Sonnenuntergang mit Getränk, Häppchen und Tablet, Laptop, PC oder Smart Phone gemütlich zu machen und die hoffentlich laue Sommernacht nichts desto trotz zu genießen. Bei allzu schlechtem Wetter findet die Veranstaltung live und im Stream am 8. Juli zur gleichen Uhrzeit statt.

Eintritt: 0 EUR zzgl. Vorverkaufsgebühren

(Die Veranstaltung ist kostenlos. Aus Hygiene-Schutzgründen müssen allerdings Tickets gekauft werden. Achtung: Die Karten sind extrem begrenzt!)

Samstag, 04.07.2020

Couplet AG: Das Beste

Die gesamten Klassiker und Highlights, sowie neuesten Nummern erstmals vereint in einem Programm.

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Ein echtes Satire-Fest für alle Fans und ein Rundumschlag der Couplet-AG, die in Liedern und Sketchen so ziemlich alles durch den satirischen Reißwolf dreht. Sie haben die traditionelle Liedform des Couplets entstaubt und das Erbe der Münchner Volkssänger mit neuem Leben gefüllt. Seit 25 Jahren ist die Couplet-AG nicht nur kultiger Bestandteil der süddeutschen Kabarettszene, sondern zählt auch zu den erfolgreichsten Musik- und Politkabarettgruppen im Lande. Als Meister des Spotts werden sie von den Feuilletonisten gefeiert und verbuchen auf ihrem Konto weit über 2500 Auftritte, auf allen renommierten Kleinkunst- und Kabarettbühnen in Süddeutschland und Österreich. Dazu kommen zahlreiche Auftritte in TV- und Radiosendungen (u.a. Schlachthof, Spaß aus Mainz, Freunde in der Mäulesmühle, BR-RadioSpitzen und vor allem in der eigenen Sendung „Brettl-Spitzen“ im BR Fernsehen)

Das Volkssänger-Kabarett und damit auch das Couplet verdanken ihren erneuten Siegeszug durch Bayern nicht zuletzt der Couplet-AG, deren Lieder die stets aktuellen Texte von Gründer, Autor und Ideengeber Jürgen Kirner mit den unverwechselbaren Neukompositionen von Bernhard Gruber verbinden und sie zum idealen Transportmittel für beißende Satire und Hinterfotzigkeiten machen. Zahlreiche Klassiker der Couplet-AG sind mittlerweile echte Gassenhauer, die landauf und landab begeistert nachgesungen und aufgeführt werden.

Eintritt: 20 EUR zzgl. Vorverkaufsgebühren

Sonntag, 05.07.2020

Warten auf Karl

Ein Karl Valentin-Solo

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Ein Valentin-Abend ohne Valentin? Wo gibt’s denn sowas? Bei uns natürlich! Adelheid Bräu spielt die Alleingelassene. Ihr Partner taucht einfach nicht auf. Aber nun kann sie endlich selbst bestimmen, muss nicht immer nur die Karlstadt sein, spielt sich mit Texten des großen Karl Valentin frei, stemmt Dialoge alleine und meistert bravourös ganze Szenen solo.

Mit Adelheid Bräu. Regie: Falco Blome. Ausstattung: Christina Huener.

Weitere Termine: 09./12. Juli

Länge: 85 Minuten ohne Pause

Eintritt: 15 EUR zzgl. Vorverkaufsgebühren

Donnerstag, 09.07.2020

Warten auf Karl

Ein Karl-Valentin-Solo

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Ein Valentin-Abend ohne Valentin? Wo gibt’s denn sowas? Bei uns natürlich! Adelheid Bräu spielt die Alleingelassene. Ihr Partner taucht einfach nicht auf. Aber nun kann sie endlich selbst bestimmen, muss nicht immer nur die Karlstadt sein, spielt sich mit Texten des großen Karl Valentin frei, stemmt Dialoge alleine und meistert bravourös ganze Szenen solo.

Mit Adelheid Bräu. Regie: Falco Blome. Ausstattung: Christina Huener.

Weiterer Termin: 12. Juli

Länge: 85 Minuten ohne Pause

Eintritt: 15 EUR zzgl. Vorverkaufsgebühren

Freitag, 10.07.2020

AMI: Momentan

AMI: Momentan
© Stef Zins

Ami braucht nicht viele Worte, um zu sagen, was sie sagen will. Ihre Texte wirken ungefiltert, unverbogen und direkt. Und diese Direktheit macht den großen Charme von Amis Songs aus. Nichts ist verklausuliert, trotzdem zeichnet die Klarheit der Sprache Bilder zu den Melodien, die im Kopf bleiben. Ami kann voll und tief singen, dann wieder klar und leicht. Ihre Stimmfarben passen perfekt zusammen. Und sie passen perfekt zu ihren neuen Songs, die sie – wie auch schon für die beiden Vorgängeralben – selbst komponiert hat.

Nach der Veröffentlichung ihres ersten Albums „Part of me“ 2014 wird die junge Münchnerin mit Wurzeln in Aruba von den Feuilletons als eine der vielversprechendsten Newcomerinnen Deutschlands gehandelt. „Seasons“, das zweite Album, wird 2016 veröffentlicht – und klingt ganz anders als sein Reggae- und Bluesgefärbter Vorgänger. Reifer, gelöster, mit hypnotischen Beats und souligen Balladen. Gleichzeitig – und von Anfang an - schreibt Ami auch deutsche Songs. Leichte, poetische Lieder, ohne erhobenen Zeigefinger, ohne Pathos, aber sehr berührend. Amis Kunst ist, durch ihre Worte eine große Vertrautheit zu schaffen, eine Nähe zu ihren Zuhörern, durch die man sich angenehm verstanden fühlt. Ihre Songs wirken entspannt und sind gleichzeitig von einer Intensität, die sofort berührt. Amis Publikum ist hingerissen, und was zunächst nur ein kleiner Teil des Live-Programms war, wird immer mehr eingefordert. 2019 erscheint Amis dritte CD „Momentan“ – komplett auf Deutsch. Nicht kitschig, nicht überladen – sondern einfach: Ami. Mit einfachen Worten und einzigartiger Stimme macht sie eine ganz neue Gefühlswelt auf, mit der man sich sofort verbunden fühlt. Ami singt aus dem Herzen, mehr denn je.

Eintritt: 15 EUR zzgl. Vorverkaufsgebühren

Samstag, 11.07.2020

Andreas Martin Hofmeir & Tim Allhoff: Kein Aufwand! Teil 1

Hofmeir

In bester Tradition eines Gerhard Polt oder Karl Valentin schildert er seinen Kampf mit dem Instrument, dem ungeliebten Üben, die Schwierigkeiten beim Reisen, den plötzlichen Zusammenprall des Landburschen mit der Großstadt Berlin und seinem hauseigenen Einbrecher Jürgen... Nach diesem Abend darf sich jeder mal ein bisschen als Tubist fühlen.

Diese tragikomische und atmosphärische Mixtur hat sich aus dem Stand als Erfolgsprogramm entpuppt, so entwaffnend und witzig sind die allesamt wahren Geschichten, so verträumt und mitreißend virtuos die Musik! Ausverkaufte Bühnen, darunter das Mannheimer Capitol, das Bonner Pantheon oder die Salzburger ARGE, sind der Dank.

Eintritt: 20 EUR zzgl. Vorverkaufsgebühren

Sonntag, 12.07.2020

Warten auf Karl

Ein Karl-Valentin-Solo

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Ein Valentin-Abend ohne Valentin? Wo gibt’s denn sowas? Bei uns natürlich! Adelheid Bräu spielt die Alleingelassene. Ihr Partner taucht einfach nicht auf. Aber nun kann sie endlich selbst bestimmen, muss nicht immer nur die Karlstadt sein, spielt sich mit Texten des großen Karl Valentin frei, stemmt Dialoge alleine und meistert bravourös ganze Szenen solo.

Mit Adelheid Bräu. Regie: Falco Blome. Ausstattung: Christina Huener.

Länge: 85 Minuten ohne Pause

Eintritt: 15 EUR zzgl. Vorverkaufsgebühren

Donnerstag, 16.07.2020

Sommernachtslesung. Literatur unter Sternen

Alexander Bálly, Jens Rohrer, Roland Scheerer, Elisabeth Schinagl

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Vier Autorinnen und Autoren unserer Heimat, alle Mitglieder der Autorengruppe „Die Silbenschmiede“, zeigen, wie bunt und vielfältig die Literatur unserer Heimat ist.

Elisabeth Schinagl lebt seit vielen Jahren in Eichstätt und München.

Immer wieder widmet sie sich historischen Themen. Sie wird bekannte und unbekanntere Persönlichkeiten aus der bayerischen Geschichte vorstellen.

Roland Scherer, Deutschlehrer am Gymnasium Pfaffenhofen, ist auch Poet und Schmied von vergnüglichen Kurzgeschichten und Glossen. Alexander Bálly kennt man für seine vergnüglichen Heimatkrimis, doch hier wird er Kurzgeschichten präsentieren. Jens Rohrer, Guerilla-Literat und Träger des Paffenhofener Literaturpreises „Goethes Schlittschuh“, kommt aus Ingolstadt und schreibt vor allem satirische Kurzgeschichten. Diesmal hat er aber auch Tiergedichte in der Mappe.

Es wird ein bunter Strauß vergnüglicher Texte, wie man sie kaum besser als in einer lauen Sommernacht genießen kann.

Eintritt: 10 EUR zzgl. Vorverkaufsgebühren

Freitag, 17.07.2020

Hundling

Hundling Band
© Murxn Alberti

So kann er auch klingen, der Sound der Heimat: beiläufig, cool und groovend. Phil Höcketstaller, kreativer Kopf der Gruppe „Hundling“, reitet nicht rum auf musikalischer Brauchtumspflege, sondern erzählt Geschichten in schönstem bairischem Idiom. Sie handeln von gescheiterten Träumern, schwarzhumorigen Untergangsvisionen oder schrägen Liebeserklärungen. Und musikalisch durchstreift der wandlungsfähige Münchner ein Revier, das von Untergiesing bis nach Nashville und Chicago reicht „Hundling“ ist im Bayrischen eigentlich ein Schimpfwort und heißt so viel wie Gauner oder Schlingel. Bei Höcketstaller wird es zum Ehrentitel – Wortwitz und Bühnenpräsenz sei Dank. Der Heimatsoundsieger von 2015 schaffte es 2017 erstmals drei Monate hintereinander in die Top 20 der besten deutschen Liedermacher (Liederbestenliste). Von der Leitung von „Songs an einem Sommerabend“ erhielt er den „Walther-von-der Vogelweide-Preis" für seine „poetischen Lieder in der deutschen Musikszene".

Eintritt: 15 EUR zzgl. Vorverkaufsgebühren

Samstag, 18.07.2020

Kabarett Stachelbär „Mir, Ihr und Bier“

Stachelbaeren Kultursommer 2020

Fünf Vorstellungen des Starkbier-Kabarett mussten Mitte März wegen Corona kurzfristig abgesagt werden. Nun bieten die Stachelbären all denen, die das diesjährige Programm nicht mehr sehen konnten, die Gelegenheit, dies doch noch nachzuholen. Im Rahmen des Pfaffenhofener Kultursommers heißt es an zwei Abenden: „Mir, Ihr und Bier“ im Innenhof des Landratsamts. Dabei gibt es eine aktualisierte Fassung des Starkbier-Programms mit den Stachelbären Roland Andre, Brigitte Moser, Michael Eberle, Claus Drexler und Volker Bergmeister. Wer künftig in und um Pfaffenhofen wie und mit wem regiert und wie Stadt und Bürger die Pandemie meistern – das sind Themen, die man aktuell ins Programm aufgenommen hat.

Eintritt: 20 EUR zzgl. Vorverkaufsgebühren

Sonntag, 19.07.2020

ZuagroasT. Musik aus allen Himmelsrichtungen

Zuagroast Kultursommer 2020

Gibt es einen größeren Kontrast, als zwischen West und Ost? Die Menschen waren immer schon in Bewegung und überall auf der Welt wird gesungen. Ist es also nur scheinbar ein Kontrast? Die Arten, wie gesprochen, gesungen und musiziert wird, sind natürlich sehr unterschiedlich, doch die Emotionen, die damit verbunden sind, zumindest die dürften ähnlich sein.

Grund genug für das Ensemble ZuagroasT, Musik verschiedener Zeiten und gegensätzlicher Himmelsrichtungen einander gegenüberzustellen. Entscheidend dafür ist dabei nicht die Einheit im Stil, sondern die Vielfalt und der Spaß, den sie beim Musizieren und Singen haben, und den sie an alle, die sie hören und sehen, weitergeben wollen.

Keiner der Musikerinnen und Musiker hat hier das Licht der Welt erblickt, doch haben sie hier eine neue Heimat gefunden.

Lea Heib (Gesang), Rainer Kuhwald (Akkordeon und Gesang), Gary Todd (Bass), Hans Rappl (Gitarre)

Eintritt: 10 EUR zzgl. Vorverkaufsgebühren

Donnerstag, 23.07.2020

Angela AUX: Wrap Your Troubles In Dreams

Angela Aux Kultursommer 2020
© Max Hofstetter

Angela Aux ist ein Künstler der Gegensätze, ein Künstler des Spiels mit der Identität, ein Shape-Shifter. Er balanciert zwischen Wu-Tang-Shirt und Mädchen-Perücke, zwischen Haiku und Dostojewski. Ein Kopf, der zu viel fassen kann, um nur eine gerade Linie zu verfolgen – und Angela Aux ist ein Songwriter, der den Namen noch verdient, ein Textmensch, ein übervolles Notizbuch, ein Dichter der alten Schule, aufsaugend und ausspuckend, zu sensibel für all den Scheiß da draußen, zu energiegeladen, um sich ihm nicht zu stellen.

„Wrap Your Troubles In Dreams“ heißt die nun dritte Platte des Münchners: Ein bewusst reduziertes, in sich unheimlich stimmiges Folk-Album voll kleiner unvergesslicher Melodien und präziser Aphorismen. „Es ist eine innerliche Platte“, sagt Angela Aux. „Die Texte sollen Menschen zum Denken anregen. Es ist etwas zwischen Erich Kästner und Allen Ginsberg, es geht um Identität, darum, dass man immer etwas Anderes sein will als man ist.“ Virtuos wechselt Angela Aux in seinen Songs die Erzählperspektiven, stellt vor Spiegel, kriecht in die Träume, Ängste und Seelenzustände westlicher Gegenwarts-Menschen. So entsteht ein dichtes Netz aus pointierten, gleichwohl poetischen wie scharfzüngigen Kommentaren zum doch irgendwie verkorksten Zeitgeist.

In die Musik weben Angela Aux & Band (Joe Dobroschke, Peter Pazmandi, Marcus Grassl) Klangkollagen und Texte des umtriebigen Münchners ein – zu multimedialem Pingpong von Videokünstlerin Su Steinmaßl und Lichtmaestro Matthias Singer.

Eintritt: 10 EUR zzgl. Vorverkaufsgebühren

Freitag, 24.07.2020

Munich Tetra Brass

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Ein einmaliges Blechbläserensemble, das sich auf die Entdeckung, Aufführung und Erweiterung der Quartettliteratur für Blechbläser spezialisiert hat. Die kompositorischen Möglichkeiten für diese Besetzung sind enorm vielseitig. Ein Originalrepertoire, auch wenn es selten bis gar nicht aufgeführt wird, ist durchaus vorhanden.

Das Publikum wie auch Komponisten sind oft überrascht und verwundert, wenn sie den warmen, runden Klang des Ensembles, gepaart mit nicht erwarteter Virtuosität der vier Blechbläser zu hören bekommen. Munich Tetra Brass wurde im Januar 2018 an der Hochschule für Musik und Theater München gegründet und kurz danach in die Stiftung „Live Music Now“ von Yehudi Menuhin aufgenommen. Seitdem folgten einige Konzerte mit Uraufführungen von unterschiedlichen modernen Komponisten und im Sommersemester 2019 eine Kooperation mit der Filmkompositionsklasse von Prof. Gerd Baumann.

Luca Chiche (Trompete), Thomas Rath (Trompete), Stephan Gerblinger (Posaune), Jakob Grimm (Posaune)

Eintritt: 15 EUR zzgl. Vorverkaufsgebühren

Samstag, 25.07.2020

Mathias Kellner: irgendwie zu ungefähr

Gelebtes Musikkabarett aus Niederbayern

Mathias Kellner
© Severin Schweiger

Irgendwie hat Mathias Kellner, der Straubinger Dude mit der Gitarre, der musizierende Schauspieler, der „großartige Entertainer“ (MZ) zwischen seinen früher auf englisch und später auf bairisch gesungenen Songs schon immer unglaubliche Geschichten auf der Bühne erzählt. Nix Großes, keine langatmigen Epen, eher so unaufgeregt ungefähres, mitten aus dem Leben im bayerischen Hinterland treffsicher Gefischtes: herrlich skurril, manches kaum zu glauben. Auf der Bühne präsentiert Kellner ein urig-witziges, kurzatmiges Gesamtkunstwerk aus Worten und Akkorden.

Ein Abend mit Kellner ist wie eine amüsante Partie Memory, bei der er sich und das Publikum zurückbeamt in die vermeintlich besseren alten Zeiten: einem ländlich geprägten Spannungsfeld zwischen unbändiger Lebenslust und Melancholie, zwischen Aufbruch und Langeweile. Diesem „Mittelelend“, in dem sich sonntägliche Minuten zu Stunden dehnen können, bis einen die nicht selten rauschhaften Nächte in wilde Abenteuer katapultieren. Anekdoten, Gschichtln, Episoden, die letztendlich aber dann doch einen Menschen prägen. Sein ganzes Leben lang.

Episoden, wie sie so nur dort passieren können, wo sich der Kosmos der Jugend im Bushäusl zwischen Kassettenrekorder, Bierflaschen und Chicks abspielt. Wo es noch einen heimlichen Promilleweg gibt, auf dem spät nachts das halbe Dorf in einer Karawane nach Hause pilgert. Wo man auf dem Faschingsball beim „Hosentürlwetza“ schmusend auf der Tanzfläche den ersten Liebesglücksrausch erlebt, der schmerzhaft im (Liebes) Kater endet.

Irgendwie stand der Vollblutmusiker Kellner also schon immer auch als amüsant reflektierender Chronist des niederbayerischen Alltags auf der Bühne, der seine aberwitzigen Anekdoten durch mitreißende, eingestreute Songs zu einem Gesamtkunstwerk verknotet, fernab von kitschiger Landhaus-Romantik, mit einer Stimme, die eben noch samtig weich, plötzlich kratzig laut daherkommt, begleitet nur von seiner akustischen Gitarre.

Eintritt: 20 EUR zzgl. Vorverkaufsgebühren

Sonntag, 26.07.2020

Ein Zwischenfall

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Lesung des Lutz-Stipendiaten Erik Wunderlich

Es ist ein alljährlicher „Zwischenfall“: Gegen Ende des Kultursommers stellt der Lutz-Stipendiat seinen lang erwarteten Text über Pfaffenhofen vor. In diesem Jahr ist es der Schriftsteller Erik Wunderlich, der seinen Beitrag dem Publikum präsentiert – und darüber hinaus auch weiteren Einblick in sein literarisches Schaffen gibt.

Das Lutz-Stipendium ist dazu bestimmt, Schriftstellern mit dem dreimonatigen Aufenthalt die Möglichkeit zu bieten, literarische Arbeiten zu beginnen, zu realisieren oder fertigzustellen.

Seit Anfang Mai bewohnt der Freiburger den historischen Flaschlturm. Der Text zur Stadt Pfaffenhofen, der Bedingung für die jeweiligen Lutz-Stipendiatinnen und Stipendiaten ist, entsteht hier vor Ort und soll eine literarische Außenperspektive auf das Leben in Pfaffenhofen darstellen. Im Andenken an den Namensgeber des Stipendiums Joseph Maria Lutz wird Wunderlich wieder einen „Zwischenfall“ schildern; der gleichnamige Roman war 1928 der literarische Durchbruch für den jungen Pfaffenhofener Schriftsteller.

Eintritt: 10 EUR zzgl. Vorverkaufsgebühren

Donnerstag, 30.07.2020

Organ Explosion

Organ Explosion

Voller Leidenschaft entstauben Organ Explosion Omas und Opas analoge Soundkästchen und Instrumente, verlötetet das und greift in die Tasten. Vor allem in die der legendären Hammondorgel B3, eines Wurlitzer E-Pianos und eines mythischen Moogs. Aus diesen Zauberkisten holt Keyboarder Hansi Enzensperger alles an krassen Sounds und knackig-geilen Grooves raus, was drin steckt - und noch ein bisschen mehr. Selbiges verdoppeln und verdreifachen Bassmann Ludwig Klöckner mit hochenergetischen Funk- und Fusioneinflüssen und trommelnder Wirbelwind Manfred Mildenberger.

Das clubtaugliche Ergebnis, inzwischen auch auf mehreren Alben (Enja) erhältlich, ist eine saftige Mischung aus Funk, Blues, jazzigen Harmonien und „Melodien für Millionen“. Bei ihrem neuen Studioalbum „La Bomba“ bedienen sich die Drei bei allem, was Freude macht: Sie mischen Samba-Pop mit fetten Bassbooms, cool-tropischen Cumbia mit Psycho-Synthies und edle Retrostyles mit entfesselten Orgeleruptionen. Grundlage ist der Captain-Future-Funk der beiden Vorgängeralben „Organ Explosion“ und „Level 2“, den die drei Ausnahmemusiker diesmal mit superscharfen Tex-Mex-Elementen garnieren.

Eintritt: 15 EUR zzgl. Vorverkaufsgebühren

Freitag, 31.07.2020

Lemoncello: Cellikatessen

Duo mit Cello, Marie-Therese Daubner und Clemens Weigel

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Beim Duo Lemoncello, bestehend aus dem Cellisten Clemens Weigel und der Cellistin Marie-Therese Daubner, ist der Name Programm. So bietet es leicht und spritzig Schmankerl der Cello-Duo-Literatur besonders italienischer Provenienz dar. Daran orientiert sich auch das jetzige Programm „Cellikatessen“ (am 31.08.2020 um 20:00 Uhr im Innenhof des Landratsamtes Pfaffenhofen), bei dem die beiden Musiker das Publikum zu einem Streifzug durch die Jahrhunderte vom Barock bis Pop mitnehmen.

Gegründet hat sich das Duo Lemoncello jetzt aus dem Corona-Vakuum heraus.

So kennen sich die beiden Musiker schon lange und haben gemeinsam an einem Pult Tourneen mit Konzerten unter anderem zum Beispiel in der Berliner Philharminie, der Kölner Philharmonie und der Alten Oper Frankfurt bestritten.

Wie der Zufall es wollte, haben beide in Österreich studiert, sind beide in der Holledau gelandet, haben 3 Kinder und sind leidenschaftliche Pädagogen, Clemens Weigel als Dozent an der Musikhochschule und Marie-Therese Daubner and der städtischen Musikschule Pfaffenhofen und am Schyren-Gymnasium. Beide spielen gerne Orchester, Clemens Weigel als Vorspieler des Orchesters des Gärtnerplatz-Theaters, Marie-Therese Daubner nach ihrer Zeit im Bruckner-Orchester Linz als gefragte Continuo-Cellistin in der Region. Und beide sind Kammermusiker, Clemens Weigel besonders im Rodin-Quartett und Marie-Therese Daubner im DuoOstWest.

Schon lange hatten die Beiden vor, ein Cello-Duo zu gründen. Durch das Vakuum der Corona-Krise fanden sie endlich die Zeit dazu.

Es ist ihnen ein besonderes Anliegen, gerade in dieser schwierigen Zeit den Menschen in ihrer geliebten Wahlheimat Holledau einen unbeschwerten Abend für Geist, Körper und Seele zu bieten.

Eintritt: 15 EUR zzgl. Vorverkaufsgebühren

Samstag, 01.08.2020

Zwoa Bier: Den Rest macht die Maschin‘

Zwoa Bier Kultursommer 2020
Marco Tarara

Zwoa Bier sind die deutsche Rockband, die wir nach der Auflösung der Ärzte so schmerzlich vermisst haben. In Zeiten von fragilem Indie-Pop und Helene-Fischer-Wahn hauen sie uns auf erfrischende Weise ihre Liedtexte um die Ohren und spielen tanzbare, berührende und vor allem ehrliche Musik.

Zwoa Bier sind die Münchner Michi Schauer und Sepp Bastl. Sie stehen für klaren, wiedererkennbaren Sound, lebensnahe Texte in bayerischer Mundart und ein mitreißendes Live-Erlebnis. Zwoa Bier machen Rockmusik, wie sie mal gedacht war: einfach, emotional, authentisch!

Eintritt: 15 EUR zzgl. Vorverkaufsgebühren

Sonntag, 02.08.2020

Tom und Flo: Der Sound der Sixties

Tom & Flo
© Melanie Höld

Tom & Flo lassen den Sound der 60er Jahre zu neuem Leben erwachen. Mit Gitarre, Kontrabass, zwei klasse Stimmen und der richtigen Portion Charme gelingt es ihnen, Jung und Alt zu begeistern. Die beiden Musiker liefern keine Oldie-Show ab, sie konzentrieren sich auf das Wesentliche, und gerade deshalb klangen die Beatles, Simon & Garfunkel und die Everly Brothers selten frischer und authentischer und sie beweisen ihr Gespür für einprägsame Melodien. Angesiedelt irgendwo zwischen Eleganz und dem Groove, der unter die Haut geht.

Tom & Flo lassen am Sonntag den, 2. August den Sound der 60er Jahre zu neuem Leben erwachen. Mit Gitarre, Kontrabass, zwei klasse Stimmen und der richtigen Portion Charme gelingt es ihnen, Jung und Alt zu begeistern. Die beiden Musiker liefern keine Oldie-Show ab, sie konzentrieren sich auf das Wesentliche, und gerade deshalb klangen die Beatles, Simon & Garfunkel und die Everly Brothers selten frischer und authentischer. Nicht nur Hörgenuss vom Feinsten, sondern auch eine Augenweide, wenn die zwei auf der Bühne ihre Instrumente und Stimmbänder impulsiv und ausdrucksstark zum Schwingen bringen. Mit ihren eigenen Songs aus dem neuen Album „My Dearest Little Friend“ geben sie ihrem Auftritt eine weitere persönliche Note und beweisen ihr Gespür für einprägsame Melodien. Angesiedelt irgendwo zwischen Eleganz und dem Groove, der unter die Haut geht.

Eintritt: 15 EUR zzgl. Vorverkaufsgebühren

WEITERE VERANSTALTUNGEN

Ab Samstag, 20. Juni

Hallertauer Künstler

Ausstellung in der Städtischen Galerie

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Helene Tschacher, o.d. Verschlingen, 2020. Katalog geschnitten, verformt, geklebt, montiert

Zur jurierten Ausstellung der Hallertauer Künstler lädt die Stadt Pfaffenhofen jedes Jahr Künstler aus der Region ein, sich mit aktuellen Arbeiten zu beteiligen.

Ausstellungszeitraum: 20.06.-12.07.

Samstag, 27. Juni

Fotogehgrafie / Fotowettbewerb

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Auch dieses Jahr findet wieder der Fotowettbewerb der Pfaffenhofener Stadtjugendpflege statt: ein Knips-Trip durch ganz Pfaffenhofen. Unter einem vorher festgelegten Motto gilt es, insgesamt zwölf Themen in Fotos umzusetzen.

Mehr Informationen gibt es hier.

Startpunkt: Ilminsel Pfaffenhofen

Anmeldung 11 Uhr; Start: 12 Uhr

Startgebühr: Schüler/Studenten 5 EUR Erwachsene 10 EUR

Vernissage & Siegerehrung: 17. Juli 19.30 Uhr Städtische Galerie (unter Vorbehalt)

Ausstellung von 18.07.-02.08.

Samstag/Sonntag, 18./19. Juli

Hausausstellung im Kreativquartier

Je 11-17 Uhr.

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Alte und neue Mieter des Kreativquartiers laden ein zum Kunstrundgang und zeigen aktuelle Arbeiten im gesamten Gebäude. Aktuell sind es neun Bildende Künstlerinnen und Künstler, sowie Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker, die dort ihre Arbeitsräume haben und sich an dieser Ausstellung beteiligen: Sebastian Daschner, Andreas Dill, Rawl Harper, Patrick Hartl, Michael M.I.A.M.I. Lederhofer, Annette Marketsmüller, Konstanze Mäschle, Rosa Rauscher und Alexander Zöbisch.

Eine Gruppe, deren Stile breit gefächert sind. Von fotorealistischer Öl-Malerei über Graffiti bzw. Urban-Art über Aktzeichnen bis hin zu abstrakter Kunst und Kunsthandwerk sind dort viele unterschiedlichste Ausdrucksweisen zu finden. Ausgebildete Künstlerinnen und Künstler sind ebenso im Kreativquartier zu Hause wie Hobby-Kunstschaffende und malende Stadt-Originale.